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Live-Übertragung lief im NetzHolzkreuz erschlägt Priester mitten in der Messe

18.10.2026, 20:31 Uhr
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Der Screenshot aus der Übertragung des Gottesdienstes zeigt den Pfarrer Patricio Sánchez Molinari kurz vor dem Unglück. (Foto: x.com)

Schreckliches Unglück in einer Kirche in Ecuador. Während der Priester vor dem Altar steht und die Messe leitet, löst sich plötzlich das große Holzkreuz hinter ihm und fällt ihm direkt auf den Kopf. Die Gemeinde ist schockiert. Die Kirche bittet Gläubige, das Unglück nicht als göttliches Zeichen zu deuten.

In Ecuador ist ein katholischer Priester während einer Messe von einem herabfallenden Kreuz erschlagen worden. Das große Holzkreuz hing über dem Altar der Kirche "Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe" im Süden der Stadt Guayaquil und fiel am Samstag direkt auf den Kopf des Geistlichen, wie in einem Video, das in sozialen Netzwerken geteilt wurde, zu sehen ist. Bei dem Toten handelt es sich um den Pfarrer Patricio Sánchez Molinari. Guayaquil ist neben der Hauptstadt Quito eine der zwei größten Städte des südamerikanischen Landes und liegt im Südwesten an der Pazifikküste.

Der Gottesdienst wurde live in den sozialen Netzwerken der Pfarrei übertragen. Darin ist zu hören, wie Anwesende verzweifelt rufen: "Vater, Vater! Ruft einen Krankenwagen!". Die Messe wurde abgebrochen. Was zu dem Sturz des Kreuzes führte, ist noch unklar.

Die Erzdiözese von Guayaquil bestätigte den Tod in einer Mitteilung, die Erzbischof Luis Cabrera Herrera unterzeichnete. Sie drückte den Angehörigen und der Pfarrgemeinde ihre Solidarität und ihr Mitgefühl aus. Sánchez Molinari gehörte dem Orden der Redemptoristen an und war zuvor mehrere Jahre als Pfarrer in der Stadt Vinces tätig. Die dortige Gemeinde würdigte seinen seelsorgerischen Einsatz.

Die katholische Kirche spielt in Ecuador traditionell eine große Rolle. Rund drei Viertel der Bevölkerung gehören ihr an, wobei der Anteil in den vergangenen Jahren gesunken ist.

Am Sonntagmorgen kamen Gläubige in Schwarz und mit Blumen zur Kirche, um des Toten zu gedenken. Der Priester, der die Messe leitete, bat die Anwesenden, das Unglück nicht als göttliches Zeichen zu deuten. Er erinnerte an Sánchez Molinari als "einfachen, bescheidenen und nahbaren Mann" und versicherte der Gemeinde: "Sie sind nicht allein."

Der Leichnam wurde in die Gerichtsmedizin gebracht. Am Sonntagabend sollte ein neuntägiges Gebet für den Verstorbenen beginnen.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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