Politik

"Treffen, um Probleme zu lösen"USA laden Russlands Staatschef Putin zu G20-Gipfel ein

23.09.2026, 17:52 Uhr
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US-Präsident Trump (r.) hat die Einladung an Putin durch seinen Außenminister überbringen lassen. (Foto: REUTERS)

Spätestens seit dem Überfall auf die Ukraine ist Russlands Staatschef Putin im Westen diplomatisch weitgehend isoliert. Die USA wollen ihn nun zurück aufs internationale Parkett holen. Anlass bietet Washington der G20-Gipfel.

Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. "Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt", sagte Außenminister Marco Rubio am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne.

"Um Probleme zu lösen, muss man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimmt oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gibt", sagte Rubio nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York. "Daher haben wir Präsident Putin zum G20-Gipfel eingeladen." Der Gipfel soll im Dezember in einem Golfclub von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Florida stattfinden.

In der G20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil – also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.

Der Kreml hatte vor zwei Wochen erklärt, noch keine Entscheidung zu einer möglichen Teilnahme Putins am G20-Gipfel getroffen zu haben. "Wir wissen noch nicht, ob wir nach Miami reisen werden", zitierte die russische Nachrichtenagentur Tass Dmitri Peskow. Der diplomatische Berater des Kreml, Juri Uschakow, sagte der russischen Zeitung "Iswestija", dass die Frage "nicht diskutiert" worden sei.

Kurz zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gesagt, er sei zu einem Treffen mit Kremlchef Putin bereit, sollten beide zum G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. "Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen", hatte Selenskyj der Deutschen Welle (DW) gesagt.

Anfang des Monats hatten die Europäer die USA vor einer Einladung Putins gewarnt. EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis sagte am Rande des G20-Finanzministertreffens in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina, es sei "nicht der richtige Zeitpunkt", die Beziehungen zu Russland zu "normalisieren". Die USA hatten zum Finanzministertreffen bereits den russischen Ressortchef Anton Siluanow ohne Absprache mit den Partnern eingeladen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nannte dies "irritierend".

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa

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