Klarer Sieger, klarer VerliererADAC testet Kinder- und Jugendfahrräder - ein Modell fällt durch

Der ADAC hat 14 Kinder- und Jugendfahrräder mit 24-Zoll-Rädern einem gründlichen Test unterzogen. Immerhin elf sind "gut", eins ist jedoch durchgefallen. Zwischen gut und schlecht entscheidet vor allem ein Aspekt.
Der ADAC hat 14 aktuelle 24-Zoll-Fahrräder für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren getestet - mit erfreulichem Ergebnis: Elf Modelle erhielten die Note "gut". Testsieger ist das Woom Explore 5, das sich bei Fahrverhalten und Handhabung klar an die Spitze setzte. Zwei weitere Kandidaten verpassten die Note "gut" nur knapp und wurden mit "befriedigend" bewertet. Deutlich abfällt hingegen ein Modell von Bikestar: Es erhielt die Note "mangelhaft", da es erhöhte Schadstoffwerte aufwies.
Das Bikestar-Rad zählt mit 455 Euro zu den günstigeren Angeboten im Testfeld. Es zeigte in den Disziplinen "Fahren" und "Handhabung" solide Leistungen und ließ teurere Konkurrenten teils hinter sich. Abzüge gab es bei Sicherheit und Verarbeitung. Problematisch waren jedoch die als krebserregend eingestuften Schadstoffe in den Griffen. Kunden haben hier die Möglichkeit, diese gegen unbelastete Lenkergriffe zu tauschen. Mit Schadstoffen belastete Griffe sind leider keine Seltenheit.
Nur Testsieger ist frei von Schadstoffen
Einzig dem Testsieger konnte vollständige Schadstofffreiheit attestiert werden. Das Woom Explore 5, der rund 800 Euro zweitteuerste Testkandidat, überzeugte zudem in allen weiteren Kategorien und ist das einzige Rad im Test mit Scheibenbremsen, die auch bei Nässe konstant verzögern. Eine günstigere Alternative ist das Cube Numove 240 Street, das mit der Note 2,2 auf Rang zwei landete und rund 600 Euro kostet.
Das günstige Decathlon-Modell der Marke Btwin zeigte in dieser Disziplin hingegen Schwächen, weshalb es mit der Gesamtnote 2,9 auf dem vorletzten Platz landete. Allerdings ist es mit 268 Euro auch das mit Abstand preiswerteste Rad im Vergleich. Beim Puky LS-Pro (Note 2,7, Platz 12, 655 Euro) kritisierten die Tester die geringe Pedalfreiheit: Bereits bei moderater Schräglage besteht die Gefahr von Bodenkontakt und damit Sturzgefahr.
Worauf beim Kauf achten?
Der ADAC empfiehlt grundsätzlich, beim Kauf eines Kinderfahrrads auf eine flexible Anpassbarkeit zu achten, damit das Rad mit dem Kind "mitwachsen" kann. Ebenso wichtig ist eine ausreichend hohe maximale Zuladung.
Werte um 50 Kilogramm bieten laut Club teils zu wenige Reserven: "Manche Räder im Test dürfen nur mit rund 50 Kilogramm belastet werden, was für einen groß gewachsenen Jugendlichen mit Gepäck schon zu viel sein kann", erklärte der ADAC. Pflicht bleibt zudem eine StVZO-konforme Ausstattung mit Lichtanlage, Klingel und Reflektoren.