Kanada verweigert Visum

Vergewaltigungsklagen: Ghana-Profi darf nicht zum WM-Auftakt

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Thomas Partey darf nicht nach Kanada. (Foto: IMAGO/Sportimage)
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12.06.2026 | 20:13 Uhr
Der 57-fache ghanaische Nationalspieler Thomas Partey wird den WM-Auftakt seines Teams verpassen. Kanada verweigert ihm die Einreise. Grund sind Prozesse wegen Missbrauchsvorwürfen.

Das Nationalteam Ghanas muss zum WM-Auftakt auf Thomas Partey verzichten. Der Mittelfeldspieler vom spanischen Klub Villarreal darf nicht nach Kanada einreisen, wo Ghana am kommenden Mittwoch in Toronto gegen Panama das erste Spiel bestreiten wird. Grund sind Anklagen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung.

Die FIFA bestätigte, dass sein "Visumantrag von der kanadischen Regierung abgelehnt wurde", berichtet "The Athletic". Auf der Website der kanadischen Regierung heißt es: "Wenn Sie eine Straftat begangen haben oder verurteilt wurden, kann Ihnen die Einreise nach Kanada verweigert werden." Partey war im Juli 2025 von der Londoner Metropolitan Police wegen fünffacher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt worden. Der frühere Profi des in London ansässigen Klubs FC Arsenal plädierte auf nicht schuldig. Im Februar dieses Jahres wurde er erneut wegen zweier Vergewaltigungsdelikte angeklagt, auch hier plädierte er auf nicht schuldig. Der 32-Jährige wurde angeklagt, wartet aber noch auf seinen Prozess und ist nicht verurteilt.

USA-Einreise hat geklappt

Der Prozess ist für Oktober angesetzt, ein Urteil dürfte erst 2027 fallen. Gemäß seiner Kautionsauflagen ist Partey verpflichtet, die Behörden über Auslandsreisen zu informieren. Die ersten sechs Anklagepunkte beziehen sich auf mutmaßliche Vorfälle aus den Jahren 2021 und 2022, hier sind drei Frauen involviert. Bei der zweiten Klage ist eine vierte Frau beteiligt, die separat Anzeige erstattet hatte. Es geht um mutmaßliche Straftaten aus dem Jahr 2020, die erst im August 2025 bei der Polizei gemeldet wurden.

Partey spielte von 2020 bis 2025 für den FC Arsenal in London. Im vergangenen Jahr wechselte er zu Villarreal, sein Vertrag dort läuft am 30. Juni aus. Die FIFA teilte "The Athletic" in einer Stellungnahme mit: "Die FIFA ist nicht in die Einreiseverfahren der Gastgeberländer, einschließlich der Visavergabe, involviert. Wie bei früheren FIFA-Veranstaltungen entscheidet letztendlich die Regierung des Gastgeberlandes, wer ein Visum erhält und ins Land einreisen darf."

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An den weiteren beiden Gruppenspielen wird Partey wohl teilnehmen können. Beide Partien finden in den USA statt. Am 23. Juni trifft Ghana in Boston auf Panama, das letzte Gruppenspiel der Gruppe L steht am 27. Juni in Philadelphia gegen Kroatien an. Partey befindet sich mit dem Team bereits in den USA, es traf am 4. Juni in Washington D.C. ein. Partey absolvierte bislang 57 Länderspiele für die "Black Stars". Auch beim Testspiel gegen Deutschland in Stuttgart kam er im März zum Einsatz.

Das WM-Turnier wird seit Wochen von Einreisefragen mitbestimmt. Spieler, Fans und Trainer wurden vor allem in den USA abgewiesen oder mussten Verzögerungen hinnehmen. Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia durfte nicht in die USA einreisen und wird das Turnier verpassen.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara