Drei Geräte im PraxistestSoundbar unter 100 Euro sorgt für Heimkino-Feeling

Soundbars versprechen hochwertigen Klang und damit Kinoatmosphäre in den eigenen vier Wänden. Der ntv Produkt-Check nimmt drei unterschiedliche Modelle genauer unter die Lupe - welche Soundbar gibt den Ton (am besten) an?
Soundbars bieten die Möglichkeit, den Klang von TV-Geräten deutlich zu verbessern, ohne dass gleich ein kompliziertes Surround-System eingerichtet werden muss. Ein weiterer Vorteil: In der Regel sind entsprechende Geräte platzsparend konstruiert und lassen sich selbst in kleine Wohnzimmer unauffällig integrieren.
So testen wir die Soundbars
Bass, Bass, wir brauchen Bass - aber wo bekommen wir den auch? In unserem Praxistest legen wir den Fokus auf die Handhabung im Alltag und die Bedienbarkeit, die möglichst einfach und selbsterklärend sein soll. Zudem bewerten wir die Klangqualität bei Musik und Filmen, das Design des jeweiligen Geräts sowie den ersten Eindruck in Sachen Verarbeitungsqualität. Abschließend prüfen wir das Preis-Leistungs-Verhältnis, um einzuschätzen, welches Modell insgesamt am besten abschneidet. Alle drei Soundbars testen wir an einem LG OLED Fernseher aus dem Jahr 2021.
Diese Soundbars testen wir
Testsieger: MEDION P61155 2.0 Soundbar, circa 100 Euro*
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Soundbars im Test - das Fazit
Der Produkt-Check zeigt: Ein Sound-Upgrade muss nicht unbedingt hochpreisig sein. Die MEDION-Soundbar* sorgt für einen klaren und starken Klang zu günstigem Preis und kann im Test überzeugen.
Testsieger: die Soundbar von MEDION
Kurz und knapp: Super Soundbar für unter 100 Euro mit einem klaren und starken Klang. Der flache Sound vieler Fernseher lässt sich mit der MEDION-Soundbar* deutlich verbessern - ein Sound, der nicht die Wände zum Wackeln bringen wird, in jedem Fall aber eine bessere Verständlichkeit und ein einzigartiges Filmerlebnis liefern kann.
Der erste Eindruck beim Auspacken überzeugt, die Soundbar wirkt hochwertig - auch wenn designverliebte Nutzer hier im Vergleich zu den beiden anderen Modellen im Test optisch ein paar Abstriche machen müssen. Wir starten mit der Installation: Die Anschlüsse sitzen sehr tief im Gehäuse, was den Anschluss an den TV im ersten Moment etwas "frickelig" gestaltet, weil die mitgelieferten Kabel recht kurz sind - trotzdem gelingt es uns nach kurzer Zeit, die Soundbar anzuschließen. Danach steht die Verbindung von TV und Soundbar am Fernseher an: Hier müssen Nutzer einfach nur über die Einstellungen die entsprechende Wunschoption auswählen - wir schließen die MEDION über das optische Audiokabel an. Eine Fernbedienung, entsprechende Batterien sowie Schrauben und Dübel für die Befestigung an der Wand sind im Lieferumfang enthalten . Großer Pluspunkt: Die Installation ist insgesamt simpel und unkompliziert. Nutzerfreundlich: Ein HDMI-Kabel und ein Aux-Kabel werden mitgeliefert.
Es folgt der Sound-Check, für den wir einen Film mit bassstarkem Soundtrack auswählen. Hier zeigt sich schnell, dass die MEDION-Soundbar im Movie-Modus (über die "MOVIE"-Taste auf der mitgelieferten Fernbedienung) einen wirklich guten Klang liefert. Die günstigste Soundbar im Test überzeugt im Praxistest - ein starker Sound, der das Heimkino-Erlebnis im Wohnzimmer auf ein neues Level hebt und das für verhältnismäßig kleines Geld.
Teufel CINEBAR ONE Soundbar - was das kleinste Gerät kann
Kurz und knapp: Die Teufel CINEBAR ONE* ist ein kompakter Allrounder für Menschen mit wenig Platz und besticht durch ihr schlichtes und modernes Design. Das Gerät verhilft TV-Sound zu mehr Mittendrin-Feeling. Spektakulären HiFi-Sound darf man bei der kleinen Teufel-Soundbar nicht erwarten, eine gute Ton-Leistung aber durchaus - insgesamt finden wir das Gerät im Preis-Leistungs-Abgleich recht hoch angesetzt.
Zunächst ein Hinweis zur Installation der Teufel-Soundbar: Das Gerät lässt sich per HDMI-Kabel mit dem TV verbinden, möglich ist aber auch die Verbindung via Bluetooth, per Aux-Kabel und mit einem optischen Audiokabel oder USB. Ausgepackt ist das Gerät tatsächlich schnell, in unserem Fall funktioniert die Installation am TV über "Einstellungen", dann "Audio-Ausgabe". Im Anschluss kann man wählen, welche Ausgabeart benötigt wird. Wir wählen "Optical Out Gerät" und nutzen wieder ein optisches Audiokabel für die Installation.
Die Teufel-Soundbar kann mit einer eigenen Fernbedienung genutzt werden - wer das Gerät per HDMI-Kabel mit dem TV verbindet, benötigt die Teufel-Fernbedienung nicht. Schon bei der Erstnutzung wird klar: Filme klingen überraschend gut und natürlich, der Sound der Cinebar ist direkt und sauber. Praktisch: Für Talkshows oder Nachrichtensendungen steht ein entsprechender Modus namens "Voice" zur Verfügung - allerdings hebt dieser Modus die Stimmen der Gäste für unseren Geschmack etwas zu sehr hervor. Insgesamt ist der Ton gut, aber wenn man die Lautstärke hoch dreht, stößt die Cinebar schnell an ihre Grenzen. Bei Filmen ist die Tonqualität im Test aber insgesamt solide, das Filmerlebnis in den eigenen vier Wänden überzeugt.
Sonos Ray - wie gut ist die günstigste Sonos-Soundbar?
Kurz und knapp: Starke Soundbar mit kräftigem Bass und klangvollem Sound-Volumen. Wer bereits andere Sonos-Lautsprecher besitzt, bekommt mit der kompakten Sonos Ray Soundbar* eine gute Lösung, um seinen TV-Sound einfach und platzsparend zu optimieren.
Das Gerät ist klanglich der vergleichbaren Konkurrenz überlegen - besonders, wenn man Filmmusik besser hören möchte. Blockbuster schauen sich mit dieser Soundbar definitiv ganz anders und heben das Filmerlebnis auf ein neues Level. Der höhere Preis ist also durchaus zu rechtfertigen, ist aus unserer Sicht aber trotzdem sehr hoch angesetzt. Die Verpackung in einem Stoffbeutel wirkt sehr wertig, das schlichte Design mit abgerundeten Ecken passt zu jeder Einrichtung. Zuerst wird die Sonos Ray an das Stromkabel angesteckt, dann verbinden wir die Soundbar mit dem optischen Audiokabel, das noch vom vorherigen Test am TV hängt. An dieser Stelle hängt die Installation kurz: Wer noch kein Sonos-Gerät besitzt, muss sich zuerst die Sonos-App herunterladen und einen Account anlegen. Klingt nervig, geht aber fix. Anschließend wird das Gerät mit der App und dem WLAN-Netzwerk verbunden.
Da unser LG-Fernseher keine Infrarot-Fernbedienung hat, sondern eine RF-Fernbedienung, lässt sich die Lautstärke nur mit dem Handy über die Sonos-App steuern. Wer das nicht möchte, benötigt zwingend eine Infrarot-Fernbedienung, die zunächst über die Sonos-App eingerichtet werden muss - im Test nutzen wir dafür die Teufel-Infrarot-Fernbedienung, auch hier geht die Installation schnell. Der Sound mit der Sonos Ray ist gut, vor allem bassstarke Filme und Serien klingen viel ausdrucksstärker, die Sprachverständlichkeit gewinnt deutlich. Insgesamt wird deutlich, dass das Gerät seinen Fokus auf der Wiedergabe von Filmton und dem gesprochenem Wort hat. Wer ausschließlich Musik hören möchte, könnte mit größeren Musikboxen besser bedient sein, doch der flache Klang vieler Fernseher lässt sich mit der Ray auf jeden Fall deutlich optimieren.
*Wir kaufen die Produkte für den ntv Produkt-Check auf eigene Kosten und testen und vergleichen sie unabhängig und nach objektiven Kriterien. Wird ein Produkt über einen Link im Artikel gekauft, erhalten wir eine kleine Provision. Auf den Kaufpreis hat das keinen Einfluss.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 27. November 2025 und wurde danach redaktionell bearbeitet.


