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Hoch, höher, am höchsten!Rekord in Indien

26.11.2005, 12:58 Uhr

Der indische Millionär Vijaypat Singhania stieg in seinem Heißluftballon, und stieg, und stieg… Er erreichte eine Rekordhöhe.

Der indische Millionär Vijaypat Singhania hat einen neuen Höhenrekord mit einem Heißluftballon aufgestellt. Singhania war um 6.45 Uhr (Ortszeit) in einer versiegelten Kabine mit dem Ballon in Mumbai (ehemals Bombay) gestartet. Zwei Stunden später erreichte er eine Höhe von 21.291 Metern. Nach insgesamt fünf Stunden landete er in der Ortschaft Panchale im Westen Indiens.

Die bisherige Höchstmarke lag bei 19.811 Metern, aufgestellt im Juni 1988 vom Schweden Per Lindstrand.

An Bord von Singhanias Heißluftballon waren ein Höhenmesser, ein globales Positionsbestimmungssystem und ein Luftdruckschreiber. Die versiegelten Instrumente sollen von der Aeronautischen Gesellschaft Indiens an die Internationale Aeronauten-Vereinigung in Lausanne geschickt werden, die internationale Flugrekorde bestätigt, erklärte Colin Prescott, der den 50 Meter hohen Ballon mitentwickelt hat. Die Bestätigung werde etwa vier Wochen dauern. "Dann werden die Ergebnisse an das 'Guinness Buch der Rekorde' geschickt", sagte Prescott.

Sein Flug beweise, dass Indien "gegen die Besten der Welt antreten kann", sagte Singhania nach seiner Landung. Er wurde von hunderten Dorfbewohnern jubelnd begrüßt, als sein bunter Ballon in Panchale niederging. Anschließend betete Singhania und fuhr zurück nach Bombay, wo er seinen neuen Rekord mit Champagner feierte. "Das ist ein stolzer Moment für mich und die Abenteurer und Sportliebhaber im ganzen Land und der ganzen Welt", sagte er. Sein Flug wurde mit Hilfe von Kameras in seiner Kabine live im indischen Fernsehen übertragen. Außerhalb der Kabine herrschte eine Temperatur von Minus 93 Grad Celsius, es gab kaum Sauerstoff.

Bereits vor 17 Jahren hat Singhania einen Rekord im Ultraleichtfliegen aufgestellt, als er innerhalb von 23 Tagen 9.655 Kilometer von Großbritannien nach Indien zurücklegte. Damit übertraf er den Rekord eines britischen Journalisten, der die Strecke in 34 Tagen schaffte. "Ich liebe es, mich Herausforderungen zu stellen, aber bisher habe ich mein Leben nicht riskiert. Jetzt betrete ich unbekanntes Terrain", sagte er einige Tage vor dem Start. Der 67-Jährige war vor seinem Ruhestand Leiter einer der größten Textilfirmen Indiens.