Das war Donnerstag, der 24. September 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
ein aufregender Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Noch spielt die in Teilen runderneuerte Nationalelf beim ersten Spiel unter Bundestrainer Jürgen Klopp gegen die Niederlande. Es soll der Grundstein für mögliche Titel bei EM in zwei und WM in vier gelegt werden. Wir bleiben gespannt, wie der Auftakt dazu heute ausgeht.
Ansonsten war das große Thema heute natürlich der Besuch Xi Jinpings in Washington. Dabei tritt US-Präsident Donald Trump unter anderem in eigenartiger Robe auf. Dann lässt er den Secret Service noch eine richterliche Anordnung ignorieren und verwehrt Journalisten dreier Medien über Stunden den Zutritt zum Weißen Haus. Und dann muss er sich vom chinesischen Präsidenten auch noch durchaus deutliche Worte anhören.
Auch in Deutschland war es politische heute spannend. Nachdem sich kürzlich CDU-Ministerpräsidenten noch ostentativ hinter Kanzler Friedrich Merz gestellt und ihm den Rücken gestärkt hatten, teilt einer von ihnen nun gegen ein Vorhaben der Bundesregierung aus: Hessens Boris Rhein. Ihm seien die geplanten Steuern auf Tabak, zuckerhaltige Getränke und Alkohol ein Dorn im Auge. Steuererhöhungen dürfe es aus seiner Sicht überhaupt nicht geben. Die Bundesregierung in Berlin will damit aber unter anderem das klamme Gesundheitssystem stärken.
Ein anderes CDU-geführtes Bundesland machte am Abend auch Schlagzeilen: Rheinland-Pfalz. Das hat aktuell den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz inne. Als Nächstes wäre Sachsen-Anhalt turnusmäßig an der Reihe. Da dort aber ein AfD-Regierungschef sehr wahrscheinlich ist, einigte sich Noch-Ministerpräsident Sven Schulze mir Gordon Schnieder in Rheinland-Pfalz, dass der den Vorsitz einfach fortführt.
Was heute sonst noch wichtig war:
Versteckt in Schiffscontainern : Bericht: Kreml bereitet Drohnenangriffe auf Europas Süden vor
Weniger als fünf Minuten : Geely präsentiert Batterie, die ultraschnell lädt
Neue Regeln für Neuwagen : Euro 7 gilt bald - was das für Autofahrer bedeutet
Brisanter Bericht : Fußball-Bundesliga plant Vorstoß im Kampf gegen Infantinos FIFA
Vor dem Berufungsprozess : Marius Borg Høiby tauscht seine Anwälte aus
So, das war es aber auch. Ich wünsche Ihnen noch einen geruhsamen Abend. Morgen früh ab 6 Uhr ist der Tag wieder für Sie da. Machen Sie es gut und bis bald.
A-ha-Frontmann trotzt Parkinson und macht wieder Musik
Vor etwas mehr als einem Jahr hat "Take On Me"-Sänger Morten Harket öffentlich gemacht, dass er an Parkinson erkrankt ist. Jetzt kündigt er überraschend sein neues Solo-Album "Human Grace" an. Es soll noch vor Weihnachten erscheinen und beinhaltet auch zwei ganz besondere Gastauftritte. Die Platte soll "erhebenden Pop, melodische Rocksongs mit selbstbewusstem Gestus und nachdenkliche Balladen zu einem geschlossenen Ganzen" verbinden, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei "ein Album über Liebe, Verbundenheit und die Frage, was es heißt, Mensch zu sein".
Demnach entstand es über einen Zeitraum von einem Jahr zwischen Juli 2025 und Juli 2026. "Für mich ist dieses Album eine Feier des Lebens", wird Harket in der Mitteilung zitiert. Schon immer habe ihn "wahre Schönheit" fasziniert und er "komme immer wieder zu dem Schluss, dass es im Leben nichts Schöneres gibt als die Liebe. Warum also machen wir Menschen die Welt zu einem dunkleren Ort?"
Illegales Glücksspiel? - New York nimmt sich Polymarket vor
Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hat bei einem Gericht in Manhattan Klage gegen die Online-Plattform Polymarket eingereicht und verschärft damit ihr Vorgehen gegen sogenannte Prognosemärkte. Sie wirft dem Unternehmen vor, gegen die Glücksspielgesetze des Bundesstaates zu verstoßen. Vorhersage-Plattformen wie Polymarket haben sich in einer regulatorischen Grauzone entwickelt. Dort können Nutzer auf den Ausgang von Sportereignissen, aber auch von Wahlen oder Kulturveranstaltungen wie den Oscars wetten.
Nach US-Recht sind allerdings Wetten verboten, die dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufen - etwa solche, die Krieg oder Attentate betreffen. "Mit dem Betrieb eines nicht lizenzierten Glücksspielangebots hat Polymarket nicht nur wissentlich gegen staatliches Recht verstoßen, sondern auch die New Yorker in Gefahr gebracht", erklärte die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, in einer Mitteilung. Dies gelte insbesondere für Minderjährige, die für problematisches Spielverhalten besonders anfällig seien. Der Bundesstaat fordert Zivilstrafen, die Einziehung illegaler Gewinne und die vollständige Rückerstattung der Gelder an die Kunden.
Zudem hatte es zahlreiche Manipulationsvorwürfe gegeben. So hatte beispielsweise der Betreiber des Teleprompters im Weißen Haus viel Geld mit Wetten verdient, in denen er auf die Verwendungen von Worten in Reden des US-Präsidenten gesetzt hatte. Ein CEO von Coinbase hatte im Laufe einer Präsentation von Quartalszahlen erfahren, dass bei Anbietern Geld auf die Verwendungen von Worten gesetzt worden war. Er machte sich den Spaß und sagte die Worte - ohne jeden Zusammenhang - einfach gegen Ende seiner Präsentation auf. Bei Kalshi und Polymarket waren etwa 84.000 US-Dollar darauf gesetzt worden. Die Wettenden verdienten eine Menge Geld damit.
Falsche Polizisten verschleppen 22-Jährigen in Bayern
Unbekannte sollen sich als Polizisten ausgegeben, einen 22-Jährigen mit einem gefälschten Anhaltesignal gestoppt und verschleppt haben. Anschließend stahlen sie sein hochwertiges Auto und hielten den Mann für mehrere Stunden fest, wie die Polizei mitteilte. Der Mann war den Angaben zufolge am späten Dienstagabend in Schwaig bei Nürnberg unterwegs, als ein grauer Kleinbus vor ihm auffuhr und ihm über eine Polizei-Leuchtanzeige signalisierte, dem Wagen zu folgen. Als er ausstieg, sollen sich drei Männer als Beamte des Landeskriminalamts ausgegeben, ihm Handschellen angelegt und ihn in den Bus gesetzt haben. Sein Auto sollen sie zunächst zurückgelassen haben - später war es verschwunden. Die Männer sollen den 22-Jährigen in eine Wohnung gebracht haben, wo sie ihn mehrere Stunden festhielten, teilte die Polizei weiter mit. Am frühen Morgen setzten sie ihn demnach in einem Nachbarort ab. Dort wandte er sich hilfesuchend an einen Passanten.
Die Hintergründe sind unklar, eine Verbindung zwischen Tätern und dem Mann gab es nach den bisherigen Erkenntnissen nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt unter anderem wegen Geiselnahme und erpresserischen Menschenraubs. Es werden Zeugen gesucht.
Ländervertreter verlassen Saal bei Rede - Netanjahu schimpft über "moralische Feiglinge"
Zahlreiche Ländervertreter haben bei den Vereinten Nationen aus Protest gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor dessen Rede den Saal verlassen. Andere Delegierte applaudierten dem israelischen Regierungschef bei seinem Auftritt vor der UN-Generalversammlung in New York. Netanjahu reagierte auf den Protest mit scharfen Worten. "Wenn es noch weitere moralische Feiglinge gibt, die diesen Saal noch nicht verlassen haben, dann tun Sie das bitte jetzt", sagte er. Auch vor dem UN-Gebäude wurde gegen den israelischen Politiker protestiert.
Israel verteidige viele der Länder, deren Vertreter den Raum verlassen hätten, sagte Netanjahu. Mit Blick auf die militärischen Auseinandersetzungen seines Landes betonte der Regierungschef: "Wir werden gewinnen, wir haben keine andere Wahl." Zudem wandte er sich in seiner Ansprache an den syrischen Präsidenten und erklärte, Juden lebten bereits seit der Zeit von Moses auf den Golanhöhen.
Bericht: Ab 2027 sollen Bürger Krisenhilfe vom Bund überwiesen bekommen können
Die Bundesregierung will in den kommenden Tagen den Weg dafür ebnen, dass der Staat in einer Wirtschaftskrise künftig direkt und nach Einkommen gestaffelt Geld an die Bürgerinnen und Bürger überweisen kann. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) arbeitet das Finanzministerium an einer sogenannten Formulierungshilfe, die spätestens kommende Woche an die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD geschickt und in das Jahressteuergesetz 2026 eingearbeitet werden soll. Stimmen Bundestag und Bundesrat zu, wäre damit die Rechtsgrundlage geschaffen, um Steuerdaten zwischen dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) und den Finanzämtern der Bundesländer austauschen zu können. Das ist Voraussetzung dafür, dass der Bund von 2027 an einkommensabhängige Krisenhilfen an die Bürger zahlen kann.
Über den sogenannten "Direktauszahlungsmechanismus" wird in der Politik seit Jahren diskutiert. Auch das Gros der Wirtschaftsexperten ist der Auffassung, dass etwa in einer Konjunktur-, Finanz- oder Energiekrise direkte Geldüberweisungen an die Bürger sehr viel zielgenauer wären als etwa Tankrabatte, Steuersenkungen, die Einführung neuer Subventionen oder andere teure Hilfen mit der Gießkanne.
Bei Linken-Regierung: Weimer droht Berlin mit Förderungsentzug
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer stellt neue Bedingungen für die zugesagte Kulturförderung für Berlin, falls die Linke an der Landesregierung beteiligt sein sollte. "Gerade erst hat sich der Bund bereit erklärt, im neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrag die Kultur in Berlin deutlich zu stärken und 2,9 Milliarden Euro für das kommende Jahrzehnt zu investieren", erklärte Weimer. "Dies kann nur geschehen, wenn sichergestellt ist, dass der Bund nicht zum Finanzier einer Kulturpolitik gemacht wird, die jüdische Künstler systematisch auszugrenzen droht." Viele Kultur- und Kreativschaffende in Berlin seien alarmiert über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken in der Hauptstadt, erklärte der parteilose Politiker. Welche Personen oder Akteure er damit meint, bleibt offen.
Weimer warf der Linken "offen zur Schau getragenen Antisemitismus" vor. "Wenn sich linke und islamistische Bewegungen zu einem Islamo-Gauchisme formieren und enge Kontakte ins arabische Clanmilieu pflegen, darf das nicht prägend für die politische Kultur werden."
Weimer zog eine Verbindung zur Absage der Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele. Dies sei "eine Mahnung für das, was auch dem Kulturbetrieb an Engstirnigkeit und Ausgrenzung drohte, wenn die Linkspartei an die Macht käme", meinte der Staatsminister für Kultur und Medien. Was Weimer unterschlägt, ist zum einen, dass Berlin ohnehin sehr geringe Chancen im deutschen Vorentscheid zugetraut wurden. Zum anderen stimmten in einer Umfrage Ende 2025 zwei Drittel der Berliner gegen eine Olympiabewerbung der Stadt. In zwei späteren Umfragen kippte die Stimmung, zuletzt nahm die Zustimmung jedoch wieder deutlich ab. Berlin hatte sich bereits für die Spiele 2000 und 2024 beworben - und war jeweils gescheitert. Die Bewerbung für 2024 soll die Stadt 1,6 Millionen Euro, die für 2000 zwischen 30 und 45 Millionen Euro gekostet haben.
Hin und her: CNN und Co dürfen nun doch wieder ins Weiße Haus
Journalisten von CNN und MS NOW haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Ob dies auch für die Plattform Politico galt, ist bisher unklar. Den drei Medien war der Zutritt zuvor noch verweigert worden, obwohl ein US-Bundesgericht das von Präsident Donald Trump verhängte Hausverbot vorerst aufgehoben hatte.
Statt Sachsen-Anhalt: Rheinland-Pfalz steht ein weiteres Jahr der Ministerpräsidentenkonferenz vor
Mehr dazu lesen Sie in Kürze hier.
Investor kauft Haus: 87-Jährige muss in 30 Minuten raus
Bei den Abgeordnetenhauswahlen in Berlin konnte die Linke vor allem mit ihren Forderungen im Bereich Wohnen punkten. Neben der Bundeshauptstadt haben weitere europäische Großstädte mit explodierenden Mieten zu kämpfen - so etwa Madrid. Dort kommt es nun zu einem ganz speziellen Fall, der viele Menschen auf die Straße treibt: Nach mehr als 70 Jahren verliert Maricarmen Abascal ihre Wohnung in Spaniens Hauptstadt. Hunderte protestieren gegen die Zwangsräumung, die unter Polizeischutz stattfindet.
Zeuge unglaubwürdig - Zurückgetretener Polizeigewerkschafter erzielt Sieg vor Gericht
Der im August zurückgetretene Vizechef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Sven Hüber, hat laut "Spiegel" in Eilverfahren vor dem Landgericht Berlin II gegen einen Belastungszeugen und mehrere Medien gewonnen. Der Zeuge hatte Hüber schwere Verfehlungen in seiner Zeit als DDR-Grenzer vorgeworfen. Unter anderem hatte er Hüber unterstellt, einem Mauerflüchtling gegen den Kopf getreten und eine Pistole in den Mund gesteckt zu haben. Hüber hatte das bestritten.
