Der WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird von schweren Wetterturbulenzen begleitet. Schon Stunden vor Anpfiff gegen Curacao (19 Uhr/Magenta, ARD und ntv.de-Liveticker) legte sich eine dunkle Wolkendecke über das NRG Stadium im texanischen Houston. Die Vorhersage rechnet mit einem Gewitter für den Anpfiff.
Weil in den USA besonders strenge Regeln im Umgang mit Unwettern gelten, drohen bei der WM lange Unterbrechungen. Wird im Umkreis von acht Meilen (13 Kilometer) um ein WM-Stadion ein Blitzeinschlag registriert, muss das Spiel unterbrochen werden.
Schlägt innerhalb des ablaufenden Countdowns wieder ein Blitz im kritischen Radius ein, wird der Timer wieder zurückgesetzt. Die FIFA erklärte jedoch auf ntv.de-Anfrage, dass die Regel aber nicht für das überdachte Stadion in Houston gilt.
Klopp-Witz bringt Nagelsmann in Erklärungsnot

Wetter ist kein Problem
Den Fans, die sich auf dem Weg zum Spielort machten, ist das aber keine große Hilfe: Drei Stunden vor Anpfiff begann es dann auch schon zu schütten. Wie das in den USA üblich ist, öffneten sich die Schleusentore und es prasselte auf die wartenden Fans und Medienschaffenden herab. Leute bedeckten sich verzweifelt mit Target-Plastiktüten und Trikots.
Für das DFB-Team ist das Wetter kein Problem: Das WM-Stadium in Houston ist komplett überdacht. Und auch die Schwüle, die schon seit Tagen in der texanischen Luft liegt, stört nicht: Die Arena ist nicht nur überdacht, sondern auch vollständig klimatisiert. Drinnen herrschen kühle 22 Grad, im Unterschied zu dem Wetter außerhalb. Bundestrainer Julian Nagelsmann bezeichnete die Bedingungen am Vorabend als "perfekt" - sowohl Temperatur als auch Stadion.
Damit ist der erste Spielort auch ein starker Kontrast zu den Bedingungen im DFB-Quartier in Winston-Salem. Dort herrschten unter Woche fast 40 Grad in der Sonne, die Luft war schwül. Der Aufenthalt im Freien war vor allem am Donnerstag und Freitag äußerst unangenehm. Die DFB-Stars hielten sich beim Training mit Eis-Westen und Ventilatoren kühl.
Kurios für das DFB-Team sind auch die neuen Abläufe: Die Partie gegen Turnierdebütanten Curacao wird schon um 12 Uhr Ortszeit angepfiffen. Nagelsmann sagte, er begrüßt die Umstände. Das Team müsse nicht noch den ganzen Tag im Hotel verbringen, sondern kann nach dem Aufstehen relativ zeitnah ins Stadion fahren. Die Wege sind kurz, das DFB-Team bekommt eine Polizeieskorte zum Stadion.
Sportlich geht es darum, erfolgreich in die XXL-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada zu starten. Der Karibikstaat Curacao ist zum ersten Mal bei dem Turnier dabei und wird vom Traineraltmeister Dick Advocaat begleitet. Er hatte angekündigt, den Favoriten ärgern zu wollen. Bundestrainer Nagelsmann warnte indes vor einem Szenario, das man aus der ersten DFB-Pokalrunde kennt: Ein unterklassiges Team besiegt den haushohen Favoriten.




