WM-Spaß hat Nachspiel

Pferdeschwanz macht Ärger: Haaland verklagt Fluggesellschaft

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Den Zopf hat sich Haaland kürzlich abgeschnitten. (Foto: picture alliance / GES/Marvin Ibo Güngör)
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01.10.2026 | 13:44 Uhr
Norwegen löst bei der Fußball-Weltmeisterschaft einen regelrechten Hype aus. Alle wollen mit den sympathischen Skandinaviern "rudern". Auch eine Fluggesellschaft aus dem Land springt auf - und bekommt nun Ärger mit Erling Haaland.

Vom "haarigen" WM-Spaß zum Rechtsstreit: Fußballstar Erling Haaland hat die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle wegen der mutmaßlich unerlaubten Nutzung seiner Persönlichkeitsrechte verklagt. Das Unternehmen bestätigte den Erhalt der Klageschrift.

"In dem Fall geht es um die unerlaubte Nutzung von Haalands charakteristischen Merkmalen durch Norwegian bei der Werbung für Flugtickets während der Fußball-Weltmeisterschaft", teilte Haalands Anwalt Thomas Hagen der Nachrichtenagentur AFP per E-Mail mit.

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Epischer Norweger-Empfang - Haaland hat kurioses Souvenir

Die von Haaland angeführte norwegische Nationalmannschaft hatte bei der WM im Sommer überraschend das Viertelfinale erreicht, wo die "Wikinger" England mit 1:2 nach Verlängerung unterlagen. Für Norwegen war es die erste WM-Teilnahme seit 1998. Der 26-jährige Haaland erzielte sieben Tore in fünf Spielen.

"Noch nie so norwegisch ausgesehen"

Der genaue Streitgegenstand ist nicht bekannt. Nach Informationen der norwegischen Zeitung "Verdens Gang" (VG), die den Rechtsstreit publik machte, hatte Norwegian in den sozialen Netzwerken eine Fotomontage veröffentlicht, auf der ein Flugzeug der Airline mit einem Pferdeschwanz zu sehen war - eine Anspielung auf Haalands charakteristische Frisur. Dazu schrieb die Fluggesellschaft: "Wir haben noch nie so norwegisch ausgesehen." Der Stürmer von Manchester City ließ sich kürzlich die Haare schneiden.

Norwegian bestätigte den Rechtsstreit. "Wir haben eine Klageschrift erhalten, die wir nur schwer nachvollziehen können", sagte Unternehmenssprecherin Catharina Solli der AFP. Die Fluggesellschaft habe wie große Teile Norwegens die Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaft unterstützt. Dies sei unter anderem durch einige spontane Beiträge geschehen, die von aktuellen Trends in den sozialen Netzwerken inspiriert gewesen seien.

"Es ist bedauerlich, dass diese Unterstützung mit einer Klage beantwortet wurde", sagte Solli. Zugleich hoffe man auf einen vernünftigen Dialog, um auch künftig die gemeinsamen norwegischen Sporthelden unterstützen zu können. Nach VG-Angaben soll der Fall am 9. Oktober vor einem Gericht in Oslo verhandelt werden.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid