World-Team-Cup-Erfinder

Tennis-Starflüsterer Horst Klosterkemper ist tot

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Lleyton Hewitt (Australien), Turnierdirektor Horst Klosterkemper und Patrick Rafter (Australien) während der Siegerehrung beim Word Team Cup. (Foto: imago/Togon)
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10.06.2026 | 13:27 Uhr
Er erfand den Word Team Cup und lockte damit viele Tennisstars nach Düsseldorf. Nun ist Horst Klosterkemper verstorben. Er wurde 87 Jahre alt.

Das deutsche Tennis trauert um Horst Klosterkemper. Der "lange Blonde", wie der Erfinder des legendären World Team Cups in Düsseldorf liebevoll genannt wurde, ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Das erklärte Präsident Dietloff von Arnim vom Deutschen Tennis Bund (DTB), der ein langjähriger Wegbegleiter Klosterkempers war. 

"Er war einer, der Tennis mit Herzblut gelebt und geliebt hat", sagte von Arnim, der Klosterkempers Charakter hervorhob: "Wie er mit Menschen umgegangen und jedem auf Augenhöhe begegnet ist, war schon prägend und vorbildhaft." Er sei "stolz und froh", viele Jahre in Düsseldorf an der Seite Klosterkempers gearbeitet zu haben.

Auftritt im Rochusclub ein Muss

Wenn Klosterkemper rief, kamen alle. Björn Borg, Jimmy Connors, Ivan Lendl, Mats Wilander, Stefan Edberg oder Deutschlands Idol Boris Becker - für die Stars der Tennisszene war ein Auftritt im Rochusclub ein Muss. 1978 hatte Klosterkemper den Nations Cup als Vorläufer des World Team Cups, der inoffiziellen Mannschafts-WM, aus der Taufe gehoben und das Turnier schnell zu einem Markenzeichen gemacht.

Düsseldorf, hier gehört er zur "Sports Hall of Fame", wurde für den 1938 in Glatz geborenen Klosterkemper zur "Heimat und Lieblingsstadt". Nach dem Abitur studierte er Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften an der TH Aachen und begann seinen beruflichen Werdegang 1966 bei den Düsseldorfer Henkel-Werken. Zuletzt war Klosterkemper dort Leiter des Zentral-Einkaufs. 1989 wechselte er als Geschäftsführer zur Düsseldorfer Messegesellschaft und verabschiedete sich dort nach 15 Jahren Ende 2003 in die Rente.

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Im Alter von 65 Jahren stellte er sich noch einmal einer neuen Herausforderung, als er zum 1. April 2004 für vier Jahre die neu geschaffene Position als ATP-Präsident Europa übernahm. Nach dem Ende dieser Amtszeit war dann endgültig Schluss. Klosterkemper, der 2002 aus der Hand des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz erhielt, ging in den wohlverdienten Ruhestand.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid