Geldregen für Spieler?

FIFA will offenbar Transfer-Revolution

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Lamine Yamal wäre sehr teuer. (Foto: picture alliance / NurPhoto)
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11.06.2026 | 22:21 Uhr
Wird es künftig einfacher, Fußballprofis aus ihren Verträgen rauszukaufen? Nach dem Willen der FIFA soll es so kommen. Die Profiteure wären die Spieler.

Das wäre eine großartige Nachricht für die wertvollsten Fußball-Profis der Welt: Nach Informationen der spanischen Sportzeitung "As" will die FIFA die Transferregeln revolutionieren. Wie das Blatt berichtet, will der Weltverband schon ab dem 1. Januar 2027 in den Verträgen von Fußball-Profis verpflichtend Ausstiegsklauseln verankern.

Einen entsprechenden Beschluss habe die FIFA in einer Sitzung in Mexiko-Stadt von FIFA-Verantwortlichen vor dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika getroffen.

Außerdem sollen Spieler künftig mit bis zu fünf Prozent an ihrem eigenen Transfererlös profitieren. In der Bundesliga sind Ausstiegsklauseln bislang - aus Sicht der Vereine - kaum mehr als ein notwendiges Übel, um zaudernde Profis von einem Wechsel zum Verein zu überzeugen, oder wechselwillige eigene Spieler doch noch einmal für einen Verbleib zu begeistern.

Fall Diarra

Maßgeblich befeuert wurde die Entwicklung durch den Fall des ehemaligen französischen Nationalspielers Lasanne Diarra. Der Ex-Profi hatte die FIFA und den belgischen Verband im Sommer 2025 auf Entschädigung in Höhe von 65 Millionen Euro brutto verklagt. Vorausgegangen war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2024, wonach bestimmte Transferregeln der FIFA gegen EU-Recht verstoßen.

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Diarra und die FIFA haben nun alle Rechtsstreitigkeiten beigelegt, wie der Verband verkündete. Er unterstrich: "Die FIFA hat weder ihre Schuld eingestanden noch eine Entschädigungszahlung geleistet." Zum aktuellen Zeitpunkt äußere sich der Weltverband nicht weiter zu der Causa.

Hintergrund des jahrelangen Disputs war 2014 der Weggang von Diarra von seinem damaligen Verein Lokomotive Moskau trotz noch bestehenden Vertrags. Der Club warf dem Spieler Vertragsbruch vor und kontaktierte die FIFA, die Diarra dann zu einer Strafe von mehr als zehn Millionen Euro verurteilte.

Im Anschluss daran sahen andere Vereine von einer Verpflichtung ab, weil die damaligen FIFA-Regularien vorsahen, dass ein neuer Klub für den Spieler hafte und eventuelle Strafen bezahlen müsse. Der EuGH rügte in seinem Urteil, dass dadurch die vom EU-Recht gewährte Freizügigkeit der Spieler und der Wettbewerb zwischen den Vereinen eingeschränkt sei. Die FIFA machte sich eigenen Angaben zufolge im Anschluss daran, ihre Regeln zu überarbeiten.

Ärger um Schlotterbeck

Aufsehen und Missmut hatte zuletzt das Vertragskonstrukt von Nationalspieler Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund erregt: Der Innenverteidiger hatte nach monatelangen Verhandlungen seinen Vertrag beim Vizemeister verlängert. Gleichzeitig ließ sich der Spieler aber zusichern, bei Anfragen ausgesuchter Klubs für einen festgeschriebenen Betrag doch noch kurzfristig wechseln zu dürfen.

In der spanischen LaLiga sind Ausstiegsklauseln schon seit mehreren Jahren obligatorisch. Das führt in der Praxis jedoch nicht automatisch zu unkomplizierteren Superstar-Transfers, sondern für spektakuläre Abwehrmechanismen: So werden für Topspieler wie Lamine Yamal horrende Ablösesummen festgeschrieben: Das spanische Supertalent darf den FC Barcelona zwar vor Ablauf seines Vertrages verlassen, dafür müsste ein Interessent aber rund eine Milliarde Euro auf den Tisch legen. Auch dem 2023 als deutschem U17-Nationalmannschaftskapitän zum FC Barcelona gewechselten Noah Darvich soll ein entsprechendes Preisschild umgehängt worden sein.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter