BVB belohnt Fans für Handyverzicht im Stadion
Borussia Dortmund will seine Fans beim Fußballgucken im Stadion vom Smartphone weglocken. Die Lösung dafür soll ein sogenannter "FanModus" sein, den die Anhänger des Bundesligisten am Spieltag in der BVB-App aktivieren können. Ist dieser eingeschaltet, wird die Zeit gemessen, in der das Display gesperrt ist. In jeder Minute ohne Handynutzung sammeln die Fans Punkte.
Während der Halbzeitpause können Fans das Handy benutzen, müssen es aber anschließend wieder in den "FanModus" versetzen. Mit dem Schlusspfiff endet auch das Punktesammeln. Je seltener Fans ihr Smartphone während des Heimspiels also nutzen, desto höher fällt ihre Punktzahl aus. Die Teilnehmenden mit den meisten Punkten können Preise gewinnen. Dazu gehören signierte BVB-Trikots und Gutscheine für den Fanshop. Laut BVB nutzen fast zwei Drittel aller Fußballfans auf der Tribüne regelmäßig ihr Handy.
Bekommt El-Mala-Bruder Malek seine Chance?
René Wagner hat einen ersten gemeinsamen Auftritt von Said El Mala und seinem Bruder Malek in der Fußball-Bundesliga nicht ausgeschlossen. "Malek ist eine der Optionen aus der U21, auf die wir zurückgreifen könnten", sagte der Trainer des 1. FC Köln vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker): "Aber wir diskutieren über alle, auch andere Spieler haben sich angeboten."
Durch den langfristigen Ausfall von Thijs Dallinga (Kreuzbandriss) und den nach einer Oberschenkelverletzung erst wieder "teilintegrierten" Ragnar Ache muss Wagner offensiv Alternativen finden. Neben Shootingstar Said El Mala hatte sich zuletzt auch der eineinhalb Jahre jüngere Malek empfohlen, der in den vergangenen beiden Spielen der U21 drei Tore erzielt hatte. Gegen Schalke, eine Mannschaft, die "brutal gut in den Basics" sei und "leidenschaftlich gemeinsam verteidigt", wolle der Tabellenzwölfte den "Tacken mehr Leidenschaft zeigen", sagte Wagner.
Warum Wagner plötzlich Real Madrid scoutet
Real Madrid in der Champions League zu studieren, gehört inzwischen auch zum Job von Trainer Vincent Wagner von der SV Elversberg. "Das hat schon was von Humor, aber ist ja so. Wir sind ja die Nächsten, die gegen Leipzig spielen dürfen", sagte Wagner vor dem Bundesliga-Gastspiel bei RB Leipzig an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker). Die Sachsen unterlagen am Mittwochabend mit 1:4 bei den Königlichen.
FC Bayern, Real Madrid, SV Elversberg: Diesen kuriosen Dreierpack hat RB in dieser Woche zu bewältigen. "Wir können ja nichts für die Spielplanung. Dafür haben wir mittelmäßig viel getan", sagte Wagner. "Unterschätzt werden wir nicht. Wir werden aber wahrscheinlich auch nicht so ernst genommen wie Real Madrid, das ist aber auch völlig in Ordnung." Wagner breitete die Arme groß aus, um den Unterschied zwischen "der großen SVE" und "der riesigen königlichen Madridista Maschinerie" bildlich darzustellen. "Auf die leichte Schulter nimmt uns niemand", sagte Wagner, der den Champions-League-Abend am Mittwoch nach eigener Aussage gemütlich im Familienumfeld verbracht hat.
Bayern-Star Luis Diaz fällt länger aus
Es kommt knüppeldick für den FC Bayern. Nicht nur gelang kein Sieg im Champions-League-Spiel gegen Arsenal am Mittwoch (2:2), der deutsche Meister hat auch noch Luis Diaz verloren. Der Kolumbianer, der aufgrund muskulärer Probleme nur von der Bank kam und dann wieder ausgewechselt werden musste, hat sich doch etwas schwerer verletzt.
Der FC Bayern gab bekannt, dass Tests einen "kleinen Muskelbündelriss" an der linken Oberschenkelrückseite ergaben. Wie lange der 29 Jahre alte Offensivspieler damit ausfällt, gab der Klub nicht bekannt. Ein Ausfall im deutschen Klassiker gegen Borussia Dortmund am 31. Oktober scheint damit aber nahezu sicher. Nach Informationen des TV-Senders Sky könnte er vier bis sechs Wochen fehlen. Gegen Arsenal hatte ihn überraschend Alphonse Davies in der Startelf ersetzt.
Wird Bayern-Star Michael Jordans erster Fußballer?
Superstar Michael Olise vom FC Bayern soll einen lukrativen Schuhausrüstervertrag mit US-Gigant Nike abgeschlossen haben. Damit ist das Ende der Werbe-Fahnenstange für den 24 Jahre alten Franzosen aber offenbar noch nicht erreicht. Das auf Fußballtrikots und -schuhe spezialisierte Portal "Footy Headlines" berichtet über Gerüchte, wonach Olise als erster Fußballer überhaupt ein Gesicht der Marke Jordan werden und damit zukünftig das legendäre Jumpman-Logo in der Öffentlichkeit repräsentieren soll.
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Bei Jordan handelt es sich um eine Tochtergesellschaft von Nike, die nach NBA-Legende Michael Jordan benannt und mit ihm aufgebaut wurde. Das Label produziert hochwertige Streetwear sowie die Nike Air Jordan-Schuhlinie. Über Olises Ausrüsterdeal mit Nike hatte "Footy Headlines" vor rund einer Woche berichtet. Eine offizielle Bestätigung des Deals gibt es bislang nicht. Olise hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit seiner ungewöhnlichen Schuhwahl überrascht. Während zahlreiche Profis mit großen Ausrüstern zusammenarbeiten, lief der 24-Jährige regelmäßig mit älteren Modellen auf. Zu seinen bevorzugten Schuhen gehört der Nike Hypervenom Phantom III, dessen Produktion bereits 2018 eingestellt wurde.
Streckenplan der Tour de France 2027 freut Zeitfahr-Spezialisten
Kein Alpe d'Huez, dafür der legendäre Tourmalet, zwei Einzelzeitfahren und doch wieder der Montmartre: Die 114. Tour de France führt im kommenden Jahr vom 2. bis 25. Juli über 3479 Kilometer von Edinburgh nach Paris und verspricht mit neuen sowie mythischen Bergen erneut ein großes Spektakel. "Die hohen Berge sind wieder die Essenz der Tour, aber wir haben auch die meisten Zeitfahr-Kilometer seit 2012", sagte Tour-Chef Christian Prudhomme, der im Kongresspalast von Paris die Strecke vorstellte. Auch für die Sprinter sei es eine gute Tour: "Sie haben die Chance, am ersten Tag das Gelbe Trikot zu holen." Die ersten zehn Tage seien "so gestaltet, dass es zum ständigen Wechsel der Trikots kommt, das Terrain lässt alles offen".
Topfavorit dürfte dennoch wieder der slowenische Titelverteidiger Tadej Pogacar sein, der mit seinem sechsten Tour-Sieg zum Rekordchampion aufsteigen kann. Ob Florian Lipowitz nach seinem Sturz-Aus im vergangenen Sommer seine Tour-Rückkehr feiert, ist unklar. Nach drei langen Etappen beim nördlichsten Grand Depart der Geschichte in Großbritannien führt die Tour aus der Normandie über die Bretagne mit jeweils giftigen Anstiegen quer durch Frankreich ins Jura mit der ersten von im kommenden Jahr vier Bergankünften auf dem Grand Colombier.
Danach geht es in die Alpen, mit der erstmaligen Bergankunft in Les Saisies, und von dort durch Süd-Frankreich in die Pyrenäen, mit der Königsetappe über den Tourmalet, ehe die Tour traditionell in Paris endet. Einzelzeitfahren stehen in der ersten Woche nach Chambord und in der Schlusswoche in Toulouse an.
Geisterspiel für Klopps DFB-Elf bestätigt
Geisterspiel in Belgrad: Auf die deutsche Nationalmannschaft warten in der Nations-League-Partie in Serbien ungewöhnliche Umstände. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte, sind für das Spiel am 13. November im Stadion Rajko Mitic überhaupt keine Zuschauer zugelassen. Zuletzt hatte der serbische Verband noch darauf gehofft, dass zumindest Kinder mit Angehörigen und rund 2000 deutsche Fans Zugang zum über 50.000 Zuschauer fassenden Stadion erhalten könnten. Das ist nun nicht der Fall, das Urteil der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist rechtskräftig.
