Der Tag
13. Oktober 2026
imageHeute mit Pia Saunders
Zum Archiv
12:03 Uhr

Ungarisches Parlament beschließt Änderung von umstrittenem LGBTQ-Gesetz

Gut fünf Jahre nach seiner Verabschiedung sind die entscheidenden Passagen des sogenannten Anti-LGBTQ-Gesetzes in Ungarn wieder abgeschafft worden. Das Parlament in Budapest stimmt für einen entsprechenden Entwurf der Regierung. Es ist die erste bedeutende Abkehr von den in der Regierungszeit des rechtsnationalistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban beschlossenen Maßnahmen gegen die LGBTQ-Gemeinschaft seit dem Amtsantritt seines pro-europäischen Nachfolgers Peter Magyar im Mai.

Die Abgeordneten stimmten dafür, Passagen aus dem Kinderschutzgesetz zu streichen, welche die "Förderung" und die "Darstellung" von Homosexualität etwa in Filmen und im Fernsehen für Minderjährige untersagt hatten. Künftig sollen allgemein Inhalte verboten sein, welche die körperliche, geistige, emotionale oder moralische Entwicklung von Kindern "ernsthaft beeinträchtigen" können. Unter Orban hatte Ungarn jahrelang die Rechte von LGBTQ-Menschen eingeschränkt.

Ungarisches Parlament beschließt Änderung von umstrittenem LGBTQ-Gesetz
11:21 Uhr

Australien will geplante Liveübertragung von Hinrichtung verhindern

Die australische Regierung hat die geplante Liveübertragung einer Hinrichtung in den USA scharf kritisiert. Er werde alles tun, um zu verhindern, dass Nutzer in Australien die Hinrichtung im Internet verfolgen können, so Premierminister Anthony Albanese gegenüber dem Sender ABC: "Ich weiß nicht, warum irgendjemand sich so ein Ereignis ansehen wollen sollte, geschweige denn tatenlos zusehen und zulassen, dass möglicherweise Kinder und Familien Zugang dazu erhalten."

Die australische Internet-Aufsichtsbehörde erklärte jedoch, sie habe nicht die Befugnis, die Online-Übertragung der Hinrichtung zu verhindern. Seine Regierung werde den Betreibern von Onlinenetzwerken aber klarmachen, dass "so etwas in unserem Land keinen Platz hat", betonte er. "Wenn es irgendetwas gibt, was wir tun können, werden wir es tun." Australiens Umweltminister Murray Watt bezeichnete die geplante Liveübertragung als "absolut widerwärtig". Auch der Rechtsaußenpolitiker Barnaby Joyce und die Grünen verurteilten die Pläne.

Australien will geplante Liveübertragung von Hinrichtung verhindern
10:48 Uhr

Brennender Schnellzug bremst 13.000 Reisende aus

Auf der Bahnstrecke zwischen Madrid und Figueres gerät ein Teil eines Schnellzuges in Brand. Verletzt wird niemand, doch stundenlange Sperrungen sorgen für Ausfälle und Verspätungen. Rund 13.000 Reisende sind indirekt betroffen.

Brennender Schnellzug bremst 13.000 Reisende aus
10:17 Uhr

Anthropic: KI-Modelle könnten sich selbst vervielfältigen

Kleinere KI-Modelle könnten sich nach Einschätzung der KI-Firma Anthropic in naher Zukunft auch ohne Zugriff auf Rechenzentren selbst vervielfältigen. In Versuchen hätten die Anwendungen ihren Programmcode eigenständig auf unzureichend abgesicherte smarte Haushaltsgeräte kopiert und sich in Netzwerken ausgebreitet, warnt das US-Startup.

Dies erschwere die Abschaltung außer Kontrolle geratener Software, weil es keine zentrale Stelle hierfür gebe, sagt Anthropic. Zudem könnten sich KI-Modelle auch auf untypischen Geräten zurechtfinden. Herkömmliche Computerviren werden hingegen meist speziell für bestimmte Hardware oder Betriebssysteme entwickelt.

Anthropic: KI-Modelle könnten sich selbst vervielfältigen
09:48 Uhr

Mehrere Schulen nach Amok-Drohung geschlossen

Im sachsen-anhaltischen Oschersleben bleiben nach einer anonymen Amoklauf-Drohung heute mehrere Schulen geschlossen. Die Drohung eines religiös motivierten Amoklaufs wurde am Montagabend in einer Elternchatgruppe verschickt, teilt die Polizei mit. Die Nachricht wurde demnach über den Whatsapp-Account eines Elternteils verschickt.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich nicht um eine ernst zu nehmende Drohung handelt. Dennoch zeigen die Einsatzkräfte an Schulen und Kitas verstärkt Präsenz. Sie versuchen parallel, die Hintergründe des Vorfalls aufzuklären. Einige Schulen wechseln in den Distanzunterricht und bieten eine Notbetreuung an.

Mehrere Schulen nach Amok-Drohung geschlossen
09:26 Uhr

Lebkuchenproduktion auf niedrigstem Stand seit sieben Jahren

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland deutlich weniger Lebkuchen gebacken worden als zuvor. Die Produktion des Weihnachtsgebäcks sank im Gesamtjahr 2025 auf 72.800 Tonnen, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das sind zehn Prozent weniger als 2024 und der niedrigste Wert der vergangenen sieben Jahre. Gründe für den Rückgang wurden nicht mitgeteilt.

20.000 Tonnen der Süßigkeit wurden exportiert, so das Statistikamt. Hauptabnehmer der deutschen Produkte waren Österreich, Polen und Frankreich, die zusammen rund die Hälfte der deutschen Lebkuchenexporte auf sich vereinigten. 1.100 Tonnen gingen auch in die USA, 400 Tonnen nach Australien und 300 Tonnen nach Brasilien.

Lebkuchenproduktion auf niedrigstem Stand seit sieben Jahren
08:47 Uhr

Linien-Gelenkbus reißt in der Mitte auseinander

Ein Gelenkbus gerät bei Sindelfingen in Baden-Württemberg ins Schleudern und zerreißt am flexiblen Mittelteil. Heck und Vorderwagen landen parallel im Grünstreifen. Der 50-jährige Fahrer kommt schwer verletzt in die Klinik, der Sachschaden geht in die Hunderttausende.

Linien-Gelenkbus reißt in der Mitte auseinander
08:29 Uhr

Prinzessin Eugenie gratuliert ihrem Mann mit Baby-Video zum Hochzeitstag

Mit einem Video ihrer gemeinsamen Tochter gratuliert Prinzessin Eugenie ihrem Mann Jack Brooksbank zum 8. Hochzeitstag. In dem Clip, den Prinzessin Eugenie auf Instagram teilt, hält Brooksbank das zwei Monate alte Baby in den Armen. Er streichelt Adelaide über den Kopf und wiegt sie dabei hin und her.

Die 36-Jährige schreibt zu dem Video: "Alles Gute zum 8. Hochzeitstag, mein Schatz. Was man in diesem Video nicht hören kann, ist, wie Jack unsere Tochter fragt, ob sie es mag, wenn man ihr den Kopf so massiert ... so aufmerksam, fürsorglich und der beste Papa, den unsere drei Kinder sich wünschen können. Ich hätte mir keinen besseren Partner wünschen können." Adelaide ist das dritte Kind von Eugenie, der Enkeltochter von König Charles, und ihrem Ehemann Jack. Sie kam am 3. August in Lissabon zur Welt.

Prinzessin Eugenie gratuliert ihrem Mann mit Baby-Video zum Hochzeitstag
07:42 Uhr

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko

Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass ein 71-jähriger Mann beim Einsturz einer Mauer in der Stadt Chilpancingo ums Leben gekommen war, wie die Gouverneurin der südlichen Region Guerrero, Evelyn Salgadom, erklärt hatte. Hurrikan "Simon" war nicht auf das Festland getroffen und bewegte sich von der Küste weg. Der Sturm könnte nach Prognosen des US-Hurrikanzentrums NHC am Mittwochabend aber auf die mexikanische Küste zusteuern. "Simon" könnte "Mazatlán in Sinaloa als Hurrikan der Kategorie eins treffen", sagt die mexikanische Katastrophenschutz-Koordinatorin Laura Velázquez bei einer Pressekonferenz.

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko
07:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas soll Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den SPD-Politiker Alexander Schweitzer zum neuen Arbeitsminister ernennen. Das Bundespräsidialamt kündigte die Aushändigung der Urkunde für 17 Uhr an. Schweitzer folgt auf Bas, die nach einem Trauerfall in der Familie und öffentlichen Angriffen gegen sie ihren sofortigen Rücktritt erklärt hat. Bevor Schweitzer das Ministerium übernehmen kann, muss er im Bundestag noch vereidigt werden.

Diese Themen haben wir außerdem im Blick:

  • Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt am Arbeitgebertag in Berlin teil. Hauptthema dürfte der weitere Reformkurs der Bundesregierung sein - nach dem Rücktritt von SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas. Merz wird am Morgen zum Auftakt des Arbeitgebertags erwartet.

  • Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich ab 10 Uhr mit der Erbschaftssteuer. In Karlsruhe klagt ein Mann, der von seiner Tante ausschließlich Privatvermögen erbte - und eben kein steuerlich begünstigtes Betriebsvermögen. In der mündlichen Verhandlung geht es um die Frage, ob ihn die Steuer-Regelungen in verfassungswidriger Weise benachteiligen.

  • Außenminister Johann Wadephul nimmt vor dem Hintergrund der andauernden Angriffe Russlands auf die Ukraine und jüngster umstrittener Äußerungen von US-Präsident Donald Trump an einer Sicherheitskonferenz in der polnischen Hauptstadt Warschau teil.

  • Um 10 Uhr gibt es in Berlin eine Pressekonferenz des Bündnisses gegen Cybermobbing mit Studienergebnissen zu Mobbing von Kindern und Jugendlichen im Netz.

  • Der Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung geht um 9.30 Uhr in Hamburg weiter.

  • Rund 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur soll ab 19.30 Uhr in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada das Strafmaß für den früheren Gang-Anführer Duane Davis verkündet werden.

Mein Name ist Pia Saunders und ich versorge Sie bis zum Nachmittag mit spannenden und kuriosen Nachrichten aus Deutschland und der Welt. Bei Fragen schreiben Sie mir gerne unter pia.saunder(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:57 Uhr

Loch klafft plötzlich in Straße - 15 Autos stürzen in die Tiefe

Mitten im chinesischen Kunming reißt plötzlich die Straße auf: 15 Autos stürzen in ein Loch. Drei Fahrzeuge sind gerade unterwegs, zwölf parken. Wie durch ein Wunder gibt es laut Behörden bei dem Einsturz im Südwesten Chinas keine Verletzten. Die Ursache ist noch unklar.

Loch klafft plötzlich in Straße - 15 Autos stürzen in die Tiefe
06:22 Uhr

Winzer rechnen mit kleinster Ernte seit 16 Jahren

Die Weinlese in Deutschland fällt in diesem Jahr voraussichtlich so niedrig aus wie zuletzt 2010. Das Deutsche Weininstitut (DWI) geht in einer ersten Prognose davon aus, dass die Menge rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern liegt. 2010 waren es 7,1 Millionen Hektoliter und im vergangenen Jahr 7,7 Millionen, wie DWI-Sprecher Ernst Büscher zum Ende der Lese sagte. Bis auf einige Ausnahmen - vor allem im Anbaugebiet Saale-Unstrut - sei die Lese fast überall abgeschlossen.

Viele Trauben seien bei dem extrem trockenen und sonnenreichen Sommer klein geblieben. "Die Winzerinnen und Winzer hierzulande gehen zwar von vergleichsweise kleinen Gesamtmengen, aber von Spitzenqualitäten aus." Die Ertragslage variierte innerhalb der Regionen je nach Alter der Reben und Wasserspeicherkraft der Böden sehr stark, wie Büscher sagte. "Insbesondere ältere Reben haben sich in den letzten Jahren an die zunehmende Trockenheit in den Weinregionen angepasst und dank ihrer tiefen Wurzeln die diesjährige Dürre erstaunlich gut überstanden."

Winzer rechnen mit kleinster Ernte seit 16 Jahren