Dax versucht Ausbruch nach oben
Der US-Arbeitsmarktbericht für September hat für gute Stimmung an den europäischen Märkten gesorgt. An der Frankfurter Börse korrigierte der Dax seine herben Verluste vom Donnerstag und stieg um 1,2 Prozent auf 25.230 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent höher bei 6234 Stellen. Anleger greifen zugleich bei US-Staatsanleihen zu, was die Renditen zehnjähriger Bonds drückte.
Mit den US-Jobdaten wurden auch die Zinssorgen etwas kleiner. "Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen auf der Sitzung Ende des Monats nicht ändert und erst im Dezember erneut anhebt", schrieben die Commerzbank-Ökonomen. Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Inflation einzudämmen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen.
Auf der Unternehmensseite ragten die Technologieaktien heraus. Im Dax schossen Infineon um 8,8 Prozent nach oben. Aixtron und Suss Microtec rückten um 7,6 beziehungsweise 4,6 Prozent vor. Bergab ging es dagegen mit den Commerzbank-Papieren, sie verloren 0,6 Prozent. Die Analysten der RBC stuften die Titel auf "Sector Perform" von "Outperform" herunter. Als Grund nannten die Experten Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Übernahmeplänen der UniCredit.
Geht die KI-Rally zu Ende? "Da darf wenig schiefgehen"
Wird aus dem KI-Boom eine KI-Blase, die platzt? Diese Sorge treibt Anleger seit Wochen und Monaten um. Wie die Aussichten stehen, darüber hat Raimund Bricht im Geldanlage-Check mit Jochen Stanzl gesprochen. Er ist Chef-Marktanalyst bei der Consorsbank.
"Das Beste kommt zum Schluss"
Mit Beginn des vierten Quartals biegt das Börsenjahr langsam auf die Zielgerade ein. Viele Anleger schauen gespannt auf die letzten Monate des Jahres, denn statistisch gesehen läuft dieses häufig ziemlich gut. Friedhelm Tilgen spricht mit Jörg Scherer von der HSBC über dieses saisonale Phänomen und dazu passende Strategien für Anleger.
Deutsch-französischer Renditeabstand wird größer - Le Pen bereitet Sorgen
Der Renditeabstand zwischen französischen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen wächst einen Tag nach seinem Ausbruch auf den höchsten Stand seit 2012 weiter an, was darauf hindeutet, dass die Märkte gegenüber den fiskalischen und politischen Aussichten Frankreichs weiterhin skeptisch gegenüber eingestellt sind. Investoren verlangen einen Aufschlag von 1,5 Prozentpunkten für das Halten französischer Anleihen gegenüber ihren deutschen Pendants, verglichen mit 1,4 Prozentpunkten am Ende des Donnerstages, wie Daten von LSEG zeigen.
Der Spread könnte in den kommenden Monaten auf zwei Prozentpunkte anwachsen, so Mike Bell, Leiter der Marktstrategie bei RBC BlueBay Asset Management. Er verwies auf die steigende Wahrscheinlichkeit, dass Marine Le Pen, die eine populistische Wirtschaftspolitik vertritt, die französische Präsidentschaftswahl im nächsten Frühjahr gewinnen wird. "Wenn Le Pen gewinnt, gibt es weiteren Raum für eine Ausweitung", sagte Bell. "Das ist kein Umfeld, in dem man bei französischen Aktien und insbesondere bei Banken bullish sein möchte."
Vermögensaufbau-Gipfel 2026: So stellen Sie Ihre Altersvorsorge neu auf
Für Millionen Deutsche bedeutet das neue Altersvorsorgedepot einen Quantensprung: Dank großzügiger staatlicher Förderung können sie ab 2027 mit Fonds und ETFs bis zur Rente ein Vermögen aufbauen. Welche neuen Produkte gibt es? Und wie sollte die Anlage in Zeiten globaler Konflikte und technologischer Umbrüche ausgerichtet sein?
Auf dem Vermögensaufbau-Gipfel von Capital und ntv analysieren Ökonomen, Fondsmanager und Politiker die Lage und Aussichten an den Märkten. Sie diskutieren über langfristige Entwicklungen und erklären, wie sich Anleger am besten aufstellen - am 15. Oktober 2026 in Frankfurt am Main oder digital. Hier können Sie sich Tickets sichern.
Starker Handelsbeginn an der Wall Street
Überraschend schwache Arbeitsmarktdaten haben die Hoffnung der US-Anleger auf eine Zinspause der US-Notenbank genährt und damit die Kurse an der Wall Street angeschoben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils rund ein Prozent höher bei 51.297 beziehungsweise 7744 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um rund 1,5 Prozent auf 27.266 Zähler vor.
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem Nike mit einem Kursrutsch von rund 7,5 Prozent. Der Sportartikelhersteller kommt nicht aus der Krise. Vorstandschef Elliott Hill verpasst dem weltgrößten Sportartikelhersteller deshalb das nächste Sparprogramm mit weiteren Stellenstreichungen.
Renditenhoch setzt Gold zu
Der Goldpreis legt etwas zu. Die Feinunze kostet 4191,92 US-Dollar und damit 0,4 Prozent mehr. Die Wochenverluste belaufen sich aber auf rund drei Prozent.
Dabei seien der Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen derzeit die Haupthindernisse für eine Rückkehr des Goldes auf seinen breiteren bullishen Pfad, kommentiert Simon-Peter Massabni, Leiter der Geschäftsentwicklung bei XS.com. Eine sich abschwächende Inflation schaffe zwar eine Chance für Gold, aber die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und die erhöhten Renditen verhinderten einen entscheidenden Ausbruch, fügt Massabni hinzu. "Der echte Wendepunkt wird nicht von einem einzigen Tag der Preisbewegung ausgehen, sondern davon, dass die Märkte den Pfad der US-Geldpolitik nachhaltig neu bewerten."
Tesla-Absatz bricht im dritten Quartal ein
Der weltweite Absatz von Tesla ist im dritten Quartal gesunken und hat damit die Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte wieder zunichte gemacht. Der US-Elektroautohersteller verkaufte im Zeitraum von Juli bis September weltweit 486.532 Fahrzeuge, was einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie das Unternehmen mitteilte.
Tesla meldete zudem ein Wachstum von 9,6 Prozent in seinem Energiegeschäft, eine Kennzahl, die misst, wie viel Batterieenergie das Unternehmen in dem Quartal bereitgestellt hat. Tesla wird seine vollständigen Quartalsergebnisse am 21. Oktober vorlegen.
Nach US-Jobdaten: Anleiherendite fällt - Dax dick im Plus - Fed-Zinsanhebung unwahrscheinlicher
Nach einem schwächeren US-Arbeitsmarktbericht fällt die Rendite der zehnjährigen US-Benchmarkanleihe kräftig um sechs Basispunkte auf 5,17 Prozent zurück. Der Dax zieht an und steigt nun um 1,3 Prozent auf 25.264 Punkte. Die US-Wirtschaft hat im September lediglich 29.000 Stellen geschaffen, die Prognose hatte bei 84.000 gelegen. Die Daten sprechen gegen schnelle Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Die Erwartungen an einen Zinsschritt im Oktober lagen vor den Daten bei rund 22 Prozent.
US-Jobmarkt mit Schwächeanfall
Der US-Arbeitsmarkt hat im September mit einem schwachen Stellenaufbau überrascht. Unter dem Strich entstanden nur 29.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft, wie aus dem Jobbericht der Regierung hervorgeht. Experten hatten mit 90.000 Stellen gerechnet. Im August waren zudem nach revidierten Daten nur 133.000 Arbeitsplätze entstanden. Ursprünglich war ein Plus von 162.000 Jobs gemeldet worden. Die Arbeitslosenquote stieg zudem im September auf 4,2 Prozent. Hier hatten Experten mit einem Verharren auf dem Vormonatswert gerechnet.
"Das Ganze dürfte mehr ein Ausrutscher als ein neuer Trend sein. Wahrscheinlich wird das schwache Ergebnis mit dem nächsten Bericht schon wieder weggebügelt", meinte Alexander Krüger von Bethmann HAL nach Veröffentlichung der Daten. "Die Wirtschaft wächst robust und der Lohnauftrieb hält sich in Grenzen. Der Anstieg der Arbeitslosenquote ist kaum der Rede wert. Die Fed kann sich voll auf ihr Inflationsmandat konzentrieren. Leichtes Stirnrunzeln bereitet jedoch, dass sich Arbeitskräfte zunehmend vom Arbeitsmarkt zurückziehen. Allein mit der Demografie ist dies nicht zu erklären."
Milliardendeal in Pharmabranche
Novartis hat sich über eine milliardenschwere Vereinbarung in China einen Medikamentenkandidaten für Autoimmunerkrankungen gesichert. Der Schweizer Pharmakonzern hat einen bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar schweren Deal mit der chinesischen Abogen Biosciences geschlossen. Er kann damit das Medikament einlizenzieren und erhält auch Optionen auf künftige Therapien. Novartis zahlt vorab 575 Millionen US-Dollar. Bei Ausübung aller Optionen können bis zu 7,2 Milliarden Dollar zusätzlich fällig werden, wie Abogen mitteilte.
Im Rahmen der Vereinbarung wird Novartis die weltweiten Rechte an Abogens führendem Medikamentenkandidaten namens ABO2203 erwerben und eine exklusive Option zur Einlizenzierung weiterer therapeutischer Wirkstoffe der nächsten Generation erhalten, die auf der RNA-Plattform von Abogen entwickelt wurden.
Kion-Papiere schmieren ab
Kion bauen ihre Verluste auf 5,4 Prozent aus. Nach dem enttäuschend aufgenommenen Pre-Close-Call zum dritten Quartal, vor allem beim Ordereingang, reagieren nun auch die Analysten. So hat JPMorgan nach Händlerangaben das Kursziel auf 60 nach 70 Euro gesenkt.
Führt jetzt auch Trump einen Diesel-Stopp ein?
Die US-Regierung unter Donald Trump drängt Deutschland zur Freigabe von Dieselreserven. Wie schlimm und wie teuer wäre das für Deutschland? ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer ordnet den Sachverhalt ein.
Geldmarktsätze kommen mit nachlassender Zinsfantasie zurück
Am langen Ende geben die Sätze am europäischen Geldmarkt nach. Die Euribors sind über die gesamte Laufzeit niedriger gefixt worden. Die wachsenden Sorgen vor einer Staatsschuldenkrise in Frankreich spielen auch am Geldmarkt eine zunehmende Rolle. Der vielbeachtete Spread zwischen zehnjährigen französischen und deutschen Staatsanleihen liegt in der Zwischenzeit bei fast 150 Basispunkten - Niveaus, wie man sie zuletzt zu Zeiten der Schuldenkrise in der Eurokrise gesehen hat. Mit dem gestiegenen Finanzstress werden Zinserhöhungen an den Märkten nicht mehr so aggressiv eingepreist wie noch zuletzt.
Tagesgeld: 2,45 - 2,57 (2,35 - 2,55), Wochengeld: 2,38 - 2,63 (2,39 - 2,63), 1-Monats-Geld: 2,55 - 2,62 (2,50 - 2,65), 3-Monats-Geld: 2,45 - 2,79 (2,47 - 2,78), 6-Monats-Geld: 2,86 - 3,02 (2,93 - 3,08), 12-Monats-Geld: 3,04 - 3,37 (3,24 - 3,41), Euribors: 01.10. 30.09. 3 Monate: 2,589 2,617, 6 Monate: 3,043 3,074, 12 Monate: 3,303 3,329
Absturz am Anleihemarkt
Auch die hohe Staatsverschuldung in den USA hat zum jüngsten Kursrutsch am Anleihemarkt geführt. Aber wie ist das bei den vermeintlich sicheren Staatsanleihen überhaupt möglich? Friedhelm Tilgen spricht mit Marcus Hüttinger von der Fondsgesellschaft Gané über die Hintergründe und Optionen für Fondsanleger.
