mit Uladzimir ZhyhachouDas war Donnerstag, der 16. April 2026
Die Lufthansa legt wegen hoher Kerosinpreise erste Flugzeuge still, von der steuerfreien Entlastungsprämie von 1000 Euro dürften wohl kaum Beschäftigte profitieren, das Krankengeld soll sinken … die Wirtschaftslage ermöglicht kaum gute Nachrichten. Wenigstens am Ballermann scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Dort eröffnet der "Bierkönig" die neue Saison, und die soll "grandios" werden - zumindest versprechen sie das. "Es ist alles wie immer", sagt der Sänger Tim Toupet. Ein Fels in der Brandung, dieser Ballermann.
Hier noch ein paar Schlagzeilen des Tages:
Bedingungen müssen stimmen: Deutschland würde Minenjagdboote in Straße von Hormus schicken
Warnung vor Flugausfällen: IEA-Chef: Europa hat noch Kerosin für etwa sechs Wochen
"Nur ein Entlastungsangebot": Kanzler Merz wehrt sich gegen Kritik an 1000-Euro-Prämie
95 Prozent reichen nicht aus: Warum die Ukraine trotz beachtlicher Abwehrquote schwer getroffen wird
Nacheinander in Grube gestiegen?: Drei Tote und zwei Verletzte bei Unglück in hessischer Lederfabrik
Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, tschüss!
Klingbeil warnt Reiche vor Ausbremsen der Energiewende
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor einem Ausbremsen der Energiewende gewarnt. "Der Ausbau der erneuerbaren Energien darf nicht gestoppt werden", sagte der SPD-Chef am Rande des IWF-Treffens in Washington - und verwies auf den Iran-Krieg, der Preissprünge bei Öl und Gas ausgelöst habe.
Laut "Handelsblatt" hat Klingbeil im Hintergrund bereits Vetos gegen mehrere Energiegesetze Reiches eingelegt, darunter die EEG-Neufassung und ein Netzpaket.
Reiche will die Energiewende effizienter gestalten: Zubau besser an den Netzausbau anpassen, Förderung kleiner Dachanlagen streichen. Energieverbände und Grüne werfen ihr vor, erneuerbare Energien faktisch auszubremsen.
Deutscher Wanderer stürzt auf Mallorca in den Tod
Ein 65-jähriger Deutscher ist bei einer Wanderung nahe dem Bergdorf Valldemossa im Westen von Mallorca abgestürzt und noch vor Ort gestorben. Der Mann gehörte zu einer elfköpfigen Wandergruppe, konnte mit dem Tempo der anderen nicht mithalten und fiel zurück. Als die Gruppe sein Fehlen bemerkte, kehrte sie um - und fand ihn am Fuße eines 30 bis 40 Meter tiefen Abhangs. Rettungssanitäter konnten nur noch seinen Tod feststellen. Seiner Frau, die bei der Wanderung dabei war, und der Familie wird psychologische Betreuung angeboten. Der Frühling ist auf Mallorca Hochsaison für Wanderer und Radfahrer. Derzeit sind besonders viele deutsche Urlauber auf der Insel.
Drei Tote in Lederfabrik in Hessen
Bei einem mutmaßlichen Unglück in einer Lederfabrik im hessischen Runkel sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen seien schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Als mögliche Ursache werde unter anderem Kohlenstoffdioxid in Betracht gezogen.
Schwerer Fehler: Auto fährt unverriegelt in Wasser-Party
Bei einem traditionellen Fest in China eskaliert eine Wasserschlacht: Feiernde öffnen ein Auto und spritzen ins Innere. Kurz darauf kommt es zu Rauchentwicklung im Fahrzeug. Die betroffene Familie prüft nun die Schäden und erwägt rechtliche Schritte.
Frankreich macht Periodenprodukte für Millionen Frauen gratis
Ab September können Mädchen und Frauen unter 26 in Frankreich Menstruationstassen und Periodenslips kostenlos erhalten - rund 6,7 Millionen sind betroffen. Das entsprechende Gesetz war zwar schon Ende 2023 verabschiedet worden, aber lange nicht umgesetzt. Für besonders bedürftige Frauen entfällt die Altersgrenze ganz.
"Menstruationsarmut ist kein Schicksal, sie ist eine Ungerechtigkeit", sagte Gesundheitsministerin Stéphanie Rist. Gleichstellungsministerin Aurore Bergé sprach von einer Frage von "Gesundheit und Würde".
Bericht: Besserverdiener sollen höhere Krankenkassen-Beiträge zahlen
Gesundheitsministerin Nina Warken will Besserverdiener offenbar stärker an den Kosten der gesetzlichen Krankenkassen beteiligen. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll die Beitragsbemessungsgrenze im kommenden Jahr einmalig um 300 Euro steigen - zusätzlich zur regulären Anpassung. Dadurch müssten höhere Einkommen auf einen größeren Teil ihres Gehalts Beiträge zahlen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer würden die Mehrkosten jeweils zur Hälfte tragen.
Das Bundesgesundheitsministerium rechnet dem Bericht zufolge mit Mehreinnahmen von rund 2,4 Milliarden Euro. Insgesamt soll das Gesundheitssystem um 19,7 Milliarden Euro entlastet werden .Die Beitragsbemessungsgrenze liegt derzeit bei 5812,50 Euro im Monat. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei.
Laut "SZ" würde die Maßnahme für Gutverdiener eine zusätzliche Belastung von durchschnittlich 26,55 Euro im Monat bedeuten – ebenfalls in gleicher Höhe für Arbeitgeber. In der Begründung des Ministeriums heißt es, man wolle so die "Beitragsgerechtigkeit" stärken.
Nach Orban-Abwahl: Ungarns Staatspresse fordert ihre Freiheit zurück
Der Machtwechsel in Budapest ist noch nicht vollzogen - aber bei der staatlichen Nachrichtenagentur MTI regt sich schon etwas. Mitarbeiter haben die Geschäftsführung in einem offenen Brief aufgefordert, die "redaktionelle Autonomie" wiederherzustellen. Man habe "genug von rechtswidriger politischer Einmischung von außen".
In dem Brief fordern die Mitarbeiter, "dass der unabhängige, unparteiische und professionell fundierte Nachrichtendienst" unverzüglich wiederhergestellt werde. "Wir wollen diejenigen sein, die entscheiden, über welche Ereignisse wir berichten", heißt es weiter.
Unter Viktor Orbán war MTI zur verlängerten Werkbank der Regierung geworden: Artikel zur Regierungspolitik mussten erst von leitenden Redakteuren abgenickt werden. Bei Reporter ohne Grenzen landete Ungarn zuletzt auf einem der letzten Plätze in Europa .Der designierte Premier Peter Magyar hat Medienbeschränkungen abzuschaffen versprochen. Die MTI-Journalisten warten offenbar nicht, bis er im Amt ist.
Verirrtes Taschentuch bei Anhörung: Polizeichef bemerkt Schweiß-Panne nicht
Ein suspendierter Polizeichef in Südafrika sorgt bei einer Anhörung ungewollt für einen lustigen Zwischenfall. Selbst die Kommission, vor der der gegenwärtig vom Dienst Freigestellte aussagen muss, kann sich ein Lachen nicht verkneifen, weist den schwitzenden Mann aber schließlich auf sein Malheur hin.
Mann würgt Frauen in Kölner Disko - Lebensgefahr
In einer Kölner Diskothek soll ein 31-Jähriger in der Nacht zu Sonntag zwei ihm unbekannte Frauen angegriffen haben. Laut Polizei würgte er zunächst eine 28-Jährige, kurz darauf hob er eine 29-Jährige mit beiden Händen am Hals hoch - die Frau verlor das Bewusstsein und wurde anschließend zu Boden geworfen. Sie schwebte dadurch zeitweise in Lebensgefahr.
Der Tatverdächtige aus Fröndenberg im Ruhrgebiet floh, wurde aber durch Videoaufnahmen und Zeugenaussagen identifiziert und am Mittwochabend festgenommen. Er ist einschlägig polizeibekannt und soll Verbindungen zur Rockerszene haben. Die Ermittler werten die Tat als versuchten Totschlag.
Hegseth vergleicht Trump-kritische Presse mit Jesu Feinden
Es war nicht der erste religiöse Moment für Pete Hegseth an diesem Tag. Bei einer Pressekonferenz verglich der US-Verteidigungsminister kritische Journalisten mit den Pharisäern, jener Gruppe im Neuen Testament, die Jesus zu Fall bringen wollte.
Hegseth schilderte, wie er sonntags in der Kirche saß und seinem Pastor zuhörte, der aus dem Markusevangelium predigte - die Geschichte, in der Jesus einen Mann heilt, während die Pharisäer nur darauf warten, ihm etwas anzuhängen. "Die Pharisäer, die selbsternannten Eliten ihrer Zeit, waren dabei, um alles aufzuschreiben, zu berichten - aber ihre Herzen waren verhärtet", sagte Hegseth. "Obwohl sie ein buchstäbliches Wunder miterlebten, spielte das keine Rolle. Sie waren nur dort, um das Gute im Sinne ihrer eigenen Ziele zu verdrehen."
Und dann zog er die Linie zur Gegenwart: "Unsere Presse ist genau wie diese Pharisäer - nicht alle, aber die Trump-hassende Presse. Euer politisch motivierter Hass auf Präsident Trump macht euch fast vollständig blind für die Brillanz unserer amerikanischen Soldaten", sagte er mit Blick auf den Iran-Krieg.
Hegseth beklagte außerdem "einen endlosen Strom von Müll, die unerbittlich negative Berichterstattung, der ihr nicht widerstehen könnt". Ein Bundesrichter sieht das übrigens anders: Er urteilte vergangene Woche, dass Hegseths Pressebeschränkungen im Pentagon verfassungswidrig sind. Die "Pharisäer" haben also zumindest vor Gericht gewonnen.
Mann kauft gebrauchten Tresor - und entdeckt Geheimversteck mit Goldbarren
Ein Mann aus Trostberg in Oberbayern kaufte einen gebrauchten Tresor für gerade mal 15 Euro – und entdeckte darin zufällig einen Goldbarren im Wert von rund 32.000 Euro. Nur weil er den Tresor beim Einbau umkippte, fiel ihm das nachträglich eingebaute Geheimfach überhaupt auf.
Der 56-Jährige meldete den Fund sofort der Polizei. Der Tresor stammte von einem 90-jährigen Mann, dem der versteckte Barren offenbar schlicht entfallen war. Dessen Enkel hatte ihn im Auftrag des Großvaters verkauft - ohne von dem Versteck zu wissen.
Rechtlich wäre die Frage, wem der Barren gehört, durchaus knifflig gewesen. Doch dazu kam es gar nicht: Der Finder gibt ihn zurück - und bekommt trotzdem etwas dafür. "Happy End auf beiden Seiten", so ein Polizeisprecher.
Feuer in Hotel: 13 Menschen verletzt
13 Menschen sind bei einem Kellerbrand in einem Hotel in Asendorf in Niedersachsen leicht verletzt worden. Sie kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Einige der insgesamt knapp 60 Gäste wurden von der Gemeinde demnach in anderen Unterkünften untergebracht, andere reisten eigenständig ab. Hotelgäste hatten das Feuer am späten Abend im Keller bemerkt, daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert. Was dort in Brand geraten war und warum, war zunächst unklar.
Feuerwehr und Rettungsdienst kamen mit zahlreichen Kräften zu Hilfe. Der Einsatz dauerte noch bis in die Morgenstunden an, sagte der Polizeisprecher. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, beim Eintreffen der Feuerwehr hätten einige Gäste das Gebäude bereits verlassen, andere aber noch im Hotel auf sich aufmerksam gemacht. Die Rauchentwicklung war nach Polizeiangaben so stark, dass der Rauch vom Keller über das Erdgeschoss bis in höhere Stockwerke aufstieg. Die Höhe des Schadens ist bislang unbekannt.