Die UEFA hatte Serbien für rassistisches und diskriminierendes Verhalten seiner Anhänger in den vergangenen Spielen in der Nationenliga gegen Griechenland (1:2) und die Niederlande (1:2) bestraft. Neben dem Zuschauerausschluss verhängte sie eine Strafe von 50.000 Euro. Serbische Fans durften schon beim Hinspiel in München (2:0 für Deutschland) nicht dabei sein.
Die Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klopp steht in der Nations League nach nur fünf Punkten aus den ersten vier Spielen unter Druck. Die Niederlande und Griechenland (beide acht Punkte) führen die Tabelle der Gruppe A2 an. Nur die ersten beiden Mannschaften erreichen das Viertelfinale. Die DFB-Auswahl trifft drei Tage nach dem Spiel in Belgrad zum Abschluss der Gruppenspiele in Berlin auf den Erzrivalen Niederlande.
Box-Ikone Floyd Mayweather um halbe Milliarde Dollar betrogen?
Gerüchte, wonach Boxlegende Floyd Mayweather Jr. in finanzielle Schwierigkeiten steckt, machen schon länger die Runde. Mayweather hat nun eingeräumt, einen beträchtlichen Teil seines Vermögens verloren zu haben. Im "PBD Podcast" berichtete Mayweather, zwei Personen, die er als Freunde erachtet habe, hätten ihm 550 Millionen Dollar gestohlen. Ein Mann, "der für mich eine Art Vaterfigur war, aber er hat mir 350 Millionen Dollar gestohlen", sagte der 49-Jährige, ohne Namen zu nennen. Er streite mit der betreffenden Person vor Gericht.
In einem zweiten Fall mit einem "ganz anderen Mann" gehe es um 200 Millionen Dollar, so Mayweather weiter. "Da ist ein Mann, der neben mir saß und so tat, als wäre er mein Freund. Er half mir angeblich dabei, meine geschäftlichen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen - und stahl mir 200 Millionen Dollar", sagte er. Trotz des großen finanziellen Verlusts führ er "weiterhin ein großartiges Leben".
Mayweather, Weltmeister in fünf Gewichtsklassen, und 2017 mit einer makellosen Bilanz von 50 Siegen abgetreten, soll in seiner Karriere rund eine Milliarde Dollar eingenommen haben.
Bierhoff kritisiert "langweilige" nationale Fußball-Ligen
Der frühere DFB-Direktor Oliver Bierhoff kann dem sportlichen Wettbewerb in der Bundesliga oft nicht mehr so viel abgewinnen. "Die Champions League ist ein hervorragender Wettbewerb, aber viele nationale Ligen sind, salopp gesagt, langweilig geworden", sagte Bierhoff in einem Interview mit "Sports Illustrated". Topklubs wie der FC Bayern München oder Paris Saint-Germain hätten sich zu weit von der Konkurrenz abgesetzt. In der Bundesliga hat zwischen 2013 und 2026 nur Bayer Leverkusen (2024) die Meisterserie der Münchner durchbrochen. In Frankreich fällt die Dominanz von Königsklassen-Sieger Paris ähnlich deutlich aus.
Verschiedene Instrumente aus dem US-Sport, wo Bierhoff seit 2023 die New England Patriots aus der Football-Liga NFL berät, würden dem europäischen Fußball seiner Meinung nach guttun. Als Beispiele nennt der 58 Jahre alte Ex-Nationalspieler das Draft-Prinzip oder einen Salary Cap zur Begrenzung von Gehältern. "Wir erzählen im deutschen Fußball gern, wir seien besonders solidarisch. Trotzdem geht die Schere immer weiter auseinander", sagte Bierhoff.
Der Funktionär war zwischen 2004 und 2022 für den DFB tätig und prägte die erfolgreiche Ära von Weltmeister-Trainer Joachim Löw. Die Herangehensweise im US-Sport findet Bierhoff spannend. "Die Amerikaner machen nicht zwangsläufig alles besser, aber sie machen einfach mal. Sie haben den Mut, Probleme anzusprechen und Entscheidungen zu treffen", sagte Bierhoff.