Gebeutelte Chemiebranche sieht Silberstreif am Horizont
Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie hat sich im September weiter erholt. Der entsprechende Index stieg auf plus 5,5 Punkte von minus 2,6 Punkten im Vormonat, wie das Ifo-Institut mitteilte. Es ist der zweite Anstieg in Folge. Maßgeblicher Treiber der Erholung waren die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate, die sich spürbar auf plus 2,3 Punkte aufhellten, nachdem sie im August noch bei minus 15,0 Punkten gelegen hatten. Auch die aktuelle Lage schätzten die Chemieunternehmen mit plus 8,8 Punkten erneut positiv ein.
"Kunden im In- und Ausland stocken ihre Lager weiter auf und nehmen dafür höhere Preise in Kauf", erklärte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.
Nike-Aktie tiefrot
Mit leichten Gewinnen dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Den entscheidenden Impuls dürfte der vor der Startglocke anstehende US-Arbeitsmarktbericht liefern. Für September rechnen Ökonomen hier mit einem Zuwachs von 84.000 (Vormonat: 162.000) Stellen. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,1 Prozent verharren. Bei den Stundenlöhnen, die als Gradmesser für den Inflationsdruck gelten, wird mit stabilen Zuwächsen von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,1 Prozent im Jahresvergleich gerechnet. Die Daten dürften Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank liefern. Der Future auf den S&P-500 erhöht sich um 0,5 Prozent, der Nasdaq-Terminkontrakt steigt um 0,8 Prozent.
Die Nike-Aktie knickt vorbörslich um 10,2 Prozent ein. Die Ergebnisse zeigen, dass der nordamerikanische Erholungsplan des Unternehmens funktioniere, die Leistung in China jedoch das Wachstum belaste, so Randal Konik von Jefferies. Die Prognose von Nike für das Jahr 2027 sei schwächer als erwartet ausgefallen, und China sei der größte Belastungsfaktor für die Aussichten des Unternehmens, ergänzt der Analyst.
Commerzbank-Aktien nach Herunterstufung unter Druck
Nach einer Herunterstufung müssen die Papiere der Commerzbank Federn lassen. Die Aktien fallen in der Spitze um 3,3 Prozent, kommen dann aber wieder zurück und verbilligen sich nur noch um 1,1 Prozent. Die Analysten der RBC haben die Titel auf "Sector Perform" von "Outperform" heruntergesetzt. Als Grund nannten die Experten Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Übernahmeplänen der UniCredit. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hatte lange um die Unabhängigkeit des Frankfurter Geldinstituts gekämpft. Mittlerweile kontrolliert die italienische UniCredit aber rund 50 Prozent der Commerzbank-Anteile, so dass eine Übernahme nicht mehr aufzuhalten ist.
Eurozonen-Inflation höher als erwartet - Zinsdruck für EZB
Die hohen Energiepreise haben die Inflationsrate im Euroraum auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,8 Prozent, nach 3,2 Prozent im August, wie das EU-Statistikamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Experten hatten nur mit einem Wert von 3,6 Prozent gerechnet. Energie verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,8 Prozent. Im August hatte die Steigerungsrate bei 14,3 Prozent gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte sich aus Sicht der Finanzmärkte bis zum Jahresende mit einer weiteren Zinserhöhung gegen den Preisauftrieb in der Eurozone stemmen.
"Die Inflation schießt nach oben, die Aussichten bleiben trüb", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL. "Der Iran-Krieg und die Hitzewelle dürften auch in den nächsten Monaten eine Last sein. Überdies dürften Ernteausfälle durch die zurückliegende Hitze zu höheren Preisen führen. Wenn es gut läuft, wird die Inflationsrate im nächsten Frühjahr unter drei Prozent fallen. All das ist Wasser auf die Mühlen der EZB, die Leitzinsen weiter zu erhöhen. Daran dürfte auch die noch recht niedrige Kernrate nichts ändern, ist die Gefahr von Zweitrundeneffekten doch groß."
Dax klar über 25.000
Update von der Frankfurter Börse: Nach einem für ihn tiefroten Donnerstag hat der Dax wieder Fahrt aufgenommen. Grund sind sinkende Ölpreise und fallende Anleiherenditen. Der deutsche Leitindex notierte kurz vor Mittag 1,0 Prozent höher bei 25.195 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 1,2 Prozent auf 6249 Stellen. Der Euro lag etwas fester bei 1,1249 US-Dollar.
