Rekordsieg ohne den Rekordtorjäger: Portugal hat in der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland auch ohne den gelbgesperrten Superstar Cristiano Ronaldo den höchsten Sieg seiner Verbandsgeschichte gefeiert. Die Selecao demontierte Luxemburg in Faro mit 9:0 (4:0) und thront ohne Punktverlust und Gegentor an der Tabellenspitze in Gruppe J. Zweiter hinter Portugal mit bereits fünf Punkten Rückstand ist die Slowakei, die gegen Schlusslicht Liechtenstein beim 3:0 (3:0) nichts anbrennen ließ: Bereits nach sechs Minuten war der Endstand hergestellt.
Luxemburg mit fünf Deutschland-Legionären in der Startformation war ohne jede Chance und kassierte nach drei Siegen in Folge beim Europameister von 2016 einen ganz herben Dämpfer und liegt drei Punkte hinter den Slowaken. Goncalo Ignacio (12., 45.+4) und Ronaldo-Vertreter Gonçalo Ramos (18., 34.) brachten Portugal in Faro vor dem Seitenwechsel bereist in sicheres Fahrwasser. Diogo Jota (57., 77.), Ricardo Horta (67.), Bruno Fernandes (83.) und João Félix (88.) erhöhten. Zuvor hatte Portugal dreimal 8:0 gewonnen, zweimal gegen Liechtenstein und einmal gegen Kuwait.
Bosnien-Herzegowina konnte aus der zweiten Niederlage der Luxemburger kein Kapital schlagen, der frühere WM-Teilnehmer verlor auf Island mit 0:1 (0:0). Beide Kontrahenten liegen damit weiter hinter dem Außenseiter aus dem Großherzogtum.
Kramaric trifft für Kroatien
Der WM-Dritte Kroatien überflügelte durch ein vergleichsweise schmuckloses 1:0 (1:0) in Armenien in seiner Gruppe die Türkei mit Bundestrainer-Kandidat Stefan Kuntz. Torjäger Andrej Kramaric vom Bundesligisten TSG Hoffenheim erzielte in Jerewan in der 13. Minute das 1:0 (1:0)-Siegtor. Der 32-Jährige hat seine Nationalmannschaft damit ein Stück näher zur Endrunde in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli 2024) gebracht.
Kroatien löste damit die von Kuntz trainierte Türkei an der Spitze ab. Beide Teams haben zehn Punkte auf dem Konto, der WM-Dritte allerdings hat ein Spiel weniger bestritten. Kuntz, der in der Türkei angesichts schwankender Ergebnisse in der Kritik steht, wird als möglicher Kandidat für den vakanten Bundestrainerposten gehandelt.
Kroatien mit dem Leverkusener Josip Stanisic als weiterem Bundesligaprofi in der Startelf begann entschlossen und verdiente sich den Sieg, der Neu-Wolfsburger Lovro Majer wurde eingewechselt. Armenien, bei dem der Mönchengladbacher Grant-Leon Ranos von Beginn an zum Zuge kam, ist mit sieben Punkten nur noch Tabellendritter. Wales gewann in Lettland mit 2:0 (1:0) und schloss nach Punkten zu den Armeniern auf.







