Bahnstrecke Berlin - Hamburg wohl wegen Blindgänger gesperrt
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist aktuell unterbrochen. Nach ersten Angaben der Polizei wurde bei Bauarbeiten am Bahnhof Müssen ein verdächtiger Gegenstand gefunden. "Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte es sich um einen Sprengkopf handeln", teilt die Polizei mit. Auf der Website der Deutschen Bahn ist von der "Entschärfung einer Weltkriegsbombe zwischen Hamburg und Berlin" die Rede. Der Fernverkehr werde weiträumig umgeleitet, sagt eine Bahnsprecherin auf Nachfrage. Es komme zu Teilausfällen. Reisende müssten sich auf Verspätungen einstellen und sollten sich vor Fahrtantritt über Auswirkungen auf ihre Verbindungen informieren. Auf der Homepage ist derzeit zu lesen, alle ICE-Züge zwischen Hamburg und Berlin sowie zwischen Hamburg und Rostock müssten entfallen.
Beate Zschäpe soll mindestens bis 2035 in Haft bleiben
Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben. Das Oberlandesgericht München legt die sogenannte Mindestverbüßungsdauer auf insgesamt 24 Jahre fest und lehnt es zudem ab, die weitere Vollstreckung der Strafe zur Bewährung auszusetzen, wie das Gericht in München mitteilt. Die Untersuchungshaft wird dabei berücksichtigt. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht wertete zugunsten Zschäpes, dass diese anders als im eigentlichen NSU-Prozess inzwischen ihre Mitwisserschaft bei neun von zehn NSU-Morden einräumte. Zschäpe ist seit 2011 in Haft. Die 51-Jährige verbüßt ihre Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz.
Zschäpe wurde 2018 als Mittäterin der Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) an neun Migranten und einer Polizistin zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Außerdem stellte das Münchner Oberlandesgericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt.
Bilbao erlebt Krawallnacht
Seit Wochen kommt es bei Protesten in europäischen Städten zu schweren Ausschreitungen. Nun hat das nordspanische Bilbao eine solche Krawallnacht hinter sich. Der Polizei zufolge wurden 19 Menschen festgenommen, darunter sieben Minderjährige. Bei den Krawallen wurden Autos und Müllcontainer angezündet sowie Läden zerstört und geplündert, wie der TV-Sender RTVE und andere Medien berichten. Auch eine Polizeiwache wurde demnach angegriffen.
Auslöser war eine Demonstration selbst ernannter Antifaschisten vor der Universität Deusto. Dort sollte am Montagabend ein rechtspopulistischer Influencer auftreten. Dieser sagte die Veranstaltung jedoch kurz vorher aus Sicherheitsgründen ab. Anschließend zogen Hunderte randalierend durch die Stadt. Der baskische Sicherheitsminister Bingen Zupiria meint, es entstehe der Eindruck, dass einige die gewalttätigen Aktionen in anderen Teilen Europas nachahmen wollten.
Video von Ex-Fußballer entsetzt - Hund baumelt von Balkon
Ein kleiner Hund hängt kopfüber aus einem Fenster im fünften Stock und jault vor Angst. Die Aufnahmen aus El Salvadors Hauptstadt verbreiten sich im Netz und sorgen für Empörung. Polizei und Stadtverwaltung greifen ein.
Merz schlägt Freihandelsabkommen mit Pazifik-Staaten vor
Bei seiner Asien-Reise macht sich Bundeskanzler Friedrich Merz für ein Freihandelsabkommen der EU mit der Transpazifischen Partnerschaft (CPTPP) stark. Zusammen hätten Europa und der Indo-Pazifik beachtlichen Einfluss, man könne gemeinsam den freien und fairen Welthandel schützen und fördern, sagt er in einer Grundsatzrede in Singapur. "Dies ist ein bewusster Kontrapunkt zu dem, was wir zurzeit an Einschränkung des globalen Handels sehen", sagt Merz in Anspielung auch auf die USA. Mitglieder im CPTPP sind Singapur, Australien, Neuseeland, Peru, Vietnam, Mexiko, Japan, Chile, Kanada, Großbritannien, Brunei und Malaysia. Mit Blick auf China sagt Merz, es gehe nicht um eine Loslösung, sondern vielmehr um den Abbau von "ungesunden" Abhängigkeiten.