Arnold Schwarzenegger vernichtet Roboter in flüssigem Stahl
Es ist eine Szene die - sicherlich bewusst - anmutet wie aus der "Terminator"-Filmreihe: Arnold Schwarzenegger steht an einem Stahl-Hochofen und versenkt darin Roboter. Dahinter steckt die US-Firma Figure, die öffentlichkeitswirksam ihre alten Roboter-Modelle vernichtet. Dabei geht es um mehr als nur unkomplizierte Entsorgung.
So reagieren Adidas und Puma auf die Nike-Zahlen
Ein schwächerer Umsatzausblick von Nike sorgt für gar nicht so schlechte Stimmung in der Sportartikel-Branche. Die Aktien von Adidas gewinnen im Dax 0,8 Prozent. Puma notieren im MDax 0,7 Prozent höher. Für 2026/27 rechnet Nike mit einem Rückgang der Erlöse um einen hohen einstelligen Prozentsatz - er fällt damit deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Im ersten Quartal büßte der Adidas-Rivale vier Prozent Umsatz ein. Der Konzern will sich mit einem neuen Sparprogramm gegen die Krise stemmen. Die Probleme bei Nike seien vor allem hausgemacht, daher sollte die Konkurrenz nicht allzu sehr unter den Zahlen von Nike leiden, meint ein Händler. Nike-Aktien sind im nachbörslichen US-Handel um 8,5 Prozent gefallen.
Lenzing-Aktien stürzen ab
Die Aktien von Lenzing setzen ihre massive Talfahrt fort. Nachdem die Papiere des österreichischen Faserherstellers bereits am Donnerstag als Reaktion auf die Details einer Kapitalerhöhung deutlich nachgegeben hatten, fallen sie heute an der Wiener Börse in der Spitze um rund 35 Prozent auf 12,72 Euro und markieren damit das tiefste Niveau seit 2009. Das Bankhaus Berenberg hat die Papiere auf "Hold" von "Buy" abgestuft und das Kursziel gesenkt. Die bevorstehende Kapitalerhöhung über 300 Millionen Euro lasse vermuten, dass der Hauptaktionär Suzano eher eine abwartende Haltung einnehme, anstatt sein Engagement auszubauen, hieß es zur Begründung. Analysten von Raiffeisen zufolge sorgt zudem das Ausmaß der Verwässerung für Verkaufsdruck.
Galeria ist schon wieder insolvent
Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, teilte das Unternehmen mit. Der Antrag schaffe den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen, erklärte Galeria in einer Mitteilung. Zu den Hintergründen machte das Unternehmen auf Nachfrage zunächst keine weiteren Angaben.
Die rund 12.000 Beschäftigten müssen nun um ihre Arbeitsplätze bangen. Ob sie Insolvenzgeld erhalten und ob beziehungsweise welche Standorte schließen müssen, ist bislang unklar.
Bitcoin legt vor US-Jobdaten zu
Der Bitcoin steigt zunächst. Die Kryptowährung kostet derzeit etwa 85.040 Dollar und damit rund 0,5 Prozent mehr.
Die Anleger warten auf die im Tagesverlauf anstehenden US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft für September. Die Daten seien wichtig für die Anpassung der Erwartungen an die künftigen Zinsentscheidungen der US-Notenbank, kommentiert Antonio Di Giacomo, Senior Market Analyst bei XS.com. Ein starker Arbeitsmarktbericht erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben werde. Höhere Kreditkosten tendierten dazu, den Risikoappetit zu dämpfen, was Kryptowährungen schade, erläutert er.
US-Finanzinvestor vor KNDS-Einstieg
Warburg Pincus spricht einem Medienbericht zufolge mit den deutschen Familieneigentümern des Panzerbauers KNDS über den Kauf eines größeren Anteils. Die Beteiligungsgesellschaft führe zudem Gespräche mit Co-Investoren über eine gemeinsame Übernahme, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Als Alternative zu einem Börsengang habe die Holdinggesellschaft der Eigentümerfamilie, Wegmann & Co, das Interesse mehrerer Bieter auf sich gezogen. Die Familie hält derzeit die Hälfte der Anteile an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern. Es seien noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden, und es sei unklar, ob es zu einer Transaktion komme, hieß es weiter.