Wie der "Spiegel" berichtet, verbot das Gericht nun per einstweiliger Verfügung solche Behauptungen, die zuerst im Onlinemedium "Apollo News" erschienen und dann von "Bild"-Zeitung und "Nius" aufgegriffen worden waren. Im Urteil gegen Axel K., selbst früher DDR-Grenzer, heißt es: Was der Zeuge im Prozess geschildert habe, sei "durch unplausible Einzelangaben, Widersprüche und Erinnerungslücken geprägt" gewesen. Das habe den "ohnehin geringen Beweiswert" seiner eidesstattlichen Versicherung "nochmals … gesenkt".
Weil nach Ansicht des Gerichts weder der Zeuge noch die Medien die Vorwürfe beweisen konnten, ging die Kammer im Urteil davon aus, dass "es sich sämtlich um unwahre Tatsachenbehauptungen handelt". Die Vorwürfe waren hochgekocht, nachdem Hüber in der GdP-Hauszeitschrift nahegelegt hatte, dass eine Stimme für die in Teilen rechtsextreme AfD mit dem Eid eines Beamten auf das Grundgesetz unvereinbar sei. "Apollo News" und "Nius" kündigten Berufung an, Axel K. und die "Bild"-Zeitung ließen das offen.
Ein Rausschmiss und Drohungen - Zoff um Dolly Partons Millionen entbrennt
Knapp einen Monat nach dem Tod von Country-Legende Dolly Parton ist zwischen ihrem langjährigen Manager und ihrem Neffen ein heftiger Streit um das millionenschwere Erbe ausgebrochen. Laut Presseberichten beantragte Partons Manager Danny Nozell eine einstweilige Verfügung gegen ihren Neffen Bryan Seaver, dem er eine "eskalierende Drohkampagne" vorwarf, um Geld aus dem Nachlass der verstorbenen Sängerin zu erpressen.
Seaver war rund 20 Jahre lang für die Sicherheit seiner Tante verantwortlich, bevor er einem Bericht des Portals "TMZ" zufolge in der vergangenen Woche plötzlich gefeuert wurde. Dies sei "unerwartet und bislang ohne Erklärung" erfolgt, sagte er dem Portal. Er sei darüber enttäuscht. Es war Seaver gewesen, der Partons Krebs-Tod im vergangenen Monat in einem emotionalen Video bekannt gegeben hatte.
Die "New York Times" zitierte aus am Dienstag bei Gericht in Nashville eingereichten Unterlagen, wonach Seavers Enttäuschung über seine Entlassung als Sicherheitschef sich in Drohungen gegen Manager Nozell äußerte. In Textnachrichten habe Partons Neffe unter anderem gewarnt, er werde zur "Hand der Vergeltung für meine ganze Familie" werden.
Keine zweite "Straße von Hormus" - Deutschland liefert Israel U-Boot
Israels Marine hat ein neues Schwergewicht: Nach mehrwöchiger Fahrt von Deutschland ist die "INS Drakon" im Hafen der Mittelmeerstadt Haifa eingetroffen. Dies bestätigte eine israelische Militärsprecherin. Das vom Kieler Marineschiffbauer TKMS gebaute U-Boot ist das sechste und letzte der Dolphin-Reihe. Mit mehr als 70 Metern Länge ist es das größte U-Boot der israelischen Marine und mit zehn Torpedorohren ausgerüstet. Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte zuletzt angekündigt, die Marine solle in den kommenden Jahren deutlich modernisiert und ausgebaut werden.
Ziel sei es, dass die Marine weiter entfernt von Israel, länger und mit größerer Feuerkraft operieren könne. Die größere Reichweite ist auch vor dem Hintergrund der fortwährenden Konfrontation mit dem Iran von Bedeutung. Der Generalstabschef nannte Israels Erzfeind in seiner Rede allerdings nicht ausdrücklich. Der Ausbau der Marine steht im Zusammenhang mit zunehmenden maritimen Bedrohungen in der Region. Nach Angaben der "Times of Israel" sieht die israelische Marine insbesondere die Entwicklungen an der Straße von Hormus und im Roten Meer als Warnsignal.
Trump ignoriert Richter und sperrt Medien aus dem Weißen Haus aus
Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW und der Plattform Politico haben weiter keinen Zugang zum Weißen Haus - obwohl ein US-Bundesgericht das von Präsident Donald Trump verhängte Hausverbot vorerst aufgehoben hat. Die drei Medien erklärten, der Sicherheitsdienst Secret Service habe ihren Reportern den Eintritt ins Weiße Haus verweigert. Die Medienvertreter wollten über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten.
Richter Timothy Kelly meldete zuvor Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Verbots. Per einstweiliger Verfügung ordnete er eine Reaktivierung der Akkreditierungen für die Journalisten für zunächst 14 Tage an. Der Anwalt der drei betroffenen Medienhäuser sprach da noch von einem Sieg für die Pressefreiheit. Der ohne Vorankündigung erfolgte Entzug der Akkreditierungen verletzt laut Kelly "mutmaßlich" die "verfassungsmäßigen Rechte" der Journalisten. Die allgemeine Regel laute, "dass Einzelpersonen benachrichtigt werden und die Möglichkeit zur Anhörung erhalten müssen, bevor die Regierung ihnen ein verfassungsmäßig geschütztes Recht entzieht", schrieb der von Trump selbst eingesetzte Richter.
Unglücklich gestürztes Kalb ruft Helikopter auf den Plan
In Italien kommt es zu einer ungewöhnlichen Rettungsaktion: Ein Kalb stürzt eine Klippe hinab - und zwar ganze 70 Meter tief. Kurzerhand rückt ein Helikopter an und befreit das Tier per Lufttransport aus seiner misslichen Lage. Mittlerweile ist es wieder bei seinem Besitzer und weist keinerlei Verletzungen auf.
Verfassungsgericht kippt Entscheidung - Linksextreme Lina E. kommt aus Beugehaft
Die Linksextremistin Lina E. muss aus der Beugehaft entlassen werden. Die Anordnung der Beugehaft wurde mit Beschluss vom Mittwoch einstweilig aufgehoben, wie ein Sprecher des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe auf Anfrage mitteilte. Ende Juni hatte das Oberlandesgericht (OLG) Dresden eine sechsmonatige Beugehaft angeordnet, nachdem Lina E. in einem Antifa-Ost-Prozess die Aussage als Zeugin verweigert hatte.
Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) die Beschwerde der Frau verworfen hatte, legte ihr Rechtsanwalt Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe ein. Darüber sei noch nicht entscheiden worden, betonte Anwalt Erkan Zünbül. "Das Bundesverfassungsgericht hat erkannt, dass hier erhebliche verfassungsrechtliche Fragen offen sind, und hat konsequent gehandelt, indem es die Freiheit unserer Mandantin vorläufig wiederhergestellt hat." Die jetzige einstweilige Anordnung gilt demnach bis zur Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde, längstens für die Dauer von sechs Monaten.
Beugehaft ist ein gerichtliches Druckmittel, das eine Person dazu zwingen soll, eine Zeugenaussage zu tätigen. Gegen Lina E. wurde zudem ein Ordnungsgeld von 750 Euro verhängt. Sie sollte sich zu den Taten äußern, für die sie 2023 verurteilt worden war.
Erlitt schwere Verletzungen - Brandenburger Elch Bert ist tot
Deutschlands wohl bekanntester Elch ist tot. Das Tier namens Bert verendete am vergangenen Wochenende infolge schwerer innerer Verletzungen, wie die Hochschule für nachhaltige Entwicklung im brandenburgischen Eberswalde mitteilte. Die Ursache lasse sich nicht eindeutig feststellen. Bert war einst aus Polen eingewandert und streifte jahrelang durch Brandenburg, wo ihn Forscher über einen GPS-Halsbandsender verfolgten. Der Elch wurde zehn Jahre alt. Zum Zeitpunkt seines Tods hielt sich der Elch, wie bereits in den vergangenen Jahren, während der Brunftzeit auf einer Rinderweide auf. Dort war es den Angaben zufolge in der Vergangenheit vereinzelt zu Kontakten mit Rindern gekommen. Gleichzeitig hielt sich in den Tagen vor Berts Tod ein weiterer Elchbulle in seinem Streifgebiet auf. Begegnungen zwischen Elchbullen können während der Brunft demnach mit körperlichen Auseinandersetzungen einhergehen.
Ab Samstagmorgen registrierten die Wissenschaftler keine Ortsveränderungen des Elchs mehr. Tags darauf übermittelte sein GPS-Halsbandsender schließlich ein Signal, das auf seinen Tod hindeutete. Der Elchkadaver wurde daraufhin geborgen und am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
fliegender Wechsel im "Tag". Meine Kollegin Anne verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort übernehme ich das Ruder im Tag. Mein Name ist Alexander Schultze und ich begleite Sie bis in den Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Aufgeht's!
Klöckner weist AfD-Störerin von Storch zurecht
Als der Bundestagsabgeordnete Sebastian Fiedler von der SPD seinen Redebeitrag zur Geheimdienstreform beginnen möchte, rufen Abgeordnete der AfD dazwischen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner weist die Abgeordneten um Beatrix von Storch mit deutlichen Worten zurecht.
Mann springt für einen Blumenstrauß auf die Gleise
Er hat für einen Blumenstrauß sein Leben riskiert: In Hamburg ist ein Mann am S-Bahnhof Hammerbrook auf die Gleise gesprungen, weil er Blumen für seine Lebensgefährtin retten wollte. Der Strauß war ihm kurz zuvor in den Gleisbereich gefallen. Zu diesem Zeitpunkt am Mittwochnachmittag hätte jederzeit eine S-Bahn einfahren können, wie ein Sprecher der Polizei mitteilt. Mitarbeiter der Deutschen Bahn konnten den 47-Jährigen dazu bringen, die Gleise sofort wieder zu verlassen. Dass er nur für die Blumen auf die Gleise gesprungen war, bestätigten auch Videoaufzeichnungen.
Nach dem Vorfall warnt die Bundespolizei eindringlich: "Betritt keine Gleise und Bahnanlagen! Nicht um einen Blumenstrauß aufzuheben! Nicht um dein Handy oder deine Dokumente aufzuheben! Nicht als Abkürzung! Nicht zum Sprayen! Nicht für Selfies! Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten!" Den Blumenstrauß für seine Freundin konnte der 47-Jährige bei der Aktion retten - und durfte ihn einem Bundespolizei-Sprecher zufolge auch behalten.
US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor: Flugzeug muss umkehren
Nach der Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor ist ein iranisches Passagierflugzeug zur Umkehr gezwungen worden. "Da Turkmenistan den iranischen Fluggesellschaften keine Genehmigung zum Überflug seines Luftraums erteilt hatte, konnte der Flug Teheran-Duschanbe nicht am Zielort landen", berichtet die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf einen Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde.
Ein von iranischen Medien verbreitetes Video zeigt eine Durchsage im betroffenen Flug. "Wir haben sogar versucht, unsere Flugroute in der Luft zu ändern und über den Luftraum eines anderen Landes nach Tadschikistan einzufliegen", sagt darin der Pilot. Wann der Flug diese Woche genau erfolgte, ist bislang unklar. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 105-jährigen ehemaligen NS-Wachmann
Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen einen 105-jährigen ehemaligen Wachmann des Kriegsgefangenenlagers Senne der Nationalsozialisten. Eine Sprecherin der Justizbehörde bestätigt ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Dem Beschuldigten werde Beihilfe zum vielfachen Mord vorgeworfen. Die Ermittlungen dauerten demnach noch an. Ins Rollen gebracht hatte das Verfahren demnach die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg.
Das Kriegsgefangenenlager Stalag 326 VI K Senne existierte von 1941 bis Kriegsende 1945. Jeder dritte sowjetische Kriegsgefangene, der in dieser Zeit nach Nazi-Deutschland gebracht wurde, durchlief dieses Lager. Kriegsgefangene mussten nach Angaben der Gedenkstätte unter anderem in produzierenden Unternehmen und Betrieben sowie in der Rohstoffgewinnung arbeiten. Neben sowjetischen wurden in bestimmten Lagerbereichen auch französische, polnische, serbische, italienische und belgische Kriegsgefangene untergebracht. Am 2. April 1945 wurde das Lager von der US-Armee befreit. Im Stalag 326 wurden in dieser Zeit zwischen 180.000 bis 200.000 Kriegsgefangene registriert
Oasis warnt vor Betrug beim Ticketverkauf
Die Britpopband Oasis hat im Rahmen ihrer Tour im kommenden Jahr vor betrügerischen E-Mails in dem mehrstufigen Verfahren zum Ticketverkauf gewarnt. "Wichtig: Wir wurden auf möglichen Betrug mit Oasis-Tickets hingewiesen", heißt es in einem Instagram-Post der Band. In dem Verfahren werden zufällig Bewerber ausgelost, die per E-Mail einen Code erhalten, mit dem sie online die Tickets kaufen können. Weitergegeben werden können die Codes nicht. "Bei jeglichen Codes, die zum Verkauf angeboten werden, handelt es sich um Betrug", warnt Oasis.
Zudem solle darauf geachtet werden, dass die Codes ausschließlich zwischen dem 24. und 27. September von der E-Mail-Adresse oasis@openstageit.com versendet werden, so die Warnung. Gekauft werden können die Tickets demnach nur von der offiziellen Webseite des Anbieters Ticketmaster. Auch Karten aus dem Weiterverkauf werde es ausschließlich dort geben, und zwar zum originalen Preis. Doch das werde erst später möglich sein.
Bomber-Überflug bringt Trump sichtbar aus dem Konzept
Der US-Präsident empfängt Chinas Staatschef in Washington mit großem Tamtam. Beim Überflug der Kampfjets verliert Trump kurz die Contenance und verzieht das Gesicht. Xi Jinping bleibt daneben völlig ungerührt.
Dass der US-Präsident einen ausländischen Staats- oder Regierungschef persönlich am Flughafen empfängt, ist äußerst selten. Die Geste gilt als Zeichen der besonderen Ehrerbietung. Es ist der erste Besuch von Xi und seiner Ehefrau Peng Liyuan in Washington seit mehr als einem Jahrzehnt. Die US-Regierung spricht von einem "Meilenstein in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern".
"Berühmt zu sein, ist furchtbar" - Gina-Lisa Lohfink über Schattenseiten des Ruhms
TV-Sternchen Gina-Lisa Lohfink bereut eigenen Worten zufolge ihren Weg in die Öffentlichkeit. "Berühmt zu sein, ist furchtbar. Ich würde alles rückgängig machen, um nicht berühmt zu sein", sagt die "Germany's Next Topmodel"-Veteranin, die am Mittwoch 40 Jahre alt wurde, der "Bild". Sie habe "jeden Tag diesen Druck", erklärt Lohfink weiter. "Die Leute schauen mich an, machen Bilder und Videos, wollen Fotos und Autogramme. Ich habe kein richtiges Leben mehr. Die Menschen erzählen alles über mich, aber keiner fragt: "Gina, geht es dir gut? Ist alles okay?""
Lohfink war 2008 als Teilnehmerin der dritten Staffel von "Germany's Next Topmodel" bekannt geworden. "Ich war von heute auf morgen berühmt", sagt sie nun. "Heute freue ich mich darüber gar nicht mehr. Ich finde es schlimm." Nach "GNTM" hatte Lohfink noch an diversen anderen Reality-TV-Formaten teilgenommen. Darunter waren "Ich bin ein Star, holt mich hier raus", "Adam sucht Eva" und "Promis unter Palmen - Für Geld mache ich alles!".
Regierung: Nordkorea will Atomwaffen "für immer" behalten
Entgegen Forderungen aus Südkorea hält Nordkorea an seinem Atomwaffen-Arsenal fest. Das Land wolle seine Atomwaffen "auch in der Zukunft behalten", zitiert die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA Außenministerin Choe Son Hui. Der Atomstatus des Landes sei "in jedem Fall unumkehrbar" und werde "für immer unverändert" bleiben.
Die Äußerungen der nordkoreanischen Außenministerin erfolgen einen Tag, nachdem Südkoreas Präsident Lee Jae Myung vor der UN-Generalversammlung in New York seine Absicht erklärt hatte, das weitere Wachstum von Pjöngjangs Waffenfähigkeit stoppen und die koreanische Halbinsel "frei von Atomwaffen" machen zu wollen. Weiter hatte er angekündigt, die Wiederaufnahme der seit Langem festgefahrenen Gespräche zwischen den USA und Nordkorea unterstützen zu wollen.
Schurken brechen zur Sparkasse durch - und erbeuten Föhn
Einbrecher verwüsten einen Friseursalon bei Hannover, um durch eine Wand in die benachbarte Sparkasse zu gelangen. Dort vermuten sie Schließfächer - doch die sind längst abgebaut. Am Ende erbeuten die Täter nur Bargeld, einen Haarschneider und einen Föhn.
Meta bringt KI-Brille mit Display nach Deutschland - Kontroverse um Geräte
Der Facebook-Konzern Meta bringt seine KI-Brille mit Kamera und kleinem Display inmitten einer laufenden Datenschutz-Debatte auch nach Deutschland. Das Gerät wird knapp ein Jahr nach dem US-Start ab dem 13. Oktober zum Preis von 899 Euro in mehreren europäischen Ländern verfügbar sein, wie das Unternehmen auf seiner Entwicklerkonferenz Meta Connect ankündigt. Meta hat auch verschiedene KI-Brillen mit Kamera ohne Display im Angebot und stellte auf der Connect zudem ein neues Modell ohne eine Kamera vor. Die Kameras in den Brillen sind nicht nur dafür da, Fotos und Videos aufzunehmen, sondern sollen auch Künstlicher Intelligenz (KI) von Meta vermitteln, was die Nutzer gerade sehen, damit sie ihre Antworten darauf anpassen kann.