Sparquote in Deutschland gesunken
Das Geld sitzt entweder nicht gerade locker oder fließt in andere Verwendungszwecke: Die Deutschen haben anteilig weniger von ihrem verfügbaren Einkommen auf die hohe Kante gelegt als im Vorjahr. Mit 18,9 Prozent lag die sogenannte Bruttosparquote allerdings noch deutlich über dem Durchschnitt in der EU von 14,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Quote weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen beispielsweise auf Wohneigentum aus. Im Jahr 2024 hatte sie noch bei 19,6 Prozent gelegen, in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt bei 19,1 Prozent.
Studie: Superreiche verursachen unverhältnismäßige Klimaschäden
Nicht nur Vermögen sind ungleich verteilt, auch die Luftverpestung geht einer Studie zufolge viel stärker auf das Konto von Superreichen verglichen mit dem Großteil der Menschheit. Laut dem Report "Disaster Divide" (Katastrophenkluft) von der Entwicklungsorganisation Oxfam verursachten Privatjets weltweit im vergangenen Jahr in nur zwei Sekunden mehr klimaschädliches Co2 als ein Mensch aus den ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung im gesamten Jahr. Und bezogen auf Deutschland rechnet die Studie weiter vor: Privatjets produzierten in weniger als einer halben Stunde mehr Co2 als ein Normalverbraucher in Deutschland im gesamten Jahr. Der Bericht untersuchte auch die Investitionen von 1000 Milliardären im Jahr 2025. Davon flossen 71 Prozent in besonders klimaschädliche Sektoren wie Öl, Gas oder Chemie. Oxfam fordert daher, Superrreiche zum Beispiel über Steuern auf hohe Vermögen mehr in die Verantwortung zu nehmen.
Lkw brennt lichterloh und verteilt Molkereiprodukte auf A9
Auf der A9 bei Beelitz ist ein Schwerlasttransporter in Brand geraten. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Fahrzeug und eine gewaltige schwarze Rauchwolke stieg in den Nachthimmel. Der Lkw hatte tonnenweise Milchprodukte transportiert, darunter Buttermilch und Ayran, die sich auf der Fahrbahn verteilten.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!
Wir behalten die Lage in der ukrainischen Frontstadt Oleschky im Auge, wo eine Feuerpause Kraft getreten ist. Die etwa 2000 verbliebenen Bewohner sollen die Möglichkeit bekommen, die abgeriegelte und verminte Stadt über einen Korridor zu verlassen. Dabei sollen sie frei entscheiden können, ob sie sich auf ukrainisch oder russisch kontrolliertes Gebiet begeben. Ob sie das wirklich können - bleibt abzuwarten. Im Ticker zum Ukraine-Krieg halten wir Sie auf dem Laufenden.
Wichtig sind auch noch diese Themen:
In Israel sind rund 7,3 Millionen Wahlberechtige zur Wahlparlamentswahl aufgerufen. Angesichts der tiefen gesellschaftlichen Spaltung und der zunehmenden internationalen Isolation Israels dürfte die Wahl richtungsweisend sein.
Der Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts entscheidet in Hamburg, ob das Verfahren gegen den angeklagten Nord-Stream-Verdächtigen eingestellt wird. Die Verteidigung hatte im Prozess um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines einen entsprechenden Antrag gestellt.
Die Berliner Linke beschäftigt sich zum wiederholten Mal mit dem Thema Antisemitismus und ihren Positionen zu Israel und zum Nahost-Konflikt. Der Fraktionsvorstand berät am Vormittag über den weiteren Umgang mit der Abgeordneten Vanessa Emde, die wegen israelkritischer Äußerungen mehrfach Diskussionen ausgelöst hatte.
