Dem FC Bayern droht im kommenden Sommer der Verlust eines großen Torwarttalents. Nach Sky-Informationen stocken die Gespräche mit Leonard Prescott über eine vorzeitige Vertragsverlängerung erheblich. Das Arbeitspapier des 17-Jährigen läuft nur noch bis zum 30. Juni 2027. Prescott gilt als talentiertester Torwart-Teenager Deutschlands und wird beim Rekordmeister hoch eingeschätzt. Die entscheidende Hürde ist jedoch die sportliche Perspektive. Auf Spielerseite fehlt aktuell eine klare Vision, wie der Weg bis zur möglichen Nummer eins in München aussehen soll. Der FC Bayern plant für die Zeit nach Manuel Neuer mit Jonas Urbig, der schrittweise als dessen Nachfolger aufgebaut werden soll. Diese Ausrichtung ist auch Prescott und seinem Umfeld bewusst. Die festgefahrenen Verhandlungen erhöhen deshalb die Gefahr, dass der Torhüter seinen Vertrag nicht verlängert und den Verein bereits im Sommer 2027 verlässt.
An Interesse mangelt es Prescott nicht. Nach Sky-Informationen haben sich neben mehreren Bundesligisten auch europäische Schwergewichte in Stellung gebracht. Einige Vereine sollen dem Nachwuchskeeper bereits klare Pläne für seine weitere Entwicklung vorgelegt haben. Sky hatte im Frühjahr exklusiv berichtet, dass sich unter anderem der FC Chelsea und Juventus Turin mit Prescott beschäftigen. Beide Klubs bleiben als mögliche Abnehmer im Blick. Prescott war 2023 von Union Berlin an den Bayern-Campus gewechselt, trainierte bereits früh bei den Profis mit und gehörte im vergangenen Frühjahr zum erweiterten Aufgebot der ersten Mannschaft. Noch besitzt Bayern Zeit, um den 1,96 Meter großen Schlussmann mit einer überzeugenden Perspektive zum Bleiben zu bewegen. Ohne einen Durchbruch könnte er jedoch in sein letztes Vertragsjahr gehen und für andere Klubs zunehmend erreichbar werden.