Experte schlägt Alarm: Kader des FC Bayern nicht gut genug?
Der frühere Münchner Didi Hamann sieht angesichts seiner Eindrücke vom 2:2 im Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal gewisse Probleme auf den FC Bayern zukommen. "Wir haben jetzt Mitte Oktober, es sind noch zwei Monate bis Jahresende und du hast noch acht, neun, zehn Spiele, die unheimlich wichtig sind, auch in der Champions League", sagte der 53-Jährige beim österreichischen "Sky"-Ableger.
Laut Hamann sind der FC Bayern und sein Kader für dieses Mammutprogramm möglicherweise nicht gut genug gerüstet. Superstar Michael Olise komme nach seiner Sperre gegen Arsenal zwar zurück, "aber Lennart Karl kam rein und hat sich wieder schwergetan. Er ist momentan nicht wirklich auf der Höhe", betonte der Ex-Profi. Neuzugang Ismael Saibari, der gegen die Gunners in der Startelf stand, habe sich zwar "bemüht, war aber auch glücklos", konstatierte Hamann. Neuzugang Ismael Saibari, der gegen die Gunners in der Startelf stand, habe sich zwar "bemüht, war aber auch glücklos", konstatierte Hamann.
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In Frage stellte der TV-Experte in diesem Zusammenhang die Kaderplanung des deutschen Rekordmeisters. Im Sommer habe der FC Bayern zwar Saibari und Nathaniel Brown geholt, aber Leon Goretzka, Raphael Guerreiro und Leihspieler Nicolas Jackson "verloren", erinnerte Hamann. "Die haben miteinander über 100 Spiele gemacht. Die drei könnten dem FC Bayern schon über kurz oder lang abgehen."
Bayern-Trainer Kompany bügelt Klopp-Frage eiskalt ab
Jürgen Klopp wundert sich in der Halbzeit gegen Arsenal über Bayerns Spiel gegen den Ball und Harry Kanes ungewöhnliche Rolle. Auf die Bitte, den Plan zu erklären, reagiert Vincent Kompany äußerst knapp – und schwärmt anschließend von seinem Torjäger.

"Nächste Frage": Kompany verweigert Klopp die Erklärung
Gepeinigter Skisport hofft auf Rettung durch Macron
Die Nordische Kombination hat die Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme 2030 noch nicht ganz aufgegeben. "In Frankreich formiert sich gerade eine Initiative um Olympiasieger Jason Lamy Chappuis und den ehemaligen Biathleten Martin Fourcade. Sie haben im November einen Termin bei Präsident Emmanuel Macron. Das wäre eine Chance", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel am Dienstag in Herzogenaurach.
Frankreich ist 2030 Gastgeber der Winterspiele. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die Kombination im Juli eigentlich nach mehr als 100 Jahren aus dem Programm genommen. "Der Gastgeber kann drei Disziplinen wählen, eine wäre noch frei. Aber da ist viel Prinzip Hoffnung dabei", sagte Hüttel.
Frankreich hatte 1992 in Fabrice Guy und 2010 in Lamy Chappuis einen Einzel-Olympiasieger gestellt, die Sportart ist dort noch immer populär. Auch die frühere Gesamtweltcup-Siegerin Nathalie Armbruster hat noch Rest-Hoffnung: "Die französische Seite will nichts unversucht lassen. Ich finde das megacool."
Harry Kane schwärmt von eigener Genie-Aktion
War es die letzte Botschaft, bevor er den Ballon d'Or gewinnt? Harry Kane lächelte nach seinem herausragenden Champions-League-Auftritt gegen den FC Arsenal über diese Frage. "Natürlich könnte der Montag ein besonderer Abend werden. Wir müssen abwarten", sagte der Bayern-Stürmer nach dem 2:2. Englands Nationalmannschaftskapitän bereitete das 1:1 durch Alphonso Davies mit einem Traumpass vor, den Treffer zum 2:1 erzielte er vom Punkt selbst. Den Handelfmeter hatte er auch noch selbst herausgeholt. Die Auszeichnung als Spieler des Spiels war folgerichtig.