Frau wählt private Samenspende - und erntet Kritik
Der Wunsch nach einem Kind ist für manche Frauen übermächtig. So wie Annika umgehen einige dabei sogar teure Samenbanken und organisieren die Befruchtung selbst. Dabei stoßen sie nicht nur auf Kritik, sondern auch auf Männer, die nur Sex wollen.
Schichtwechsel
Tobias Hauser genießt bereits die Sonne, ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!
Bosch schreibt erstmals seit Jahren rote Zahlen
Bosch steckt in der Krise - und schreibt zum ersten Mal seit Jahren rote Zahlen. Insbesondere die horrenden Kosten für die Stellenabbau-Pläne belasten. Wie geht es 2026 weiter?
Hegseth zitiert bei Gottesdienst plötzlich aus "Pulp Fiction"
Der selbsterklärte "Kriegsminister" der USA, Pete Hegseth, hat während eines Gottesdienstes im Pentagon ein Gebet vorgelesen, das Filmfans sofort aufhorchen ließ: Die Worte stammen nicht aus der Bibel, sondern aus Pulp Fiction - jenem Monolog, den Samuel L. Jackson als Auftragsmörder Jules Winnfield vor dem Abdrücken rezitiert. Das Zitat hat sich Tarantino von dem japanischen Film "The Bodyguard" aus 1973 abgeschaut.
Anders als zunächst berichtet, wusste Hegseth das jedoch - und sagte es auch. Vor der Lesung erklärte er, das Gebet trage in der Militärwelt den Namen "CSAR 25:17", angelehnt an Hesekiel 25:17, und werde von Piloten vor Combat-Such-und-Rettungsmissionen gesprochen. Ein Gebet mit Filmzitat also, das in der US-Armee offenbar fester Bestandteil der Einsatzvorbereitung ist.
Zu Deutsch sagten Jules Winnfield und Pete Hegseth folgendes: "Der Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe." Nur die letzten zwei Sätze stehen tatsächlich in der Bibel.
Berichtigung: In einer früheren Version dieses Eintrags hieß es, Hegseth habe das Filmzitat versehentlich als Bibelstelle ausgegeben und sich damit blamiert. Das war falsch. Er erläuterte die Herkunft des Gebets ausdrücklich. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Rettungsaktion für Wal beginnt
Die Rettungsaktion für den gestrandeten Wal vor der kleinen Ostsee-Insel Poel hat begonnen. Sechs Helfer haben sich im hüfttiefen Wasser zu dem Buckelwal begeben, wie im Livestream von News5 zu sehen war. Unter anderem spritzten sie Wasser auf den Wal.
Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern hatten am Vortag eine private Rettungsmission genehmigt. Danach soll versucht werde, Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll zuvor Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal soll dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und in die Nordsee beziehungsweise in den Atlantik transportiert werden. Ein Schlepper soll die Pontons ziehen.
Halbe Milliarde Maikäfer bei Massenflug könnten Autobahnverkehr einschränken
Im Hessischen Ried im Süden Hessens wird in diesem Jahr wieder ein Massenflug von Maikäfern erwartet. Experten rechnen mit rund einer halben Milliarde Tieren, die womöglich schon ab kommender Woche hauptsächlich im Landkreis Groß-Gerau und Darmstadt unterwegs sein werden. "Ein ganz besonderes Naturschauspiel, das es nur an wenigen Orten in Deutschland gibt", sagte Bernd Petri vom Naturschutzbund (Nabu) Hessen.
Autofahrer sollten sich unter anderem rund um das Mönchhof-Dreieck (A67/A3) der Autobahn 67 darauf einstellen, dass die Käfer in der Dämmerung massenhaft im Tiefflug unterwegs seien. Beim zurückliegenden Massenflugjahr 2022 sei teils nur Schrittgeschwindigkeit möglich gewesen. "Die etwa zweieinhalb Zentimeter großen Käfer klatschten an die Scheibe. Es war eine apokalyptische Situation", berichtet Petri. Der Massenflug von Maikäfern findet in der Regel alle vier Jahre statt - bei der Population im Hessischen Ried seien dies immer die Jahre, in denen es eine Fußballweltmeisterschaft gibt, sagt der Biologe. Andere Stämme, etwa bei Hanau oder nahe Karlsruhe, sind in anderen Jahren dran.