Der Bund hatte sich in diesem Jahr mit den Eigentümern auf den Kauf eines Anteils von 40 Prozent über die Staatsbank KfW geeinigt, um die gleichen Einflussrechte wie der französische Staat zu erhalten, dem die andere Hälfte von KNDS gehört. Dieser Einstieg war an einen Börsengang geknüpft. Die Bundesregierung könne das Paket Bloomberg zufolge jedoch unabhängig von einer Aktienplatzierung erwerben und habe weiterhin ein Vorkaufsrecht.
Es geht um die 25.000
Der Dax kämpft zum Wochenschluss um die 25.000er-Marke. Aktuell notiert der deutsche Börsenleitindex im Bereich von 24.990 Punkten. Gestern war er mit einem Abschlag von 1,0 Prozent und 24.939 Zählern aus dem Handel gegangen. Der Preis für Brent-Öl notiert wieder über der 100-Dollar-Marke je Barrel. Allgemein warten die Anleger auf die frischen US-Arbeitsmarktdaten am nachmittag und damit einhergehend auch auf Hinweise die künftige Geldpolitik der Federal Reserve betreffend.
US-Truppenaufstockung in Nahost - Ölpreise reagieren
Die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau, angetrieben von der Sorge vor weltweiten Angebotsengpässen. Berichte über eine Truppenaufstockung der USA im Nahen Osten sowie der Stopp chinesischer Ölexporte stützen die Notierungen. Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 102,52 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert kaum verändert bei 92,85 Dollar.
Händler sehen Aufschwung auf wackligen Beinen
Der Außenhandelsverband BGA sieht den Aufschwung in Deutschland auf wackligen Beinen. "Die Unternehmen sehen wieder Licht am Ende des Tunnels, fahren aber weiter mit angezogener Handbremse", sagte Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), der dpa. Die Stimmung im Großhandel helle sich zwar auf. "Aber wir sind noch lange nicht über den Berg."
Laut einer Verbandsumfrage sieht die Branche eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. Unternehmen hätten Beschaffungs- und Vertriebswege diversifiziert und sich an Krisen angepasst. Der Aufschwung stehe aber noch auf wackligen Beinen.
"Vorsicht" ist das Motto der Stunde
Mit einem vorsichtigen Start in den Tag an Europas Börsen rechnen Händler. Die Märkte warten auf die Inflationsdaten aus der Eurozone und den großen US-Arbeitsmarktbericht. Bis dahin dürften Anleger nicht mehr als Positionsanpassungen vornehmen. Die Dax-Terminkontrakte tendieren knapp 0,3 Prozent höher. An der Wall Street gab es keine klaren Tendenzen, die Börsen in Asien zeigen sich überwiegend im Minus. Die Portfolios seien derzeit ausschließlich an die US-Renditen und den Ölpreis gekoppelt, heißt es weiter.
Dazu zeigten Inflationsdaten aus Europa und aus Japan, dass die Auswirkung der Inflation von Volkswirten unterschätzt werde. Bei den EU-Verbraucherpreisen (CPI) werde für September ein Anstieg um 3,2 Prozent erwartet, in der Kernrate ohne Energie ein Plus von 2,4 Prozent.
Bei den US-Arbeitsmarktdaten wird ein Plus von nur noch 84.000 Stellen erwartet, eine Halbierung gegenüber dem Vormonat. Je schlechter die Daten ausfallen, desto positiver werde es an den Börsen gesehen, heißt es im Handel.
Hongkong holt Verluste nach
An den Aktienmärkten in Ostasien und Australien ist die Tendenz uneinheitlich. Die Vorgabe der Wall Street gibt nur wenig her. Dort waren die Indizes gut behauptet aus dem Handel gegangen, nachdem es im Tagesverlauf am Anleihemarkt zu einer Entspannung gekommen war. Die Zehnjahresrendite hatte im Hoch fast 5,34 Prozent erreicht, ging aber mit 5,26 Prozent aus dem Tag.
Übergeordnet bremsen laut Marktteilnehmern die wieder deutlicher gestiegenen Ölpreise nach Berichten, wonach die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten verstärken wollen, und Zurückhaltung vor dem US-Arbeitsmarktbericht später am Tag. Er hat das Potenzial, die Zinserwartungen maßgeblich zu beeinflussen, nachdem zuletzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am Zinsterminmarkt deutlich zurückkam und aktuell nur noch bei knapp 28 Prozent liegt. Vor Wochenfrist waren es noch fast 70 Prozent.
In Tokio geht es nach den teils kräftigen Vortagsgewinnen für den Topix um 1,0 Prozent nach unten. Im südkoreanischen Seoul bewegt sich der Kospi um 0,2 Prozent nach oben, in Sydney kommt es zu einer Gegenbewegung nach dem kräftigen Rücksetzer am Vortag. Der S&P/ASX-200 steigt um 0,6 Prozent. Steil nach unten geht es in Hongkong für den HSI, er verliert 2,6 Prozent. Händler sprechen von Nachholbedarf nach unten, nachdem in Hongkong wie auch in Shanghai am Vortag nicht gehandelt wurde.
Nike sucht seinen "Swoosh"
Nike-Chef Elliott Hill verpasst dem weltgrößten Sportartikelhersteller das nächste Sparprogramm. Bis 2031 sollen die Kosten mit dem "Pace" genannten Programm um 2,5 Milliarden Dollar gesenkt werden, teilte der Adidas-Rivale mit. Es gehe um einen Umbau des operativen Geschäftsmodells, um die zuletzt angekündigte "Sport-Offensive" zu unterstützen: eine Modernisierung der Lieferketten, einen neuen Unternehmens-Campus im Wachstumsmarkt Indien und eine weitere Verschlankung der Organisation. "Wir müssen mehr machen bei Nike-Sportbekleidung, der Marke Jordan und in China", sagte Hill. "Und wir ergreifen Maßnahmen, um diese Geschäftsbereiche auf lange Sicht zu stärken."
Dabei sind offenbar erneut Stellenstreichungen geplant: Bis 2031 rechnet Nike mit Kosten von rund einer Milliarde Dollar, den Großteil davon "in Bezug auf die Belegschaft". Bereits im vergangenen Jahr hatte der US-Konzern rund 300 Millionen Dollar für Abfindungen zurückgestellt. Weitere 300 Millionen entfallen auf das laufende Geschäftsjahr 2026/27 (per Ende Mai). Nike-Aktien büßten nachbörslich rund vier Prozent ein.
Dieser Wert zieht in den SDax ein
SGL Carbon kehrt nach gut einem Jahr in den Kleinwerteindex SDax der Deutschen Börse zurück. Der Graphit- und Kohlenstoff-Spezialist ersetzt dort von Dienstag (6. Oktober) an den Versicherungs- und Bausparkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W), wie die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx mitteilte. Grund für den außerplanmäßigen Wechsel ist die Ankündigung von W&W, vom streng regulierten Prime Standard in das Freiverkehrs-Segment Scale zu wechseln und nur noch halbjährlich Zahlen nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) vorzulegen. Damit kommt das Unternehmen aus Kornwestheim bei Stuttgart nicht mehr für den SDax in Frage.
Sechswochenhoch wirkt in Tokio nach
Die asiatischen Aktienmärkte geben im Vorfeld wichtiger US-Arbeitsmarktdaten und angesichts geopolitischer Spannungen nach. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 68.326,72 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,0 Prozent niedriger bei 4089,26 Zählern. Die Börse Shanghai bleibt feiertagsbedingt geschlossen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wird ebenfalls nicht gehandelt.
In Japan drücken überraschend hohe Inflationsdaten und Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Sechswochenhoch auf die Stimmung. Die Kerninflation in Tokio stieg im September auf 2,7 Prozent und schürt so Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ). "Die Inflationszahlen sind stark und zeigen, dass die Unternehmen die steigenden Kosten durch den schwachen Yen und den Iran-Krieg stetig weitergeben", sagt Analyst Yoshiki Shinke vom Dai-ichi Life Research Institute. Zudem belasten der Krieg zwischen den USA und dem Iran sowie die Aussetzung chinesischer Ölexporte die Märkte.
Inflation in Tokio zieht an
Die Inflation in der japanischen Hauptstadt Tokio hat sich im September Regierungsdaten zufolge beschleunigt. Die Kernverbraucherpreise, die frische Lebensmittel ausschließen, Energiekosten jedoch beinhalten, stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, teilte die Regierung mit. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Plus von 2,4 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 1,8 Prozent im August.
Ein weiterer Index, der zudem die schwankungsanfälligen Energiekosten herausrechnet und von der Bank of Japan (BOJ) als wichtiger Indikator für den Inflationstrend beachtet wird, kletterte um 3,0 Prozent. Dieser Wert lag im August bei 2,0 Prozent. Die Daten für Tokio gelten als Frühindikator für die landesweite Preisentwicklung.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Am Währungsmarkt profitiert der Dollar von seiner Rolle als sicherer Hafen angesichts der Turbulenzen an den europäischen Anleihemärkten, wo Haushaltssorgen in Frankreich die Renditen in die Höhe treiben. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 157,94 Yen und legt leicht auf 6,7045 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8311 Franken vor. Der Euro, der zuvor stark unter Druck geraten war, bleibt fast unverändert bei 1,1242 Dollar und zieht leicht auf 0,9343 Franken an.
Deutsche Industrie pocht auf Aus vom Verbrenner-Aus
Der BDI verlangt Klarheit über die Rücknahme des sogenannten Verbrennerverbotes. "Es gibt seit Langem eine Vereinbarung, das de facto Verkaufsverbot neuer Diesel und Benziner in der EU ab 2035 aufzuheben, damit mehr Zeit für den Umstieg auf E-Mobilität bleibt", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Tanja Gönner, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Aber der Gesetzentwurf liegt in Brüssel immer noch nicht vor. Die Bundesregierung muss sich bei der EU-Kommission dafür einsetzen, dass das jetzt rasch kommt. Denn die Unternehmen brauchen Stabilität und Verlässlichkeit."
Die Autoindustrie stecke "im größten Umbruch ihrer Geschichte", so die BDI-Hauptgeschäftsführerin. Dabei müsse sie unterstützt werden, "indem der Staat zum Beispiel den Aufbau einer Ladeinfrastruktur massiv vorantreibt und mehr Flexibilität für die Transformation einräumt".
Von Inflation, Rekordrenditen und Jobdaten
Der Dax steuert auf das nächste Wochenminus zu. Dem 0,8-Prozent-Verlust vom Mittwoch ließ der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft einen weiteren Abschlag von 1,0 Prozent folgen. Er schloss mit einem Stand von 24.939 Punkten. Belastend wirkte weiter der ungebremste Anstieg der Renditen an den Anleihemärkten, vor allem in den USA. Vor allem in den längerfristigen Terminen ging es nach oben.
Heute steht das konjunkturelle Wochenhighlight auf der Agenda: frische Daten vom US-Arbeitsmarkt, die wohl auf eine Abkühlung hindeuten: Für den Job-Report der Regierung erwarten Ökonomen ein Stellenplus von 90.000, nachdem im August 162.000 Arbeitsplätze hinzugekommen waren. Die US-Notenbank Federal Reserve achtet genau auf diese Daten, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Sie hat den Leitzins Mitte September auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die Fed dieses Jahr nochmals nachlegt.
In der Eurozone stehen zudem frische Preisdaten an. Dabei dürften die hohen Öl- und Gaspreise die Inflation weiter nach oben treiben. Für die Verbraucherpreise im September erwarten Experten einen Anstieg auf 3,6 Prozent, nach 3,2 Prozent im August. Die Europäische Zentralbank hat auf die erhöhte Inflation infolge des Iran-Krieges bereits mit zwei Zinserhöhungen im laufenden Jahr reagiert. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass sie noch nachlegt, um dem Preisauftrieb Paroli zu bieten. EZB-Chefin Christine Lagarde hat jedoch klargestellt, dass Energiepreise und Zinsen nicht im Gleichschritt steigen.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.








