Nach Gewalt-Exzess bei Judo-Kampf: Aufarbeitung läuft, Täter ist weg
Nach der Prügel-Attacke in der Judo-Bundesliga hat die Polizei nach einer Anzeige wegen Körperverletzung die Ermittlungen aufgenommen.

Der Leipziger Gast-Kämpfer Akaki Japaridze aus Georgien, der den deutschen Olympia-Starter Timo Cavelius vom TSV Abensberg nach einem verlorenen Bundesligakampf krankenhausreif prügelte und schwer im Gesicht verletzte, wurde am Samstagabend von den Behörden in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße nicht mehr angetroffen. Offenbar war er schon im Hotel. Der 24-jährige Georgier soll mittlerweile wieder in seiner Heimat sein.
Die Person sei bekannt, es sei keine Gefahr in Verzug, bestätigte die Leipziger Polizei der Deutschen Presse-Agentur die Ermittlungen.
Parallel dazu werden nun die Verbände weitere Schritte einleiten. Die Internationale Judo-Föderation (IJF), die Europäische Judo-Union (EJU) und der Georgische Judoverband wurden noch am Tag des Vorfalls über das Geschehen informiert, teilte der Deutsche Judo-Verband (DJV) mit. Die Aufarbeitung gehört in die dafür vorgesehenen sportrechtlichen und rechtlichen Verfahren und soll sachlich, konsequent und auf Grundlage der vorliegenden Fakten erfolgen, so der DJV.
Für den frisch operierten Cavelius, der nach den Schlägen des Georgiers einen Kieferbruch erlitten und zwei Zähne verloren hat, bedeutet die Prügel-Attacke das WM-Aus für die Titelkämpfe vom 4. bis 11. Oktober in Baku.
Eintracht-Boss will Panikmodus vermeiden
Markus Krösche mahnte zwar eindringlich zur Geduld, doch bei der launischen Diva vom Main rumort es schon nach dem zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga. "Ich möchte ein bisschen die Ruhe behalten", sagte der selbst in die Kritik geratene Sportvorstand von Eintracht Frankfurt nach dem bitteren 1:4 (1:0) gegen den FC Augsburg: "Ich verstehe die Aufregung und die Nervosität. Aber lasst mal ein bisschen Zeit dran, dass Adi mit der Mannschaft arbeiten kann. Dann wird das auch besser werden."
Man müsse zu diesem Zeitpunkt der Saison noch "nicht alles in Frage stellen", führte Krösche aus. Nach einem starken ersten Durchgang samt hochverdienter Führung erinnerte die zweite Halbzeit aber schwer an die enttäuschende Vorsaison. Die SGE fiel regelrecht auseinander, vor allem die jungen Außenverteidiger Elias Baum und Keita Kosugi wirkten auf diesem Niveau überfordert. Dazu patzte auch noch eine eigentliche Stütze wie Keeper Noah Atubolu, von der Bank kamen keine positiven Impulse.
"Erste Halbzeit war der Fußball, den ich mir vorstelle. Aber ein Spiel dauert 90 und nicht nur 45 Minuten", haderte Trainer Adi Hütter: "Die zweite Halbzeit war sehr weit weg von dem, was ich sehen möchte. Das war sehr enttäuschend." Natürlich sei der Start in Durchgang zwei mit dem Doppelschlag von Arijon Ibrahimovic (46.) und Robin Fellhauer (47.) "bitter" gewesen. "Trotzdem erwarte ich eine Reaktion." Dass diese ausgeblieben sei, sei nach schwierigen Monaten auch "Kopfsache".
Dramatische Konstellation: So vermeidet DBB-Team das WM-Desaster
Am Abend (17.50 Uhr/ProSieben MAXX und MagentaTV) treffen die deutschen Basketballerinnen im abschließenden WM-Vorrundenspiel in Berlin auf Mali, parallel spielt in der umkämpften Gruppe A Japan gegen Spanien. Alle Teams haben einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Vom Gruppensieg und dem direkten Viertelfinaleinzug bis zum Ausscheiden ist noch alles möglich. Ein Überblick über die Szenarien:
Deutschland wird Gruppensieger und erreicht damit direkt das Viertelfinale, wenn...
- ...das DBB-Team gegen Mali gewinnt und Japan gleichzeitig Spanien schlägt.
Deutschland wird Gruppenzweiter und erreicht damit die Playoffs um das Viertelfinal-Ticket, wenn...
- ...das DBB-Team gegen Mali gewinnt und Spanien gleichzeitig Japan schlägt.
Deutschland wird Gruppendritter und erreicht damit die Playoffs um das Viertelfinal-Ticket, wenn...
- ...das DBB-Team gegen Mali verliert und Spanien gleichzeitig Japan schlägt.
Deutschland wird Gruppenvierter und scheidet aus, wenn...
- ...das DBB-Team gegen Mali verliert und Japan gleichzeitig Spanien schlägt.
In der Playoff-Runde würden die Deutschen morgen (Uhrzeit noch offen) auf Ungarn oder Südkorea aus der Gruppe B treffen. In jener Staffel ist Frankreich bereits für das Viertelfinale qualifiziert, Nigeria ist raus. Die Runde der letzten Acht steigt am Donnerstag.
Hingucker bei US Open: Tennis-Star überrascht mit schwarzem Fransen-Umhang
Mit schwarzer Kapuze und Federn sorgt Taylor Townsend bei den US Open für einen spektakulären Auftritt. Gegen Titelverteidigerin Aryna Sabalenka hält die Amerikanerin lange dagegen, doch die Weltranglistenerste zieht nach anfänglichen Problemen ins Viertelfinale ein

Tennis-Star überrascht mit schwarzem Fransen-Umhang
"Hervorragende Arbeit": Havertz bekommt Sonderlob
Teammanager Mikel Arteta hat nach dem Erfolg des englischen Fußball-Meisters FC Arsenal im Topspiel gegen den FC Chelsea viel Lob für Nationalspieler Kai Havertz gefunden. "Er wirkt glücklich", sagte der Trainer nach dem 2:1 (1:1) gegen die Blues über den Deutschen, "er wirkt ausgeglichen und zufrieden, und auch in seinem Privatleben hat sich viel Positives getan. Er fühlt sich fit, trainiert täglich und hat derzeit einen festen Rhythmus. Er erzielt Tore, aber nicht nur das – er leistet auch hervorragende Arbeit für die Mannschaft."
Havertz hatte nach dem 0:1 von Morgan Rogers (2.) das wichtige 1:1 besorgt (25.). Auch am Siegtreffer von Martin Ödegaard (50.) war er entscheidend beteiligt, als er eine Hereingabe für den Kapitän durchließ. Die Gunners liegen nach drei Siegen in drei Spielen gleichauf mit Tabellenführer Manchester City an der Spitze der Premier League.
Arteta wertete den Erfolg gegen das massiv verstärkte Chelsea als "ein Zeichen dafür, dass wir zu noch besseren Leistungen fähig sind als in der vergangenen Saison" mit der Meisterschaft und dem Einzug ins Champions-League-Finale. "Es kommt darauf an, ob wir uns diesen Ehrgeiz und diese Bescheidenheit bewahren und jeden Tag daran arbeiten, eine noch bessere Version unserer selbst zu entwickeln – sowohl individuell als auch als Team. Wir haben noch viel Entwicklungspotenzial und viel zu bieten; genau das ist der Anspruch der Mannschaft."
Längst wird auf der Insel wieder diskutiert, ob auch dieses Arsenal wie einst die "Invincibles" um Torwart Jens Lehmann eine komplette Saison ungeschlagen überstehen könnte.
Deutsches Top-Talent widmet Tor gestorbenem Bruder
Nach dem Traum-Einstand in der englischen Women's Super League für den FC Arsenal hat das deutsche Top-Talent Lisa Baum ihr Premieren-Tor dem gestorbenen Bruder gewidmet. "Dieses Tor ist für dich, Dennis", schrieb die 19 Jahre alte Fußballerin auf Instagram nach dem 1:0-Sieg bei Brighton & Hove Albion.
Ihr Bruder war 2022 im Alter von 17 Jahren bei einem Autounfall ins Leben gekommen. "Er war mein Alles. Ihn zu verlieren war das Schlimmste, was mir passiert ist. Geburtstage oder Weihnachten sind schwer für uns. Denn er ist noch sehr präsent bei uns. Ich habe ihn auf dem Handy als Hintergrundbild, damit ich mich jeden Tag an ihn erinnere - manchmal mit einem Lächeln, manchmal mit Trauer", sagte sie Anfang des Jahres der "Welt". Während der Spiele trage sie ein Tape mit seinem Namen. Dazu habe sie seine Initialen auf ihren Schuhen.
Baum war im Sommer für eine Ablösesumme von schätzungsweise 600.000 Euro nach England gewechselt. Damit gehört sie zu den teuersten deutschen Fußballerinnen.
"Tretertruppe"? Mainzer Kapitän schießt nach Kantersieg genüsslich gen HSV
Nein, Nadiem Amiri scheint keiner zu sein, der vergisst: Nach dem Mainzer 5:0-Spektakel beim Hamburger SV, das die Hausherren schwer gedemütigt zurücklässt und dem stolzen Klub den schlechtesten Saisonstart seiner Bundesligahistorie bescherte, postete der Nationalspieler nur einen Satz zum Spiel: "Die Tretertruppe hat gezaubert."