EU-Kommission genehmigt deutschen Industriestrompreis
Deutschland darf seine Industrie mit einem vergünstigten Strompreis unterstützen. Die EU-Kommission genehmigt die Maßnahme im Umfang von 3,8 Milliarden Euro, wie die Brüsseler Behörde mitteilt.
Reichinnek wettert gegen "grottenschlechten" Tankrabatt
Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat die Pläne der Regierungskoalition für eine Entlastung bei den stark gestiegenen Spritpreisen als "grottenschlecht" kritisiert. Die im Gesetzesentwurf vorgesehene Senkung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent je Liter sei "nicht ausreichend", sagte Reichinnek im ZDF. "Da müssen die Leute immer noch draufzahlen", kritisierte die Politikerin und warf der Bundesregierung "Arbeitsverweigerung" vor.
Stattdessen sollten die Mineralölkonzerne, die derzeit von der Krise profitierten, in die Pflicht genommen werden: "Wir brauchen sofort eine Übergewinnsteuer", so Reichinnek. "Diese Großkonzerne machen Millionen Gewinne jeden Tag auf dem Rücken der hart arbeitenden Menschen", kritisierte sie. "Da kann man sich nicht hinstellen und 'Bitte' sagen, das ist einer Bundesregierung nicht würdig." Die Fraktionschefin forderte zudem die schnellstmögliche Einführung eines Energiekrisengelds. Dies könne zunächst eine "einmalige Auszahlung in Höhe von 300 Euro" pro Person sein. Darüber hinaus seien jedoch weitere Maßnahmen gegen die steigenden Miet- und Lebensmittelpreise dringend erforderlich.
Ehemaliger Kinderstar soll Männer mit Handfeuerwaffe angegriffen haben
Ethan Jamieson, der durch seine Rolle als Tribut aus Distrikt 4 im ersten "Die Tribute von Panem"-Film bekannt wurde, befindet sich in Raleigh, North Carolina, in Polizeigewahrsam. Dem ehemaligen Kinderstar, der heute 27 ist, wird laut Informationen des Magazins "People" vorgeworfen, drei Männer mit einer 9-Millimeter-Handfeuerwaffe angegriffen zu haben.
Aus dem entsprechenden Polizeibericht geht demnach hervor, dass Zeugen die Beamten am Abend des Vorfalls gegen 21.52 Uhr wegen Schüssen alarmierten. Ein Opfer gab an, dass ein unbekannter Verdächtiger auf einem E-Bike während der Fahrt auf sein Fahrzeug geschossen habe. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich zwei weitere Personen im Wagen. Die Ermittlungen der Polizei von Raleigh führten schließlich zu Jamieson, der verdächtigt wird, den Schuss in Richtung des Fahrzeugs abgegeben zu haben.
"Außergerichtliche Hinrichtungen"? US-Armee greift erneut Boot im Pazifik an
Die US-Armee hat bei einem weiteren Angriff auf ein Boot nach eigenen Angaben drei Menschen getötet. In einer Erklärung im Onlinedienst X des Südkommandos der US-Streitkräfte (Southcom) hieß es am Donnerstag, es sei eine Attacke auf ein von einer "Terrororganisation betriebenes Schiff" ausgeführt worden. Dabei seien "drei männliche Drogenterroristen" getötet worden.
Der Angriff ist der fünfte binnen einer Woche. Einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP zufolge stieg die Zahl der durch die US-Armee getöteten mutmaßlichen Drogenschmuggler damit auf mindestens 177. Seit September des vergangenen Jahres hat die US-Armee zahlreiche Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt waren. Washington hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Einige von ihnen waren nach Angaben von Behörden und Angehörigen Fischer. Viele Experten und UN-Vertreter stufen die Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen ein.
Rihanna schreibt Musikgeschichte - ohne neues Album
Rihanna bleibt die unangefochtene Königin der digitalen Verkäufe. Seit Mittwoch führt die Recording Industry Association of America (RIAA) die Sängerin mit insgesamt 200,5 Millionen zertifizierten Einheiten. Damit ist sie laut "Rolling Stone" die erste weibliche Künstlerin, die diese Grenze durchbricht.
In der ewigen Bestenliste belegt sie nun den dritten Platz, lediglich geschlagen von Morgan Wallen mit 215 Millionen und Drake, der mit 277,5 Millionen Einheiten die Spitzenposition hält. Die RIAA nutzt ein Punktesystem, um die verschiedenen Arten des Musikkonsums vergleichbar zu machen: Eine Einheit bedeutet einen Verkauf (digital oder als Single) oder 150 Streams bei Diensten wie Spotify, Apple Music oder YouTube. Das Besondere an dem Erfolg: Rihanna hat seit zehn Jahren kein Album mehr veröffentlicht. Ihr letztes vollständiges Album "ANTI" erschien im Jahr 2016.
Profi-Surfer angelt von Jetski aus, dann umzingeln ihn Haie
Brett Barley ist eher bekannt dafür, auf seinem Surfbrett über die Wellen vor der Küste North Carolinas zu reiten. Am Montag hat er beim Angeln von seinem Jetski aus eine besondere Begegnung - mit zahllosen Haien, die ihn umzingeln.
Erster Kandidat für Van Aken-Nachfolge wirft seinen Hut in den Ring
Der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano will Vorsitzender der Partei Die Linke werden. Der 46-Jährige meldete seine Bewerbung um die Nachfolge des scheidenden Co-Chefs Jan van Aken an. "Ich gehe diesen Schritt in großer Demut", erklärte Pantisano auf seiner Website. "Die Linke hat sich mit Jan und Ines erneuert und stabilisiert." Mehr als 70.000 Menschen seien neu in die Partei eingetreten. "Gemeinsam haben wir uns vorgenommen, die Linke zur organisierenden Klassenpartei zu machen." Die Partei wolle jene zurückgewinnen, die von der Politik enttäuscht und wütend seien. "Hier möchte ich anschließen und den nächsten Schritt gehen", erklärte Pantisano.
Er ist stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag und vertritt als Abgeordneter die Region Stuttgart und Konstanz. Seine Eltern seien 1979 aus Italien nach Deutschland gekommen, um ihren vier Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, schreibt er über sich. Sie hätten in Fabriken gearbeitet und "die Bücher hergestellt, die sie selbst nie lesen durften". So hätten sie ihren Kindern ein Studium ermöglicht. "Ich bin stolz darauf, als Kind aus einem Arbeiterhaushalt mit Migrationsgeschichte studiert zu haben."
Schmelzender Riesen-Schneehaufen gibt Autos frei
Im Winter entscheidet die Stadt Somerville in Massachusetts, die umfangreichen Schneemassen an bestimmten Orten aufzuschütten - und dabei auch sechs alte, nicht mehr fahrtaugliche Autos zu begraben. Jetzt erst schmelzen die Berge langsam ab.
Was heute wichtig wird
Seit Wochen bewegt das Schicksal des vor Wismar gestrandeten Buckelwals viele Menschen. Heute soll ein privater Rettungsversuch unternommen werden, das Konzept sieht nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus eine Bergung des Tieres und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik vor. Geplant und finanziert wird das Vorhaben von den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz. Derzeit ist auch Frank-Walter Steinmeier in Mecklenburg-Vorpommern, er führt seine Amtsgeschäfte von dort aus. Heute Nachmittag will er sich in Stralsund mit Experten über den Wal austauschen.
Die von der Koalition angekündigte Senkung der Spritsteuern wegen der stark gestiegenen Preise an den Tankstellen kommt auf den Weg. Union und SPD bringen heute einen Gesetzentwurf in den Bundestag ein, mit dem die Steuern auf Diesel und Benzin befristet für zwei Monate um rund 17 Cent pro Liter herabgesetzt werden sollen.
Die Lufthansa streikt weiter. An den Drehkreuzen München und Frankfurt fielen in den vergangenen Tagen immer wieder Hunderte Flüge aus. Piloten und Flugbegleiter kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen.
Der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 wollen erneut Fußball-Geschichte schreiben und erstmals in europäische Halbfinals vorstoßen.
Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt um 13.00 Uhr den irischen Regierungschef Micheál Martin.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist bei der IWF-Frühjahrstagung in Washington.
Im Bundestag steht unter anderem eine Aktuelle Stunde zur Parlamentswahl in Ungarn auf dem Programm.
Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose niedergebrannt
Eine Containerwohnanlage im südhessischen Raunheim ist komplett abgebrannt. Dort befinden sich Wohneinheiten für Flüchtlinge und Obdachlose, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Ein Bewohner erlitt demnach eine Schulterverletzung und eine Rauchgasvergiftung. Zudem zogen sich vier Feuerwehrleute wegen der großen Hitzeentwicklung Brandverletzungen zu. Einer musste den Angaben zufolge ins Krankenhaus eingeliefert werden, ist aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Zur Brandursache lagen der Polizei zunächst keine Hinweise vor.
Ob sich zum Zeitpunkt des Brandes noch Menschen in der Unterkunft befanden, sei noch unklar, sagte ein Feuerwehrsprecher. Maximal könnten 30 Menschen das Gebäude bewohnen, 13 habe die Feuerwehr angetroffen. Das Gebäude sei bei dem Brand völlig zerstört worden. "Beim Eintreffen kamen im Erdgeschoss aus zwei Wohnungen die Flammen aus dem Fenster." Dann habe sich das Feuer rasant ausgebreitet. Über 100 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen. Nun räume ein Bagger des Technischen Hilfswerks den Brandschutt beiseite, damit die Feuerwehr Nachlöscharbeiten durchführen könne. Auch zwei Feuerfahrzeuge seien wegen der starken Hitze beschädigt worden.
Schwere Unfälle in Karlsruhe - Ameisen legen Verkehr lahm
Ein Auto liegt auf der Seite, das andere wird gegen eine Ampel geschleudert. Der Auslöser ist kaum zu glauben: Ameisen. Sie legen die Ampelanlage und damit gleich den ganzen Verkehr lahm. Allein im April kommt es zu vier Ausfällen. Einige Anwohner sind verwundert, andere wiederum nicht.
CDU erwägt Anhebung des Spitzensteuersatzes
Die geplante Einkommensteuerreform der Bundesregierung könnte nach Einschätzung des CDU-Finanzexperten Fritz Güntzler auch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes beinhalten. "Zunächst müssen wir die Bürgerinnen und Bürger entlasten, denn das haben wir versprochen", sagte der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Podcast Table.Today. "Da kann es sein, dass wir beim Grenzsteuersatz was machen müssen. Derzeit liegt der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent und bei 45 Prozent bei der sogenannten Reichensteuer. Die Zahlen sind nicht in Stein gemeißelt. Wenn, geht es aber nur moderat nach oben."
In einem Szenario, das in der Koalition diskutiert werde, würden etwa 400.000 steuerpflichtige Top-Verdiener im Saldo keine Entlastung erhalten. Insgesamt müsse es mindestens ein Entlastungsvolumen von zehn Milliarden Euro pro Jahr geben, sagte Güntzler. Eine Mehrwertsteuererhöhung lehnte der CDU-Abgeordnete ab. "Wir haben intern darüber diskutiert, aber bei einer Inflation von knapp unter drei Prozent noch was draufzulegen, halte ich volkswirtschaftlich und politisch für unklug."
Union und SPD wollen kleine und mittlere Einkommen bei der Einkommenssteuer entlasten. "Eine große Reform" dazu solle zum 1. Januar 2027 wirksam werden, beschloss der Koalitionsausschuss am Montag. Details der geplanten Reform wurden zunächst nicht genannt. Vor allem die SPD, aber auch Grüne und Linkspartei pochen darauf, höhere Einkommen stärker in die Pflicht zu nehmen.