Fußball

"Kommt ganz sicher"FIFA-Boss sieht keinen Grund, warum der Iran nicht zur WM sollte

16.04.2026, 10:54 Uhr
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Gianni Infantino sieht keinen Grund, warum der Iran nicht bei der WM spielen sollte. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Zwischen WM-Gastgeber USA und dem Iran herrscht Krieg. Das Nationalteam hat sich sportlich für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert, politisch steht die Teilnahme aber infrage. Nicht für FIFA-Boss Gianni Infantino.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat bekräftigt, dass der Iran trotz des Kriegs mit den USA "auf jeden Fall" an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen wird. "Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher", sagte Infantino auf dem "Invest in America Forum" des Fernsehsenders CNBC. Er betonte, wie wichtig die Teilnahme des Landes an der WM sei.

"Sie vertreten ihr Volk. Sie sind qualifiziert. Die Spieler wollen spielen", sagte Infantino, der die iranische Nationalmannschaft vor zwei Wochen in Antalya getroffen hatte. Auch das iranische Team hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt. "Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir, so Gott will, dann auch tun", hatte Teamchef Amir Ghalenoei gesagt.

Auch Sportminister Ahmed Donjamali hatte sich optimistisch geäußert, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte. "Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher die Teilnahme", sagte er.

Spiele des Iran alle in USA - Verlegung abgelehnt

"Wir hoffen natürlich, dass sich die Lage bis dahin beruhigt hat", sagte Infantino nun in Washington. Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad erstmals seit dem Kriegsbeginn vor eineinhalb Monaten direkte Gespräche geführt, die ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen waren.

Die Entscheidung über eine Teilnahme Irans an der Weltmeisterschaft solle vom Nationalen Sicherheitsrat des Landes in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden, hieß es zuletzt. Dieser Rat ist das höchste Entscheidungsgremium und steht unter der Aufsicht des Obersten Führers Modschtaba Chamenei sowie der Leitung von Präsident Massud Peseschkian.

Sportminister Donjamali hatte zudem die Bedingung gestellt, dass die Sicherheit von Spielern und Trainerstab von den USA gewährleistet werde. In einem Beitrag auf seinem Netzwerk "Truth Social" hatte US-Präsident Donald Trump im März gepostet, dass die iranische Mannschaft zwar bei der WM "willkommen" sei, er es aber "wirklich nicht für angemessen halte, dass sie dort sind, zu ihrem eigenen Schutz und ihrer eigenen Sicherheit".

Die drei Vorrundenspiele des Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant. Den Wunsch des Irans, die Spiele nach Mexiko zu verlegen, hatte die FIFA abgelehnt. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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