Gemessen an den Wettquoten ist Kane der Favorit auf die Auszeichnung für den weltbesten Fußballer. Nicht Spaniens Weltmeister Lamine Yamal (FC Barcelona) oder WM-Torschützenkönig Kylian Mbappé (Real Madrid). "Ich versuche, nicht zu viel darüber nachzudenken. Denn wir haben wichtige Spiele vor uns", sagte Kane mit Blick auf das Bundesliga-Topspiel beim SC Freiburg. "Ich weiß, dass es ein riesiges Ereignis ist. Also freue ich mich auf jeden Fall darauf. Und hoffentlich wird es ein besonderer Anlass." Verliehen wird der Preis am Montag in London.
Beim Unentschieden gegen den englischen Meister ragte Kane vor allem mit seiner Vorarbeit vor dem Davies-Tor heraus. "Der Pass selbst war definitiv einer meiner besten", sagte der 33-Jährige. Er traf im zehnten Spiel nacheinander in Europas Fußball-Königsklasse. Nur Cristiano Ronaldo, der für Real Madrid die Rekordserie von elf Spielen nacheinander mit Torerfolg hinlegte, ist besser.
Ex-BVB-Torwart nach schlimmem Zusammenprall im Krankenhaus
Der ehemalige Bundesligatorwart Roman Bürki ist nach einem Zusammenprall im Finale des US Open Cups zwischen Columbus Crew und St. Louis City ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Schweizer in Diensten von St. Louis kollidierte in der 70. Minute mit Crew-Stürmer Anass Zaroury und bekam dabei dessen Knie an den Kopf.
Bürki wurde anschließend auf einer Trage vom Spielfeld gebracht, winkte dabei aber den Zuschauern zu. Sein Klub bestätigte zudem, dass der 35-Jährige bei Bewusstsein war und Gefühl in allen Extremitäten hatte. Das Spiel endete mit einem Sieg von St. Louis im Elfmeterschießen, wo Bürkis Stellvertreter Ben Lundt den ersten Versuch von Columbus parierte. Der US Open Cup ist das US-amerikanische Pendant zum DFB-Pokal. Für St. Louis ist es der erste große Titel in der noch jungen Vereinsgeschichte. Der Klub war erst 2019 gegründet worden und nimmt seit 2023 am Spielbetrieb der Profiliga MLS teil.
Starstürmer lässt DFB zappeln: Klopp will "niemandem hinterherlaufen"
Deutschland? Oder doch lieber Italien? Bundestrainer Jürgen Klopp sieht der Entscheidung von Angreifer Nicolò Tresoldi vom FC Brügge gelassen entgegen. "Der Junge muss das entscheiden in dem Moment, wo er es entscheiden kann. Und dann ist das absolut fein", sagte Klopp am Mittwochabend bei DAZN. Ganz grundsätzlich müsse man bei der Nationalmannschaft "aber niemandem hinterherlaufen". Das sei jedoch "nicht auf Tresoldi gemünzt".
Wie Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini habe auch er bereits mit Tresoldi gesprochen, sagte Klopp. Er werde jede Entscheidung akzeptieren. "Aber jemanden überreden", um deutscher Nationalspieler zu werden, "also das kann ja auch nicht so richtig sein. Aber in der Situation sind wir auch nicht."
Tresoldi hatte zuletzt mit starken Leistungen für die deutsche U21-Nationalmannschaft und Brügge auf sich aufmerksam gemacht. Der auf Sardinien geborene Angreifer hatte erklärt, erst nach der U21-EM im Sommer 2027 eine Entscheidung darüber treffen zu wollen, für welches Land er in Zukunft spielen wird. "Nico ist ein toller Junge, der eine super Entwicklung genommen hat und noch ganz viel Entwicklungspotenzial hat", sagte Klopp.
Stützles Senators lassen es tüchtig krachen
Der deutsche Eishockeystar Tim Stützle hat mit den Ottawa Senators in der NHL einen hohen Sieg gefeiert. Auch dank des Ausgleichstreffers des Nationalspielers im ersten Drittel fuhren die Kanadier ein deutliches 5:1 gegen die Florida Panthers ein und hielten den Verfolger in der Eastern Conference hinter sich.
"Ich glaube, das waren wahrscheinlich die komplettesten 60 Minuten, die wir das ganze Jahr über gespielt haben", sagte Stützle nach dem siebten Saisonsieg der Senators: "Ich bin wirklich stolz auf die Jungs. Sie haben durchgehalten, nicht zu viele Strafen kassiert und einfach das ganze Spiel über weitergespielt."
Die Gäste aus Florida gingen zwar zunächst ausgerechnet durch Brady Tkachuk in Führung, der US-Amerikaner war im Sommer von den Senators gekommen. Stützles Ausgleich in Überzahl hatten sie aber nichts mehr entgegenzusetzen. Im Schlussdrittel legte Stützle zum 5:1 auf und verbuchte seinen zweiten Scorer des Abends. In der Tabelle im Osten liegt Ottawa als Fünfter einen Platz vor den Panthers, nach zehn Spielen hegen beide Mannschaften Playoff-Hoffnungen.
Jürgen Klopp würgt "pietätlose" Frage ab
Nach den jüngsten Debatten um Joshua Kimmich hat Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp betont, dass der Bayern-Profi ein fester Bestandteil der Nationalmannschaft sei. "Jo Kimmich ist ein überragender Mittelfeldspieler, der in diesem Team immer einen Platz haben wird, also in unserem Team immer einen Platz haben wird", sagte der Auswahlcoach in der Halbzeitpause des Münchner Champions-League-Spiels gegen den FC Arsenal bei DAZN.
Ex-Profi Oliver Kahn hatten zuletzt gemeint, dass Kimmich im DFB-Team nicht mehr unbedingt einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld habe. Klopps Plädoyer für Kimmich war eine Reaktion auf die Frage von TV-Experte Michael Ballack, wie er das Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof gegen Arsenal bewerte. "Das sind Top-Partner, die können überragend zusammenspielen", sagte Klopp und ergänzte prompt in Hinblick auf eine mögliche Aufstellung in seiner Nationalmannschaft: "Aber das heißt nicht, dass es nicht auch mit Jo Kimmich funktioniert und mit Felix Nmecha oder mit Mika Bauer oder mit Yannik Engelhardt. Die haben das auch richtig gut gemacht."
Kimmich fehlte gegen die Gunners wegen eines Trauerfalls in der Familie. An so einem Tag nach Pavlovic und Bischof gefragt zu werden, störte den Bundestrainer. Er finde es "absolut pietätlos, wenn wir da jetzt drüber reden, weil wir können das ja nicht machen, und dann anschließend wird ein Kimmich-Thema draus gemacht", sagte er. "Und Jo hat heute ganz andere Themen."
Superstar ein- und ausgewechselt: FC Bayern bangt um Diaz
Trainer Vincent Kompany rechnet beim FC Bayern München nur mit einem kurzfristigen Ausfall von Flügelstürmer Luis Díaz und Verteidiger Minjae Kim. Die beiden Fußball-Profis mussten beim 2:2 gegen den FC Arsenal in der Champions League angeschlagen ausgewechselt werden. "Ich hoffe, dass beides ähnlich von der Zeit ist. Das heißt, nicht so lange, vielleicht weniger als eine Woche", sagte Kompany in der Pressekonferenz nach dem Spiel in der Allianz Arena.
Es müssten aber noch genauere medizinische Untersuchungen folgen. "Ganz große Verletzungen sind aber, glaube ich, schon ausgeschlossen", sagte der Belgier. Díaz und Kim dürften dem Tabellenführer aber vermutlich zumindest am kommenden Sonntag im Bundesliga-Topspiel beim SC Freiburg fehlen.
Der Kolumbianer Díaz war wegen muskulärer Probleme vom Münchner Coach erst in der 68. Minute eingewechselt worden. Der 29-Jährige musste aber kurz vor dem Anpfiff wegen Problemen wieder vom Platz. Der Südkoreaner Kim war schon beim 6:1 gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende angeschlagen ausgewechselt worden. Der 29-Jährige begann trotzdem gegen Arsenal, aber nur bis zur Pause. Dann wurde er durch Jonathan Tah in der Abwehr ersetzt.
