Politik

Steckt Russland dahinter?Sicherheitsbehörden entdecken Waffendepot

21.08.2026, 10:56 Uhr
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Beim Bundesamt für Verfassungsschutz vermutet man, dass die Waffen für Agenten hinterlegt wurden, wie es in Medienberichten heißt. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat: In Brandenburg wurde ein Waffendepot gefunden. Der Verfassungsschutz sieht demnach die Auftraggeber in Moskau.

Nach dem Fund eines Waffenlagers in einem Wald nahe Berlin hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Die Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass das Waffenlager für einen Anschlag angelegt worden sei, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Ein Verdächtiger sei ermittelt worden, er sitze derzeit in Rumänien in Haft. Der Verdacht laute auf geheimdienstliche Agententätigkeit und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Eine "Beteiligung fremder Mächte" sei dabei nicht auszuschließen.

"Diese Waffen, die gefunden worden sind, auch die Munition, die ist sicherlich vorgesehen gewesen, um Anschlagsplanungen durchzuführen", sagte Dobrindt. Zum Ziel des möglichen Anschlags lägen noch keine Erkenntnisse vor. Angaben zu dem Verdächtigen wollte der Minister unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht machen. "Dieser Fall zeigt, dass wir von einer hohen Gefährdungslage ausgehen", fügte der Minister hinzu.

"Verfassungsschutz und Polizei haben dieses Versteck ausfindig gemacht", berichtete Dobrindt. "In diesem Versteck waren zwei Handfeuerwaffen und entsprechend Munition hinterlegt." Die Waffen und die Munition seien "ausgetauscht beziehungsweise funktionsunfähig gemacht worden, sodass eine mögliche Gefahr, die von diesem Versteck ausgeht, unmittelbar ausgeräumt worden ist". Das Versteck sei anschließend überwacht worden, "um mögliche Abnehmer zu identifizieren". Diese Überwachung habe aber kein Ergebnis gebracht: "Es gab keinen Abholer."

Zuvor hatten Norddeutscher Rundfunk (NDR), Westdeutscher Rundfunk (WDR) und "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz Hinweise darauf habe, dass das Waffenlager im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt worden sei. Deutsche Sicherheitsbehörden seien inzwischen davon überzeugt, dass die Waffen für Agenten hinterlegt worden seien, die im Auftrag Russlands in Deutschland so genannte kinetische Operationen ausführen sollten, also etwa Attentate. Dobrindt wollte dies mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bestätigen.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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