Bei seinem Staatsbesuch in China wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den VW-Standort in Hefei besichtigen. Dort hat Volkswagen ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für den chinesischen Markt.
Die Europäische Kommission will Europa besser auf Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Folgen des Klimawandels vorbereiten. Dazu legt die Brüsseler Behörde eine neue Strategie dazu vor.
Am Mittag veröffentlicht die Gesellschaft für Endlagerung (BGE) den aktuellen Stand bei der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll.
Baseballschläger, Bunsenbrenner, Hammer: In Salzgitter soll eine junge Frau mit solchen Werkezeugen von einer Familie über mehrere Jahre gefoltert worden sein. Am Landgericht Braunschweig beginnt der Prozess gegen die Beschuldigten.
In der zweiten Runde des DFB-Pokals stehen die ersten acht Duelle an. Los geht's um 18 Uhr unter anderem mit der Partie zwischen dem Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach und dem Bundesligsten FC Augsburg.
Mein Name ist Heidi Ulrich, ich darf Sie mit Neuigkeiten durch den "Tag" begleiten. Erreichen können Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de.
Trump-Regierung beschuldigt früheren FBI-Chef Comey zum dritten Mal
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump erhebt neue Vorwürfe gegen Ex-FBI-Direktor James Comey - einen Kritiker Trumps. Laut Anklage wird ihm vorgeworfen, vor zehn Jahren als damaliger FBI-Chef Informationen zur nationalen Verteidigung an eine "Person weitergegeben zu haben, die nicht berechtigt war, diese zu erhalten". Medienberichten zufolge soll Comey einen Mitarbeiter beauftragt haben, Informationen an einen Journalisten durchzustechen, um einem angeblich fehlerhaften Pressebericht entgegenzutreten. Comey beteuert seine Unschuld. "Sie sind mal wieder da", kommentiert er die Anklage. Er "glaube nach wie vor an die Unabhängigkeit der Bundesjustiz".
Es ist schon das dritte Strafverfahren gegen Comey. Im letzten Jahr ließ ein Bundesgericht jedoch eine unter anderem wegen Falschaussage erhobene Anklage fallen. Zuletzt wurden ihm Morddrohungen auf Instagram gegen Trump vorgeworfen. Während Trumps erster Amtszeit leitete Comey die Ermittlungen zu russischer Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 und möglichen Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam. 2017 wurde Comey von Trump entlassen. Mehr dazu hier.
Bohrinsel versinkt vor den Augen von Überlebenden im Meer
Vor der Küste Gabuns sinkt am Samstagabend die Bohrplattform "Prospector 5". Ein Arbeiter stirbt, vier Menschen werden vermisst. Während die Behörden die Unglücksursache untersuchen, verliert die Aktie des Betreibers Borr Drilling zeitweise mehr als elf Prozent.
Auto fährt in Menschengruppe
In Neustadt am Rübenberge nahe Hannover ist gestern Abend ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Vier bis fünf Personen seien leicht bis schwer verletzt worden, sagt eine Polizeisprecherin. Demnach schossen Polizisten auf das Auto, um es zu stoppen. Die Beamten waren kurz vor Mitternacht wegen einer allgemeinen Verkehrskontrolle in der Nähe des Tatorts gewesen. Der Tatverdächtige oder die Tatverdächtige hätten das Fahrzeug verlassen und vor Ort stehen lassen und seien unerkannt geflüchtet, so die Polizeisprecherin. Die Fahndung dauert an. Ein dpa-Reporter sprach von mehreren Autos mit Beschädigungen - platten Reifen, einer zerstörten Heckscheibe und Einschusslöchern. Die Hintergründe des Vorfalls sind unklar, allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass die Beteiligten sich kannten. Mehr dazu hier.