Der Hintergrund: Als sich beide Teams im vergangenen Februar im Abstiegskampf gegenüberstanden, ging es hitzig zu. Am Ende eines bisweilen ruppigen Spiels stand ein 1:1 - und die Aussage des HSV-Profis Miro Muheim, "lange nicht mehr gegen so eine Tretertruppe gespielt" zu haben. Für Amiri und seine Kollegen könnte Muheims Analyse einen Schuss Extra-Motivation bedeutet haben.
Denn nun, ein gutes halbes Jahr später, führten die Mainzer die komplett überforderten Hamburger phasenweise vor, erzielten Treffer um Treffer. Die Sportschau berichtet von einer "Demütigung", HSV-Trainer Merlin Polzin beklagt einen "extrem beschissenen Nachmittag". Die Niederlage gegen aufgedrehte Mainzer hätte dabei noch deutlich höher ausfallen können. Das Bundesliga-Gründungsmitglied HSV steht nach zwei Spielen mit 0 Punkten und 0:7 Toren da - so schlecht wie noch nie in seiner Geschichte. Mainz 05 dagegen darf sich mit vier Punkten und nun 5:0 Toren über einen gelungenen Saisonstart freuen.
Schlechte Nachricht für Woltemade: Juventus-Trainer setzt "voll auf Kolo Muani"
Nick Woltemade muss sich beim italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin wohl vorerst mit der Jokerrolle begnügen. Trainer Luciano Spalletti fand nach dem Debüt des Neuzugangs im Topspiel gegen die AC Mailand (1:1) zwar Lob für den Nationalspieler, setzt im Sturmzentrum aber weiter auf den Franzosen Randal Kolo Muani.
"Woltemade? Nick hat die entsprechende Statur; er ist stark im Kopfballspiel", sagte Spalletti über den früheren Stuttgarter, ehe er sich seinem Neuner Kolo Muani zuwandte, der auch im dritten Saisonspiel ohne Tor geblieben war. "Ich bin auf diesen Zug aufgesprungen – ich setze voll auf Kolo Muani und bleibe bis zum Saisonende dabei. Und am Ende der Saison werden wir dann sehen, wo dieser Zug angekommen ist."
Woltemade war in der 75. Minute kurz nach dem Gegentor durch Alphadjo Cissé (68.) eingewechselt worden. Er holte den Freistoß heraus, der zum Ausgleich durch Federico Gatti (90.+2) führte. Nach dem Schlusspfiff löste ein Gerangel zwischen dem Deutschen und Milans Strahinja Pavlovic eine Rudelbildung aus, die aber schnell wieder aufgelöst wurde.
"Maximal beschissen": Klub-Negativrekord schmerzt HSV-Trainer extrem
Merlin Polzin redete nicht drumherum. Das sei ein "maximal beschissener Nachmittag" gewesen, sagte der Trainer vom Hamburger SV nach dem bitteren 0:5 (0:2) gegen den FSV Mainz 05: "Ein Moment, der extrem weh tut". Und zudem rutschte der HSV nach der zweiten Pleite im zweiten Bundesliga-Spiel auf den letzten Tabellenplatz ab.
Doch für den HSV ist der desolate Auftritt vor den eigenen Fans im Volksparkstadion nicht nur einfach ein Stimmungsdämpfer, mit null Punkten und 0:7 Toren legten Polzin und Co. einen Klub-Negativrekord hin - noch nie ist der HSV so schlecht in eine Bundesliga-Saison gestartet.
VfL Bochum bestraft Dresdner Mega-Böcke gnadenlos
Der VfL Bochum gewinnt das Topspiel der 2. Bundesliga bei Dynamo Dresden - auch, weil sich die Hausherren defensiv haarsträubende Fehler leisten. Der Sieg des VfL hängt dennoch am seidenen Faden.

Bochum bestraft Dresdner Mega-Böcke gnadenlos
Panik-Aktion: Ex-Weltmeister wird blitz-gefeuert
Ex-Weltmeister Fabio Grosso ist nach nur drei Spieltagen als Trainer des italienischen Erstligisten AC Florenz entlassen worden. Florenz liegt ohne Punkt und mit 1:9 Toren am Tabellenende der Serie A, am Samstag hatte die Fiorentina ihr Heimspiel gegen den FC Turin 1:2 verloren. Grosso hatte erst im Juni einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben, nun muss er als erster Trainer der noch jungen Saison gehen. Zuvor stand der 48-Jährige bei US Sassuolo unter Vertrag, der mit vier Punkten deutlich besser gestartet ist.
In Deutschland ist der ehemalige Außenverteidiger altbekannt: Mit der italienischen Nationalmannschaft hatte er auf dem Weg zum WM-Titel 2006 dem deutschen Sommermärchen ein jähes Ende bereitet. Grosso sorgte dabei nicht nur für das vorentscheidende 1:0 im Halbfinale gegen die DFB-Elf, sondern verwandelte im Endspiel auch den finalen Elfmeter gegen Frankreich.



