Der Weg ist frei für das Käfigkampfspektakel vor dem Weißen Haus. Die Klage gegen das UFC-Event am 14. Juni ist vom Bundesgericht im District of Columbia abgewiesen worden. Nun müsste schon eine höhere Gewalt dafür sorgen, dass die Veranstaltung verschoben oder abgesagt wird - die Chancen dafür gleichen aktuell aber einem Münzwurf.
Die Klage, die vom "Public Integrity Project" eingereicht wurde, um die Austragung der Kämpfe zu verhindern, warf der UFC und US-Präsident Donald Trump vor, mehrere Bundesvorschriften und -bestimmungen zu verletzen. Das Event sei korrupt und die Veranstalter würde davon profitieren, obwohl es auf Bundesgebiet stattfindet. Richter Amit Mehta befand die Argumentation der Kläger für zu schwach. Man habe keinen irreparablen Schaden durch das Event glaubhaft begründen können, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Zudem könne der Antrag auf einstweilige Verfügung nicht durchgesetzt werden, weil er zu kurz vor der Veranstaltung eingereicht wurde.
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Was das Event noch aus der Bahn werfen kann, ist das Wetter. Und Petrus ist Trump derzeit wohl nicht sehr gewogen. Die Prognose der US-Medien für den Veranstaltungstag: "Heiß und schwül, mit etwas Sonnenschein; am späten Nachmittag vereinzelt Gewitter; Regengüsse und Blitze könnten die Veranstaltungen im Weißen Haus beeinträchtigen." Die Chance dafür läge demnach bei 50 Prozent.
Während man bei leichtem Regen weiter veranstalten will, wären Gewitter ein K.-o.-Kriterium. Blitzschlag über einen längeren Zeitraum in einem Umkreis von acht Meilen und das Event müsste unterbrochen werden. Craig Borsari, ausführender Produzent der UFC-Übertragungen, sagte beim Pressetag, bei extremem Wind und Blitz müsse der Südrasen evakuiert werden. "Das stellt uns natürlich vor ganz andere Herausforderungen, auf die wir wenig Einfluss haben. Der Notfallplanung sieht vor, dass wir Übertragungsplätze in Gebäuden finden, von denen aus wir weiterhin senden, das Bildmaterial weiterleiten und über die Geschehnisse berichten können."
Trumps bizarres Käfig-Spektakel handelt ihm Ärger ein

Was den Beginn der Veranstaltung angeht, ist die UFC flexibel. Das Event kann um bis zu zwei Stunden vor- oder zurückverlegt werden, um dem schlechten Wetter zuvorzukommen und sicherzustellen, dass die Veranstaltung stattfindet. Je später, desto unangenehmer für Donald Trump. Der 80-Jährige will eigentlich um 3 Uhr nachts in Richtung G7-Gipfel in der Schweiz aufbrechen.
Einen Vorgeschmack auf die Wettereinflüsse könnte es schon auf der Pressekonferenz vor dem Lincoln Memorial. Nach ntv-Informationen könnte der Termin um mehrere Stunden nach hinten verschoben werden.