Ein helles Licht zeigt an, wenn die Kamera aktiv ist. Zugleich gab es zuletzt Kontroversen um die Geräte. Einige Nutzer versuchten, das Licht zu verdecken oder zu entfernen, andere nahmen damit etwa Belästigungen auf und veröffentlichten sie online. Auch in Europa gibt es Forderungen, Kamera-Brillen zu verbieten. Meta gehe gegen Missbrauch vor, sagt der zuständige Top-Manager Alex Himel am Rande der Entwicklermesse Meta Connect. "Wir nehmen das sehr ernst." Alle Brillen, bei denen das Anzeige-Licht manipuliert worden sei, seien abgeschaltet worden. Und es habe sich um weniger als 0,1 Prozent der Geräte gehandelt. Zudem scanne Meta Plattformen wie Instagram und Facebook, um Videos mit Belästigungen zu finden - "und dann löschen wir nicht nur die Inhalte, sondern blockieren auch die Accounts".
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
zu Beginn des dreitägigen Staatsbesuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in den USA hat die US-Regierung eine Zollpause verlängert. Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut Finanzminister Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Nahezu zeitgleich zu der Ankündigung wurde Xi auf einem Militärflughafen nahe der US-Hauptstadt Washington von Präsident Donald Trump begrüßt. Bei dem Staatsbesuch stehen unter anderem ein Empfang im Weißen Haus, bilaterale Treffen sowie am Abend ein Staatsbankett auf dem Programm.
Diese Themen haben wir außerdem im Blick:
Der Bundestag befasst sich mit einem neuen Vorstoß für eine grundlegende Gesetzesänderung, um zu mehr Organspenden in Deutschland zu kommen. Eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe bringt einen Entwurf zur Einführung einer Widerspruchsregelung ein. Das hieße, dass Erwachsene automatisch als Organspender nach dem Tod gelten - außer, man widerspricht aktiv. Eine andere Abgeordnetengruppe legt einen Antrag vor, der sich gegen eine solche große Umstellung wendet.
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen um 10 Uhr in Berlin ihr Herbstgutachten vor. Erwartet wird, dass sie mit einem höheren Wirtschaftswachstum in Deutschland rechnen - unter anderem begründet aus den hohen Ausgaben für Verteidigung und Rüstung.
Bei den Vereinten Nationen in New York steht erneut der Nahost-Konflikt im Mittelpunkt. Bei der Generaldebatte werden Reden von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erwartet. Abbas, dem die Einreise in die USA verweigert wurde, will per Video vor der Versammlung sprechen.
Nach dem blamablen WM-Aus startet die Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp in die Nations League. In Amsterdam sind die Niederlande ab 20.45 Uhr der erste Kontrahent in der Gruppenphase des UEFA-Wettbewerbs.
Im Ringen um den billionenschweren EU-Haushalt stimmt sich Bundeskanzler Friedrich Merz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer ab. Möglichst bis Jahresende wollen sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf einen Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 verständigen.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
Drohnen-Alarm am BER: Flugverkehr kurzzeitig lahmgelegt
Eine gemeldete Drohne hat den Flugbetrieb am Flughafen BER am Mittwochabend für rund 45 Minuten lahmgelegt. Starts und Landungen wurden ausgesetzt, Maschinen nach Dresden und Leipzig umgeleitet. Die Bundespolizei suchte mit vielen Kräften, fand aber keine Drohne. Kurz nach 21 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder freigegeben.
Der Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg musste in der Vergangenheit immer wieder wegen Drohnen-Sichtungen den Flugverkehr unterbrechen. An keinem anderen deutschen Flughafen sind im ersten Halbjahr so viele Drohnen gesichtet worden wie am BER. 28 solcher Flugobjekte registrierte der Tower in Schönefeld in den ersten sechs Monaten, wie die Deutsche Flugsicherung auf Anfrage mitteilt. Das war eine Sichtung mehr als im selben Zeitraum am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main. In sieben Fällen musste der Flugverkehr am BER deswegen vorübergehend unterbrochen werden.
OpenAI-Agent hackt australisches Regierungsportal
Ein autonomer KI-Agent des US-Unternehmens OpenAI hat in Australien ein Regierungsportal gehackt. Die Künstliche Intelligenz (KI) habe sich unbefugten Zugang zu einem Medicare-Portal verschafft, das unter anderem Statistiken über Australiens staatliche Krankenversicherung bereitstellt, sagt Premierminister Anthony Albanese in New York. Der Vorgang sei "inakzeptabel", betont der Regierungschef.
Albanese erklärt am Rande der UN-Generalversammlung, er habe bereits mit OpenAI-Chef Sam Altman gesprochen und dabei Australiens "äußerste Besorgnis" über den Vorfall zum Ausdruck gebracht. Zugleich habe er seine Enttäuschung darüber geäußert, dass es "viel zu lange" gedauert habe, bis OpenAI die australische Regierung informiert habe: Der Vorfall habe sich bereits im Juni ereignet, sei aber erst im September den Behörden mitgeteilt worden - per E-Mail an ein öffentliches Postfach.







